Unfassbar, dass man so eine Platte im Spätsommer/Beinahe-Herbst veröffentlicht. Denn zur jetzigen Jahreszeit, wo draußen die ersten Pflanzen blühen, die Sonne die Tage und die Herzen erwärmt und alles einfach schön ist, da passt diese süße, wundervolle Musik einfach viel besser. Verträumter Gitarrenpop ist das, was Elizabeth Morris und ihre drei männlichen Mitstreiter auf ihrem Debüt-Album zum Besten geben. Ein wenig naiv ist das zwar alles, genau wie auch die Texte, aber auch so umwerfend schön, dass man selbst ins Träumen gerät.
Die meisten Songs gehen richtig locker ins Ohr, alles voran der Opener "Dreaming". Doch Allo Darlin' kann auch ruhig: "Heartbeat Chilli" und "Let's Go Swimming" erinnern von ihrem Stil an Hope Sandoval & the Warm Inventions, die ich sowieso eher als Referenz sehe, als die viel zitierten Belle & Sebastian.
Doch bei aller Lobhudelei: "Allo Darlin'" ist zwar eine schöne Platte, doch vielleicht ein wenig zu wenig zwingend, um eine wirklich große Platte zu sein. Dennoch: Missen möchte ich sie nicht. Und wenn ich sie nur jedes Jahr im Frühling aus dem Schrank hole und sie einmal höre.