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Alles, was wir geben mussten. Roman [Taschenbuch]

Kazuo Ishiguro , Barbara Schaden
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (95 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

6. November 2006
Vom Autor des Bestsellers „Was vom Tage übrigblieb“, mit Anthony Hopkins und Emma Thompson erfolgreich verfilmt.

Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen …

Der neue große Roman von Ishiguro erstmals im Taschenbuch.



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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag; Auflage: 8. Auflage (6. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442736102
  • ISBN-13: 978-3442736102
  • Originaltitel: Never Let Me Go
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (95 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.885 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Noch Jahre später kreisen Kathys Gedanken um Hailsham, dem in lieblicher Hügellandschaft gelegenen Schulheim, in dem sie und die anderen ihre Kindheit zugebracht hatten. Eine heile Welt, in der eine fröhliche Kinderschar zur „Kreativität“ angeleitet werden soll. Doch bald tauchen erste Schatten auf. Wozu die Aufseher? Warum ist von späteren „Spendern“ die Rede? Und was hat es mit jener eleganten „Madame“ auf sich, die aus dem Nichts auftaucht, um die besten künstlerischen Arbeiten der Zöglinge für ihre Galerie abzuholen. Galerie? Jeder weiß davon, keiner hat sie jemals zu Gesicht bekommen. Nur eine weitere Merkwürdigkeit in der abgeschotteten Welt von Hailsham. Wir werden noch viele davon kennenlernen!

Mit welch unspektakulären, aber erzählerisch raffinierten Mitteln der in Japan geborene und heute in England lebende Kazuo Ishiguro den Leser in seine Geschichte einwebt, gleicht einem kleinen Wunder. Sachter kann man nicht hineingeführt werden in eine Traumwelt, die sich zunehmend als bedrückende und faschistoide Zukunftsvision entpuppt. In den Rückblicken Kathys, die heute als „Betreuerin“ arbeitet, wird alles noch einmal lebendig: Ruth, Kathys beste Freundin. Der rebellische, von allen abgelehnte Tommy, der nur Kathy vertraut -- und doch mit Ruth eine Beziehung eingeht. Der Schulalltag und seine sanften, aber rigorosen Überwachungsmechanismen. Die Fragen hinter vorgehaltener Hand. Die Rebellion, die nie stattfindet.

Ein wundervolles Werk von großer Nachhaltigkeit. In manchem gleicht Ishiguro einem literarischen Update von Daphne du Maurier. Selbst sein traumverlorenes, weltfernes Hailsham erinnert vage an Manderley aus Rebecca (anscheinend kann sich keiner der Schüler später daran erinnern, wo Hailsham überhaupt lag). Ishiguros unaufgeregter, hochliterarischer Ton aber ist es, der den Schrecken erst richtig eindringlich macht. Ein Schrecken, der in einer technikversessenen Welt längst nicht mehr abwegig erscheint. Begleiten wir die Schüler auf ihrem Weg, herauszubekommen, wer sie sind, wo sie herkommen und -- was aus ihnen einst werden soll. Madame wusste es: „Ihr armen Geschöpfe!“ --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ishiguro zeichnet das Bild einer unbeirrbaren menschlichen Zartheit, obwohl die Katastrophe bereits stattgefunden haben könnte." (Frankfurter Rundschau)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend 6. Dezember 2006
Format:Taschenbuch
Kathy, 31 Jahre alt und "Betreuerin" von Beruf, lässt ihr bisheriges Leben Revue passieren. Es spielte sich in verschiedenen staatlichen Einrichtungen ab, die erste Station war Hailsham. Hailsham ist jedoch kein gewöhnliches Internat. Von Anfang an wird den Kindern dort vermittelt, dass sie etwas Besonderes sind, dass eine besondere Aufagbe sie erwartet - was das sein könnte, bleibt (zunächst) im Dunkeln. Die völlige Isolierung der "Kollegiaten" genannten Schüler tut das ihre dazu, um sie auf ihre ihnen ungewisse Zukunft vorzubereiten. Erst nach und nach erfahren die Kinder und mit ihnen der Leser (sofern er es nicht schon aus anderen Rezensionen weiß), woher sie stammen und was ihnen bevorsteht...

