Der grosse Ansturm und Hype auf die dreiteilige von Allmen-Reihe, dürfte sich spätestens jetzt beim zweiten Teil beruhigen, der neue Suter, kommt weniger originell, und ideenreich daher in angestammter Manier, mit dem sympathischen Ermittler-Duo, Carlos und von Allmen, das den Auftrag erhält, einem Dieb das Handwerk zu legen, welcher einen Diamanten im Wert von 45 Millionen CHF gestohlen haben soll...Auch im zweiten Teil, geht es wieder um viel Geld, geht es wieder um einen Diebstahl, und erzählt uns, wie das raffinierte Ermittlerduo dann doch zum grossen Geld kommt...
Im undurchsichtigen Wirtschaftskontext, heftet sich von Allmen an den russischen Landsmann, namens Artjom Sokolov, der verdächtigt wird, mit dem Diebstahl im Zusammenhang zu stehen. Über verschiedene Spuren, findet er schliesslich Zugang zu dem Ort wo er sich aufhält, nämlich im deutschen Mecklenburg, an der Ostsee. Das irritierende ist, das zwei Engländer den gleichen Mann suchen, und immer vorher an jene Orte kommt, an denen von Allmen hofft, jenen russischen Hauptverdächtigen anzutreffen, der in der IT-Branche tätig ist...Natürlich hat von Allmen irgendwann die Nase ganz vorn, trotz einiger Überraschungen, geht er als Gewinner vom Platz...auch wenn man als Leser, dann doch dem Martin Suter nicht alles abnimmt, was er einem da serviert..
Fazit: Ein leichter Unterhaltungsroman, mit feiner Note zum Krimi, leicht süffig geschrieben, um ein herzerwärmendes Männer-Ermittlungs-Duo, in einer Art Wirtschaftskrimi, um eine spezielle Software für den Börsenmarkt. Wirklich grosse Literatur ist das ja nun wirklich nicht, doch zeigt der neue Suter einmal mehr, wieviele Leser dann doch eine leichte süffige Unterhaltung suchen, wo man als Leser selbst ein wenig um Dunkeln tappt, und Suter nach und nach ein paar Geheimnisse lüftet, auch wenn nicht alles am Ende aufgeklärt ist. Englische Passagen werden übersetzt, spanische dagegen nicht..??
Kann man lesen, muss man aber nicht. Für Suter-Anhänger ein Must, aber sonst? Wie beim ersten Band bleibt die Geschmacksnote gleich: Ein bisschen spannend, ein bisschen zum Schmunzeln, ein bisschen Rätsel auflösend, ein wenig kurzweilig, ein Wirtschaftskrimi, dem offensichtlich eine Diätkur verpasst wurde...Ein Roman, der an Grenze des Erschwinglichen mäandert, oder mit anderen Worten, die Frage von Preis und Gegenwert sich in der Kritik gefallen lassen muss...Leser dürften von der angestammten Art, dass ein raffinierter Lebemann, sich ein materiell gutes Leben sichert, dann doch langsam gesättigt sein...ich zumindest bin es..
Statement: Die ideale Lektüre für eine Zugfahrt, was will man mehr...