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Alles, was wir geben mussten [Blu-ray]

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Produktinformation

  • Darsteller: Charlotte Rampling, Carey Mulligan, Andrew Garfield, Keira Knightley, Sally Hawkins
  • Regisseur(e): Mark Romanek
  • Format: Letterboxed, Widescreen
  • Sprache: Italienisch (DTS 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1), Französisch (DTS 5.1), Spanisch (DTS 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Niederländisch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox
  • Erscheinungstermin: 12. August 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (91 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0054MYAPA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 58.742 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Kathy, Tommy und Ruth kommen in ein Internat in der englischen Einöde. Zunächst scheint es sich um eine gewöhnliche Bildungseinrichtung zu handeln, doch nach und nach kommen Zweifel auf. Weshalb werden die Lehrer Aufseher genannt? Und warum ist die Institution völlig abgeschottet von der restlichen Welt? Ganz allmählich dämmert ihnen die schonungslose Wahrheit, dessen Ausmaß nicht annähernd begreifbar ist: Sie sind aus einem ganz bestimmten Grund in diesem "Internat" und werden es möglicherweise niemals lebend verlassen.

Movieman.de

Heutzutage ruft man mutig zum Organspenden, bzw. Tragen eines Spenderausweises auf. Das Thema scheint, zumindest in fortschrittlich entwickelten Ländern, kein Tabu mehr zu sein, sondern mittlerweile sogar durchaus positiv besetzt. Davon, dass das Spenden von Organen aber schnell einen ganz üblen Beigeschmack erhalten kann, erzählt uns "Alles, was wir geben mussten". Die Protagonisten des Filmes können nicht selbst darüber entscheiden, ob sie ihre Organe spenden wollen oder nicht. Sie wurden als menschliche Ersatzteillager geboren, ja als Träger von Spenderorganen sogar gezüchtet. Das Drama mit Keira Knightley ("Fluch der Karibik"), Andrew Garfield ("The Social Network") und Carey Mulligan ("An Eduction") geht tief unter die Haut und erschüttert, dessen sollte man sich vorher bewusst sein, bis in die tiefsten Eingeweide. "Alles, was wir geben mussten" ist kein leicht zu ertragender Film. Die Stimmung ist trüb, den Figuren geht es schlecht. Man wandelt durch diesige Landschaften und unterhält sich über nicht gefundene Liebe und den nahenden Tod, der im Film als "Vollendung" bezeichnet wird. Dabei möchte das Drama doch eigentlich eine Liebesgeschichte sein. "Never Let Me Go", so der Originaltitel, portraitiert die tragische Leidensgeschichte von Kathy, die seit ihrer Kindheit in ihren Schulkameraden Tommy verliebt ist. Tommy wird aber nicht ihr Freund, sondern der ihrer besten Freundin Ruth. Zum einen Teil widmet sich der Film der scheinbar unbeschwerten Schulzeit der drei Kinder. Hier ahnt der Zuschauer noch nicht unbedingt, was das besondere an den Schülern des Internats von Hailsham ist. Der zweite Teil des Filmes dreht sich darum, dass die Herangewachsenen die Schule verlassen, aufs Land ziehen und zum ersten Mal Kontakt zur Außenwelt und anderen Menschen aufnehmen. Der dritte Teil des Filmes widmet sich den drei Figuren als Erwachsene. Man hat sich getrennt, jeder lebt sein Leben, doch Tommy und Ruth haben schon erste Organe gespendet. Hier finden alle drei wieder zusammen und gehen neue Paarungen ein. Eine zweite Chance, ein Ausweg scheint gekommen, doch als Zuschauer ahnt man längst, dass dieser Film keine Kompromisse eingeht. Die Stimmung bleibt bis zum Schluss erschütternd, ja geradezu grausam. Dass die drei jungen Menschen ihrem Schicksal, nämlich ausgeschlachtet zu werden, nicht einmal zu entkommen versuchen, macht es dem Publikum noch schwerer, einen Bezug zu den ihnen  aufzubauen. Warum wehrt sich keiner, warum haut niemand ab, warum nehmen, Kathy, Ruth und Tommy ihr Schicksal einfach so ergeben hin? Gerade dies ist das Zermürbende in diesem besonders schwermütigen Drama. Die Hoffnungslosigkeit und die absolute Schicksals-Ergebenheit legen nicht nur offen, was mit Menschen geschehen kann, sondern auch, zu was Menschen fähig sind, mit anderen Menschen zu machen.  "Alles, was wir geben mussten", der den gleichnamigen Roman von Kazuo Ishiguro verfilmt, sollte als Parabel verstanden werden. Zwar wirken die letzten Worte, mit denen der Film abschließt, ein wenig übersentimental, doch überträgt man sie, so kommt man zu der alles übergreifenden Weisheit, dass kein Mensch besser behandelt werden sollte als ein anderer. Es handelt sich um einen Film mit einer universellen Botschaft, der zwar stark auf die Tränendrüse zu drücken versucht, im Grunde aber doch kühl und distanziert bleibt. Fazit: Schwer zu verdauendes Drama, das mit poetischen Mitteln tief unter die Haut geht!