Der Reiz dieses Romans liegt für mich in seinem Paradox: Der völlig unaufgeregte Tonfall, in dem das Buch streckenweise vor sich hin plätschert, steht in scharfem Kontrast zu der geschilderten Zukunftsvision, die an Schrecken nichts zu wünschen übrig lässt. Beklemmung und Grauen wirken um so stärker, da die Ich-Autorin Kathy völlig unreflektiert in schönster Selbstverständlichkeit ihre Geschichte erzählt und ihre (von Gehirnwäsche manipulierte) Sicht der Dinge bis zum bitteren Ende beibehält. Vergebens wartet man auf Kritik oder Rebellion. Nein, alle fügen sich brav in ihr Schicksal - was wiederum weitere Fragen aufwirft.

Schon allein vom Thema her ist "Alles, was wir geben mussten" lesenswert, außerdem ist der Roman meisterhaft komponiert und wirkt absolut authentisch. Ishiguro gehört zweifellos zu den großen zeitgenössischen Stilisten, verlangt dem Leser jedoch einiges ab. Aber es lohnt sich, sich auf das Buch einzulassen, dessen Zukunftsvision niemals Wirklichkeit werden darf.
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67 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über das Menschsein 3. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Kazuo Ishiguro erzählt im Stile eines Entwicklungsromans die Geschichte dreier Jugendlicher. Mit äußerster Einfühlsamkeit in das Seelenleben seiner Protagonisten lässt der Autor die Ich-Erzählerin Kathy in sachlicher emotionsloser Sprache über ihre Kindheit ohne Eltern in einem englischen Internat berichten, über ihre Freundschaft zu Ruth und Tommy. Eine scheinbar ganz normale Kindheit und Jugend mit allen Konflikten, die Halbwüchsige auszutragen haben. Doch die drei und alle anderen Gleichaltrigen sind Klone, lebende Organspender, die ein grausames Schicksal erwartet, ein Grauen, das mehr zwischen den Zeilen gelesen werden muss und im Kopf des Lesers entsteht.
Das Buch ist jedoch kein Technologieroman, die technischen Fragen des Klonens bleiben vollkommen unberührt. Es ist auch kein moralischer Kommentar zur Gentechnologie. Vielmehr behandelt der Autor Grundsätzlicheres: Wer sind wir in einer hochtechnologisierten Welt? Was dem „Fortschritt" zu geben sind wir bereit? Wissen wir überhaupt, was wir geben können und müssen? Wissen wir, was am „Ende" bleibt? Wie wollen wir leben? Was ist wichtig? Was heisst es, eine „Seele" zu haben? Wann muss man sich wehren gegen die Zumutungen einer solchen „Kultur"? (Die Klone können es nicht. Warum? Vielleicht, weil sie Produkte dieser technischen Zivilisation sind? Sind wir alle das in einem gewissen Sinn auch?) Es ist ein nachdenkliches und überaus berührendes Buch über das Menschsein.
Dennoch: Auch wenn die technischen Fragen außen vor bleiben, funktioniert der Roman nur unter dem stillen Vorauswissen, dass der Mensch bisher alles getan hat, wozu er technisch in der Lage war.
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50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Menschenpark 15. Juli 2007
Format:Taschenbuch
Es scheint da draußen eine Welt zu geben, in der ein Mensch das Recht hat, über sein eigenes Leben zu bestimmen; in der er selbst entscheiden kann, wo er wohnen, welchen Beruf er ausüben und ob er Kinder haben will oder nicht.
Kathi, Tommy, Ruth, Laura und all die anderen aus Kazuo Ishiguros Roman "Alles, was wir geben mussten", wissen, dass es das gibt, aber obwohl diese Welt quasi nebenan liegt, ist es ihnen völlig unmöglich, sie zu erreichen. Dabei leben sie im England der 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Aber schon die Vorstellung, in einem Großraumbüro zu arbeiten, ist für sie so abenteuerlich, dass sie extra einen Ausflug unternehen, um sich ein solches Büro von außen durch die Glasscheibe anzusehen.
