Nicht erst seit den gewalttätigen Übergriffen in den U-Bahn-Stationen der Großstädte ist die Jugenddelinquenz als gewaltiges Problem ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Doch was lässt sich tun um zumindest die Wiederholungstaten zu bekämpfen?
Ein interessantes Projekt hierfür sind die "Häuser des Jugendrechts", wie sie in den letzten Jahren in einigen Städten entstanden sind.
Über die Konzeption einen solchen Haus des Jugendrechts, dem JuReLu in Ludwigshafen und der Rolle der Jugendgerichtshilfe in diesem Projekt,sowie den ersten Praxiserfahrungen der Beteiligten gibt dieses Buch intensiv Auskunft. Hierbei hat es mir sowohl aufgrund des fachlichen Inhalts, als auch durch die für ein Fachbuch erstaunlich gute Lesbarkeit ausgesprochen gut gefallen. Ich habe das Buch von Anfang bis Ende mit großem Interesse gelesen.
Als besonders positiv empfand ich, dass das Buch sich nicht allein mit der Konzeption des JuReLu auseinandersetzt (diese wird zwar detailliert vorgestellt, jedoch nicht als ganzes evaluiert).
Vielmehr liegt der Schwerpunkt auf der Evaluation der Erwartungen vor Projektbeginn, sowie der ersten Praxiserfahrungen der beteiligten Jugendgerichtshelfer im Verlauf des ersten Projektjahres, also auf zuverlässigen Quellen der Menschen, die Tag für Tag Vor- und Nachteile des Projektes hautnah erfahren.
Wer sich näher über dieses Thema informieren möchte, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.