Lois Fisher-Ruge - 1940 in den USA geboren, als Ehefrau des deutschen Journalisten Gerd Ruge verschlug es die Autorin vorliegenden Buches damals für drei Jahre nach Moskau (bis Januar 1981), zu einer Zeit, als der Kalte Krieg noch nicht beendet, die UdSSR Weltmacht war und die KPdSU die Zügel fest in ihren Händen hatte.
Der Neugierde von Frau Fisher-Ruge ist es zu verdanken, dass hier ein kurzweiliges und dabei informatives Buch entstand, welches den Alltag des Mittelstandes in Moskau beschreibt - so hat die Autorin Freundschaften geschlossen, welche Türen in gewöhnliche Haushalte öffnete und dem Leser somit Einblicke in das Alltagsleben russischer Familien ermöglicht.
Die Autorin bewertet und urteilt nicht, sie erzählt ganz einfach - im Focus hat sie dabei zumeist ihre russischen Freundinnen, an deren Seite sie ihre geschilderten Erfahrungen sammelt.
Von den Schwierigkeiten, ein Auto zu kaufen, eine Wohnung zu mieten, oder einfache Konsumgüter des täglichen Bedarfs zu beschaffen, wird ebenso berichtet, wie es um Freizeitgestaltung, Mode, Heirat, Schwangerschaften und viele andere Themen geht...
In der Tat wäre es schön, hätte man Gelegenheit nachzulesen, was aus den hier beschriebenen Menschen wurde, wie sich deren Lebensentwürfe in der Zwischenzeit entwickelten.