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Alles unter Kontrolle?: Die Wiederentdeckung einer Führungsmethode
 
 
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Alles unter Kontrolle?: Die Wiederentdeckung einer Führungsmethode [Gebundene Ausgabe]

Dieter Brandes
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (9. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593375656
  • ISBN-13: 978-3593375656
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 434.564 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Zum richtigen Führen gehört auch richtig zu kontrollieren, das ist die unpopuläre These, die Brandes mutig -- und überzeugend -- vertritt. Auf den ersten Blick passt er damit überhaupt nicht in eine Zeit, in dem Vertrauenskulturen das neue Ideal sind. Doch der ehemalige ALDI-Manager macht schnell deutlich, dass er jede Kontrolle ablehnt, die nicht auf Vertrauen basiert. Und andererseits ist in der Wirtschaft auch überall der Klagegesang vom “Hätten wir nur...” zu hören. Unsinnige Projekte und Verschwendungen kosten Unternehmen jede Menge Geld, von Unfähigkeit oder gar Betrug gar nicht zu reden. Nick Leeson und die Barings Bank lassen grüßen. “Nach dem Scheitern kommt die Erkenntnis auf, dass man sich zu wenig gekümmert hat, sich nicht interessiert hat, nicht kontrolliert hat”, so Brandes. Blindes Vertrauen hält er für naiv, eine angemessene Kontrolle sichert Vertrauen sinnvoll ab.

Aber was ist angemessen? Nicht ohne Grund erinnert schon das Wort an sich an Obrigkeiten und Bespitzelung. Für Brandes ist klar: Totale Kontrolle ist genauso schädlich wie gar keine. Ungesund für das Unternehmen ist auch (wie der Titel schon andeutet) die Illusion, alles unter Kontrolle zu haben. Hart geht Brandes mit den bisherigen Methoden, Risiken zu vermeiden, ins Gericht. Risk Management? Führt zu Scheinsicherheiten. Man denkt, man hat alles im Griff -- bis einen die Wirklichkeit umhaut. ISO und Basel II? Bringen vor allem mehr Bürokratie, der Nutzen ist zweifelhaft. Aufwendiges Controlling und Reporting? Durch Massen von Zahlen bekommt man das Gefühl, man sei gut informiert. Bis um einen herum alles zerbröckelt. Die beste Lösung ist und bleibt für Brandes: Hingehen und vor Ort selbst nachschauen, ob und wie es läuft. Stichproben statt permanente Überprüfung.

Kontrolle ist für ihn eine Kernaufgabe guter Führung. Das heißt: Klare Ziele vorgeben, den Mitarbeitern Verantwortung geben, ihnen aber auch klar machen, dass sie für das, was sie tun, gerade stehen müssen. Kontrolle kann, so argumentiert er, sogar motivierend wirken -- denn kontrollieren heißt auch, sich für seine Mitarbeiter und ihre Arbeit zu interessieren. Die Mitarbeiter sind, so zeigt sich, oft dankbar, dass ihre Leistungen endlich mal bemerkt werden.

Sehr nützlich sind Brandes´ Umsetzungshilfen. Wer darf wen befragen oder kontrollieren, ohne dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt? Wer muss vorher informiert werden? Wer bekommt den Bericht? Auch Tipps, wie man Kritik übt, und Kataloge von Kontrollpunkten für verschiedene Funktionen im Unternehmen finden sich hier. Einzig die praktischen Beispiele von Kontrolle am Schluss sind nicht sehr anschaulich und arg ALDI-lastig geraten. -- Sylvia Englert

Pressestimmen

13.08.2004 / Handelsblatt: Kontrolle "Brandes weist mit Akribie nach, dass Kontrolle auch den Kontakt zwischen Führung und Angestellten befördern kann."