Moviemans Kommentar zur DVD: Das relativ dunkel bestimmte Bild bietet einen durchschnittlen Kontrastumfang, der Karteikästen (11.03) im Hintergrund noch einigermaßen sauber konturiert abbildet, aber kleinere Details und Konturschatten auch mal unterschlägt. Das Bild insgesamt wirkt ein wenig flächig und farbarm. Graue und Erdtöne dominieren, Rasenflächen (13.30) wirken matt und ausgeblichen. Die Sättigung ist insgesamt (bewusst) reduziert, womöglich um einen tristen Alltagseindruck zu unterstützen. Die Kompression ist weitgehend gelungen, Ruckeln oder Blockbidung ist überwiegend nicht erkennbar. Der Filmton wird von der sanften Klaviermusik bestimmt, die sich sehr offen und frei im Raum verteilt, sich einer Ortung weitgehend entzieht. Dies klingt sehr angenehm und lenkt nicht vom Geschehen ab, sondern fördert die aufmerksamkeit sogar. Die Dialoge sind auch beim Flüstern stets klar zu verstehen und bleiben auf den Bildschirm beschränkt. Das unabhängig von der Player-Grundeinstellung immer englische Menü und der immer in englischer Tonspur startende Film sind schlicht und intuitiv bedienbar. Es gibt ein rund 30-minütiges Feature "The secrets of "never let me go" das sehr interessant über den Film und seine Hintergründe erzählt und einige weitere Extras mit Sinn und Stil. --movieman.de

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Leserin am 4. März 2012
Format: DVD
Das ist er, mein Film des Jahres 2011 - trotz gigantischer Mitbewerber wie "Somewhere" oder "Melancholia" ist "Alles was wir geben mussten" doch der melancholischste Film von allen. Ich muss mir regelrecht verbieten, ihn nicht öfter anzuschauen, weil seine Wirkung so stark ist, dass ich Angst habe, sie abzunutzen.
Wenn Traurigkeit und Dramatik zu sehr im Vordergrund stehen, empfinde ich sie sehr schnell als Holzhammer- und Tränendrüsen-Bedienung. Effekthascherei. Gefühlszüchtung. Bei dieser Art Film ist das anders. Hier spricht keine Bitterkeit über die Schlechtigkeit des Lebens und der Menschen, sondern eine tiefe Liebe zu ihnen, eine rein empfundene Freude über die Schönheit in einem Leben, das doch so viele Schattenseiten hat. Ein großes "Ja" trotz so vieler "Neins".
Die Bilder, die Musik, die Schauspieler sind perfekt (Keira Knightley habe ich außer in "Abbitte" selten so faszinierend gesehen, und die allgemeine Begeisterung für Andrew Garfield und Carey Mulligan konnte ich erst nach diesem Film nachvollziehen). Auch die Kinderdarsteller sind hervorragend ausgewählt, selten habe ich erlebt, dass Kind- und Erwachsenenfiguren so gut zusammenpassen.

