Die Karte ist detailreich. Außer wichtigen Straßen finden sich Nebenwege, was für eine Tour durch die zerstreuten Allgäuer Dörfer wichtig ist. Oder bei der Suche nach einer kleinen Dorfkäserei! Wer nicht an jeder Ecke nachfragen will, ist mit dieser Karte gut beraten.
Auch sind die häufig anzutreffenden Mautstraßen durch rote Pünktchen gekennzeichnet.
Die Karte ist also vor allem etwas für motorisierte Individualreisende.
Als Wanderkarte ist sie nur bedingt geeignet, weil die kleinen Bergpfade nicht alle eingezeichnet sind.
Trotzdem ist sie gerade für das Allgäu eine wichtige Hilfe, denn in dieser ländlichen Region kommt man mit dem Atlas nicht immer dorthin, wohin man will.
Der Freizeitführer ist ein Flop. 66 Ziele, die willkürlich ausgewählt sind. Hier ein Naturschauspiel, da ein Museum, dann mal ein See. Für eine umfassende Information völlig ungeeignet. Es wird auch nicht klar, nach welchen Kriterien die Autoren die Ziele vorstellen.
Es ist von jedem Fleck des Allgäus irgendein Ziel vertreten, aber ob es das ist, was dem Einzelnen vor Ort am besten gefallen würde, ist fraglich.
Auch die Radtouren stellen nur einen Teil der Möglichkeiten vor.
Wer nur nach diesem Heftchen vorgeht, verpasst eine Menge. Wer sich folgerichtig einen Reiseführer zulegt, braucht das Heftchen aber gar nicht mehr.
Aber ohne bekommt man die gute Karte leider nicht.