...sagt mein 5,5jähriger Sohn allabendlich. Seit drei Wochen. Im ersten Durchlauf habe ich ihm die 45 Geschichten an einem Wochenende vorgelesen, nun will er sie wieder und wieder hören.
Zum Buch selbst gibt es ja in anderen Rezensionen schon Infos, deshalb hier mal das Profil des begeisterten Zuhörers:
- Bilderbücher sind zu kurz
- Räuber Hotzenplotz und ähnliche Bücher sind zu wild
- Paul Maar ist sprachlich noch zu kompliziert
- komplexe, aufeinander aufbauende Erzählungen (Urmel) überfordern ihn noch
und das Resultat: "Mama? Du kannst mich mal eine Frage fragen!" Über dem Buch hat er verstanden, dass er auch antworten kann - nun haben wir viel Freude an einer umgedrehten Warum-Frage-Phase und mein Kind ist zum stolzen kleinen Philosophen geworden.
Traumhaft schöne Geschichten zu den kleinen und riesenhaften Problemen, die Kinder vor der Pubertät bewegen. Warum liest Papa immer Zeitung? Ist das Universum wirklich unendlich? Wo sind die Farben, wenn es dunkel ist? Woran erkennt man einen Freund? Und einen Fahrraddieb? Und sprachlich so rund, dass der dreijährige kleine Bruder, der sonst eher Henriette Bimmelbahn und Bobo Siebenschläfer bevorzugt, still dabeibleibt und zuhört.