Den von manchen hier erhobenen Vorwurf, das sich fügende Verhalten der Charaktere sei unrealistisch und nicht nachvollziehbar, kann ich nicht teilen. Für einen Film, wie wir ihn gewöhnt sind, mag die Handlung von "Die Insel" logischer erscheinen. Versetzt man sich jedoch wirklich in einen Menschen, der komplett ohne Eltern oder elternähnliche Figuren aufwächst, ausschließlich unter Menschen mit ähnlicher Lebenserwartung, einen Menschen, der erst spät und nur ein paar Jahre lang erfährt, wie das Leben für normale Personen aussieht, dann scheint es logisch, dass sich die Klone ihrem Schicksal ergeben. Kämpfen kann man nur, wenn man sich ein Ziel vorstellen kann.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von RUMBURAK am 29. Juli 2013
Format: DVD Verifizierter Kauf
Nach dem Ende des Films hält man stumm inne, atmet tief durch.
Was für ein meisterhafter, grossartiger Film.
So überragend, verstörend und tief erschütternd wie es leider nur wenige Filmperlen gibt.
Ein Film, dessen trügerisch ruhige Erzählweise, seine phantastischen Schauspielerleistungen, seine bis ins Mark menschenverachtende, perfide Hintergrund- Geschichte so tief in die Seele trifft, dabei vollkommen unkitschig und auf dämonische Weise auch nicht allzu weit hergeholt, daß er mich noch lange in der Nacht beschäftigte.
Viele Themen werden hier aufgegriffen : Themen um die Verantwortung des Menschen, die Herabwürdigung des menschlichen Lebens auf ein Stück Ware, auf ein im wahrsten Sinne des Wortes Ersatzteillager.
In betörenden, zutiefst herzzereissenden Passagen, die die Fragen nach der moralischen ethischen Verantwortung einer hochtechnisierten Gesellschaft stellt in der Wissenschaftler Gott spielen können, wird uns hier das Schicksal einer Gruppe von Jugendlichen nahe gebracht, die quasi in einer Parallelwelt, einem behüteteten Internat in den siebziger Jahren aufwachsen.
Von der Außenwelt vollkommen abgeschottet, wirkt dies anfangs wie eine idyllisch schöne englische Eton-College Atmosphäre. Musizierstunden, Sportunterricht, erste zärtliche Liebe zwischen den Schülern und Schülerinnnen.
Doch wird dieser Flm grollend wie ein Unwetter seinen verhängnisvollen Lauf nehmen, und dies in einer selbstverständlichen Beiläufigkeit, daß man des öfteren seinen Augen und Ohren nicht traut.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Knackstedt am 2. Oktober 2012
Format: DVD
... erzählt Mark Romanek die Geschichte von Kathy(Carey Mulligan), Ruth(Keira Knightley) und Tommy(Andrew Garfield). Nach der Romanvorlage von Kazuo Ishiguro aus dem Jahr 2005 hat Romanek die bewegende Geschichte in Szene gesetzt. In einer fiktiven Vergangenheit führt uns die Story ins Internat Hailsham, in den 70er Jahren. Die Kinder dort scheinen in einer normalen Schule unterrichtet zu werden. Doch sehr früh müssen sie erfahren, dass ihr Leben nur einem einzigen Zweck dient: Sie sollen ihre lebenswichtigen Organe spenden, um damit anderen Menschen das Leben zu retten. Sobald sie erwachsen sind, stehen ihnen mehrere Organentnahmen bevor, ehe sie die "Vollendung" erreichen. Nur zu diesem Zweck leben sie.

Tommy passt nicht so recht in den Internatalltag. Der Junge ist jährzornig, schwierig und wird schnell zum Außenseiter degradiert. Nur Kathy zeigt ihm ihre Zuneigung. Als die Kinder älter werden, ist es jedoch die resolute Ruth, die Tommy für sich gewinnt. Als Teenager dürfen sie Hailsham das erste Mal verlassen und lernen die "wirkliche Welt" kennen. Dann trennen sich ihre Wege. Aber das Schicksal sorgt dafür, dass sich die drei Internatsinsassen wiedersehen werden. In einer Zukunft, die keinerlei Hoffnung für sie bereitzuhalten scheint...

-Alles was wir geben mussten- wird in Rückblenden, aus der Sicht von Kathy, erzählt. Der Film behandelt ein Thema, mit dem Romanautor Ishiguro einerseits schonungslos, hart und offen umgeht, andererseits aber komplett ohne Schock- oder abstoßende Szenarien auskommt. Vielmehr konzentriert sich Ishiguro auf die Charaktere von Ruth, Kathy und Tommy.
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