25.08.2004 / Financial Times Deutschland: Die Angst des Chefs vor seinen Mitarbeitern "Brandes' klar formuliertes Buch ist ein wichtiger Aufruf zum unverkrampften und aktiven Umgang mit dem wohl ältesten Führungsinstrument überhaupt."

19.10.2004 / Die Welt: Plädoyer für die Rückkehr zu einer alten Führungsstrategie "Ein nützlicher Ratgeber für Führungskräfte."

01.01.2005 / Personalführung: Kontrolliertes Vertrauen "Viele interessante Praxisbeispiele, lockere Schreibweise."

24.09.2005 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Kluge Kontrolle "Ein engagiertes Plädoyer für einen kooperativen Führungsstil."

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
"Die Redensart ‚Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser' ist dumm und falsch." Das sagt der Autor Dieter Brandes, dem zufolge dieser Satz bestenfalls einem Regelwerk zur Sklavenhaltung entstammen kann. Der ehemalige Aldi-Manager unterscheidet sehr genau zwischen Misstrauenskontrolle bzw. zwanghafter Fehlersuche und positiver, regelmäßiger Kontrolle als Aufgabe, der sich jede Führungskraft seiner Ansicht nach unterziehen muss, auch wenn es viel Vorbereitung und Mühe erfordert. Aufgeblähten Apparaten des "Risk-Managements" erteilt er dabei eine deutliche Absage (Brandes wörtlich: "digitale Deppen"). Stattdessen zeigt er klipp und klar den Weg zu positiv verstandener Kontrolle als vertrauensbildender Maßnahme, die der Motivation der Mitarbeiter dient. Außerdem geht er auf die bekannten Fälle von Kontrollversagen (von Enron über Parmalat bis zu WestLB und Berliner Landesbank) ebenso ein wie auf gelungene Praxisbeispiele positiver Kontrolle. Wir sind der Meinung, dass jeder, der in Wirtschaft oder Staat Verantwortung trägt, dieses Buch gelesen haben sollte.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das neue Buch von Dieter Brandes stellt eine echte Evolution dar gegenüber Vorgängerbüchern wie "Einfach managen" und "Konsequent einfach": Erstmals stellt Brandes nämlich hier die Paradigmen und Prinzipien des modernen, dezentralisierten, post-tayloristischen Managementmodells von Aldi explizit in einen grösseren, unmittelbar führungsrelevanten Zusammenhang: den der Kontrolle. Nur wenige Firmen können wohl von sich behaupten, bereits seit Jahrzehnten (wie Aldi) mit einer wahrhaft modernen Führungskonzeption zu arbeiten - nennen liessen sich in diesem Zusammenhang noch eine handvoll anderer „Sense-and-Respond"-Ausnahmeunternehmen wie Toyota, Southwest Airlines oder Svenska Handelsbanken. Den Allgemeingültigkeitsanspruch dieser modernen, für die meisten Firmen und Manager nach wie vor revolutionären Führungskonzeption aber einmal ganz eindringlich auf den Punkt zu bringen, darin liegt das grosse Verdienst von "Alles unter Kontrolle?".
Besonders erfreulich aus meiner Sicht ist, dass Brandes in diesem Buch auch erstmals deutlich die Verbindung zwischen dem Steuerungsmodell bei Aldi und „Beyond Budgeting" herstellt - dem dynamischen Managementmodell ohne Budgets, das seit einigen Jahren weltweit für Furore sorgt. Aldi kann sicherlich als das deutsche Paradebeispielbeispiel für eine über Jahrzehnte erfolgreiche, hochgradig anpassungsfähige und dezentralisierte Beyond Budgeting-Organisation gelten.
Das "Fallbeispiel Aldi", bis in die 90er Jahre noch als viel zu exotisch empfunden, wird vielleicht gerade durch die Aufklärungsarbeit von Dieter Brandes und die Einordnung in grössere Zusammenhänge wie „moderne Kontrolle" und Beyond Budgeting nun endlich für alle Firmen verständlich und nachvollziehbar.
Insgesamt ein wichtiges und aufregendes Buch. Noch dazu höchst angenehm lesbar. Einziges Manko vielleicht für die Brandes-Vielleser unter uns: einige kleine inhaltliche Überschneidungen mit Vorgängerwerken wie „Einfach managen".
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Um es gleich vorweg zu nehmen: dies ist kein Buch über Controllingmethoden (wie der Titel vielleicht manchem fälschlicherweise suggeriert), sondern über die Grundprinzipien erfolgreicher Führung. Es ist ein Plädoyer für eine Renaissance einer Führungsmethode, die Dieter Brandes selbst erfolgreich als Manager bei ALDI angewandt hat.