Aber nun kommen wir, die Leser dieses Romans, ja aus eben dieser anderen Welt, die den Figuren verschlossen ist. Dass da Menschen aus einer Parallelwelt zu uns reden, wird erst nach und nach deutlich. Ishiguro verschleiert das sehr kunstvoll, indem er zunächst nur ab und an durchblitzen lässt, dass Kathi und ihre Mitschüler in Hailsham "anders" sind. Ihr Weg ist vorgezeichnet. Nach der Schule leben sie ein paar Jahre in einer Art Landkommune, dann werden sie "Betreuer" und schließlich "Spender". Zu diesem Zweck sind sie nämlich überhaupt auf der Welt. Sie sollen nach und nach ihre Organe spenden; nicht erst nach ihrem Tod, sondern schon zu Lebzeiten. Sie sind menschliche Ersatzteillager; das ist überhaupt erst der Grund ihres Daseins. Und deshalb sind sie auch nicht auf natürlichem Wege gezeugt, sondern sie sind Klone.
Ein abwegiger Gedanke? Wohl nicht in Zeiten von Gentechnik und der Diskussion um verbrauchende Embryonenforschung.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Interessant
Super interessantes Thema, aber sehr schleppend geschrieben. Auch das am Anfang nie rechtig klar war, worum es eigentlich geht hat mich sehr genervt.
Vor 1 Monat von J.S. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bewegende Geschichte
ich bin über den Film auf das Buch gekommen und finde beide großartig. Die Geschichte über die Zucht von Menschen als Organreservoir ist deshalb so berührend,... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Sabine Müller veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen gut
Eine spannende Geschichte, gut zu lesen, bis zum Ende bleiben Fragen. Der Leser bleibt lange im Zweifel, was hier eigentlich passiert. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von A. E. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr schön
das buch muss man gelesen haben, da das thema aus meiner sicht zukünftig gar nicht sooo abwegig ist. absolute empfehlung!
Vor 5 Monaten von Susann Bretz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch, wie neu!
Hätte nicht gedacht, dass bei dem kleinen Preis, das Buch in so einem guten Zustand ist! Es sieht kaum benutzt aus :)
Vor 5 Monaten von Obermann veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen dystopische Langeweile
Dass Dystopien meist auf dem immer wieder gleichen Prinzip aufbauen ist wohl unbestreitbar. Dass ich mir demnach keine besonders neue Idee erhoffte ist dementsprechend der Sache... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Tinette veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch über Organspende
Toller Schreibstil.
Aktueller Aufgriff des Themas Organspende.

Science Fiction Elemente.

Anfangs erinnert das Buch jedoch an ein Kinderbuch. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Christian Ott veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beste Buch was ich je gelesen habe
ich fand die Wahl des Autors, wie die Geschichte erzählt wurde großartige. Es ist aber auch eine sehr traurige Geschichte, darüber nachzudenken was Menschen... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Tabea veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch zum Film
Super nagelneues Buch, gern wieder. Von Bestellung bis Wareneingang nur 3 tage vergangen, da kann man nichts weiter sagen als DANKE.
Vor 10 Monaten von Michael Engwer veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Alles, was ich geben musste ...
Alles, was ich geben musste ... war mir größte Mühe! Ich musste mir größte Mühe geben, dieses Buch nicht frustriert in die Ecke zu pfeffern. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Leser veröffentlicht
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