Dieses Buch richtet sich an Praktiker, an jeden Manager mit Führungsverantwortung und adressiert ein Thema, das in den letzten Jahren in der Unternehmenswelt wohl eher zu kurz gekommen ist: dass sich erfolgreiche Führung - sei es die des Abteilungsleiters gegenüber seinen Mitarbeitern, die des Unternehmenschefs gegenüber seinen Bereichsleitern, oder des Aufsichtsrates gegenüber der von ihm zu überwachenden Geschäftsleitung - nicht einfach nur auf Zahlen stützen kann oder an Stabstellen delegierbar ist. Erfolgreiche Führung erfordert stattdessen immer auch das persönliche „Kümmern" des Vorgesetzten, damit die für den Unternehmenserfolg wichtigen Lernprozesse stattfinden, Untergebene mit Selbstvertrauen und unter wirklicher Führung agieren können, und dem Vorgesetzten für das erfolgreiche Management wichtige Details bekannt werden.

In Teil 1 des Buches zeigt Brandes, wie mangelnde Kontrolle zu Versäumnissen, Fehlern und Katastrophen führen kann und analysiert die Ursachen. In Teil 2 begründet er die Rolle richtig verstandener Kontrolle - jener Kontrolle, die Vertrauen begleitet. Richtig verstandene Kontrolle ist eine Führungsaufgabe mit dem Ziel, Mitarbeiter erfolgreich zu machen und dafür die bestmöglichen Bedingungen zu gestalten. Dies erfordert jedoch die Kenntnis der Vorrausetzungen und Bedingungen guter Führung. Nach Dieter Brandes sind dies: Dezentralisation, Delegation, Autonomie, Mut zum Fehler machen, Angst nehmen, klare Ziele formulieren, sowie Versuch und Irrtum zulassen - was er anhand vieler Beispiele aus dem Unternehmens- und Führungsalltag erläutert. Teil 3 schließlich ist der wohl für den Praktiker wertvollste Teil: es wird eine Anleitung für die Umsetzung mit konkreten Tips geliefert - z.B. zum Erstellen eines persönlichen Kontrollkonzepts und Kontrollplans. Auch wird z.B. eingehend erläutert, wie die Arbeit und Leistung eines Einkäufers zu kontrollieren und zu beurteilen ist.

Mit „Alles unter Kontrolle" hat Dieter Brandes sein bisheriges Meisterwerk vorgelegt, denn das Buch ist nicht nur ein Appell, sondern ein Leitfaden für die konkrete Umsetzung. Es ist ein Muss für jede Führungskraft und für diejenigen, die es werden wollen, aber auch interessant für Controller und Personalfachleute, die mehr über die Führungs-Best-Practice ihrer internen Kunden, der Manager, verstehen wollen.

Darüber hinaus könnte auch jeder, der in anderen Lebensbereiche mit Führungsanforderungen konfrontiert ist, also in Kindererziehung, Schule, Wissenschaft, Staat usw. von diesem Buch profitieren. Denn wie der Autor in seinen Schlussbemerkungen richtig feststellt, gehört die von ihm in diesem Buch vorgestellte Führungsmethode Kontrolle auch in diesen Bereichen zu den wesentlichen Erfolgfaktoren.

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