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Alles umsonst: Roman [Taschenbuch]

Walter Kempowski
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

5. Mai 2008
Walter Kempowskis großer Roman zum Thema Flucht und Vertreibung

Ostpreußen im Januar 1945: Alles ist in Auflösung, Flüchtlingsströme wälzen sich in Richtung Westen. Nur auf dem Gutshof der von Globigs scheint die Welt noch heil zu sein. Bis auch hier die Ordnung zusammenbricht. Wohl niemand ist berufener als Walter Kempowski, der „Chronist des Jahrhunderts“ (Die Zeit), das Drama der Flucht aus Ostpreußen in einem großen Roman darzustellen. Auf bemerkenswert unideologische Weise setzt er sich ohne Schuldzuweisung und moralische Wertung mit diesem schwierigen Kapitel deutscher Vergangenheit auseinander.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (5. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442737567
  • ISBN-13: 978-3442737567
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 26.399 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dieses Buch zeigt, dass Literatur etwas kann, was Historiker nicht vermögen." (Andreas Isenschmid, Neue Zürcher Zeitung)

"Der große Walter Kempowski hat ein weiteres Mal das fast Unmögliche, das fast nie Gelingende geleistet: einen vollkommen überzeugenden historischen Roman." (Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung)

"Walter Kempowski hat einen meisterlichen historischen Roman geschrieben. Sein Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite eine einzige Wohltat sachlicher wie stilistischer Angemessenheit." (Andreas Isenschmid, Neue Zürcher Zeitung)

Klappentext

"Dieses Buch zeigt, dass Literatur etwas kann, was Historiker nicht vermögen, geschweige denn die Debattierkanonen des Feuilletons."
Andreas Isenschmid, Neue Zürcher Zeitung

"Dieses Buch zeigt, dass Literatur etwas kann, was Historiker nicht vermögen."
Andreas Isenschmid, Neue Zürcher Zeitung

"Der große Walter Kempowski hat ein weiteres Mal das fast Unmögliche, das fast nie Gelingende geleistet: einen vollkommen überzeugenden historischen Roman."
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung


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58 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der große Treck, die Flucht, für viele "alles umsonst". 11. September 2006
Von gigunelsa VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Alles fängt recht harmlos an: Der Gutshof Georgenhof der Familie von Globig in Ostpreussen wird beschrieben, seine Bewohner und Besucher einzeln vorgestellt, die weltfremde schöne Gutsbesitzersgattin Katharina, das schrullige, aber resolute Tantchen, der 12-jährige Sohn Peter, um den sich eigentlich keiner so recht kümmert. Ausser der täglich zu Besuch eilende Studienrat Wagner, ein alter Herr, dem das Deutsche sehr wichtig ist.

Es ist der letzte Kriegswinter, 1945, Kälte, Eis und Schnee herrschen in Mitkau und Umgebung. Die Gutshof-Bewohner und deren Freunde leiden jedoch keine Not. Der Vater, Eberhard, ist zwar in Italien, kriegsbedingt, aber bisher ist niemandem etwas Schlimmes passiert.

Bis plötzlich in der Ferne Geschützdonner zu hören ist, "der Russe kommt" und der unendlich lange Treck der Flüchtenden am Georgenhof vorbeizieht. Zunächst findet man es ganz interessant, bekommt dann auch Einquartierung. Bis plötzlich, durch eine abenteuerliche, unüberlegte Handlung Katharinas, alles auseinanderbricht. Hinzu kommt nun auch noch die Flucht der Familie von Globig, von jetzt auf nachher beschlossen, ohne auf die Mutter zu warten.

Und ab da geschehen Ungeheuerlichkeiten, die sich dem Leser um so gnadenloser einprägen, als sich die Form des Erzählens in keiner Weise ändert, wohl aber der Inhalt!!

Walter Kempowski schreibt Sätze hin, dass man Gänsehaut bekommt, aber in einer ebensolchen Sachlichkeit, fast Indolenz, wie er sein Tagebuch "Im Block" geschrieben hatte.

Er versteht es meisterhaft, in einem Satz, bestenfalls mit noch einem Nebensatz, einen Menschen zu charakterisieren, dass man ihn förmlich vor sich sieht. Ja, sogar mit den Satzzeichen arbeitet er, mal ein Fragezeichen hinter einem Satz, wo eigentlich keines hingehört, mal Ausrufungszeichen gezielt eingesetzt.

Für mich ist er der größte zeitgenössische Erzähler überhaupt, er schafft es auf seine Weise, dass nichts in Vergessenheit gerät von der deutschen Geschichte.
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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen damit nicht alles umsonst ist 13. September 2006
Von Ulf Evers VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Romanhandlung umfaßt den Zeitraum Januar bis Anfang Mai 1945 und endet mit der Abfahrt des letzten Flüchtlingsschiffes aus Ostpreußen.

Kempowski gelingt es in seiner unvergleichlichen Art, diesen Zeitraum zu beschreiben ohne Larmoyanz, ohne Anklage – im Gegenteil, es gelingt ihm durch ungeheuren Detailreichtum alle Seiten abzubilden.

Dieser Roman ist sicher kein Buch für Funktionäre von Vertriebenenverbänden, eher ein Buch für Nachgeborene, die sich nicht staubtrocken informieren, sondern Informationen gut verpackt dargeboten bekommen wollen.

Der bereits angesprochene Detailreichtum wundert angesichts Kempowskis Arbeit an dem Echolot-Projekt nicht, aber wie er sie verpackt die Details ist in der deutschen Literaturlandschaft sicher einmalig.

Was soll man sagen: Gut dem Dinge!
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Nimmerwiedersehen 31. Juli 2008
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Walter Kempowski, der so lange unterschätzte große Chronist der deutschen Nachkriegsgeschichte hat sich unmittelbar vor seinem Tod an eines der schwierigsten Kapitel der jüngeren Vergangenheit herangewagt: an die Geschichte der Flucht und Vertreibung von Millionen Deutschen aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen. Wie kontrovers dieses Thema noch immer behandelt wird, zeigen die Konflikte um das "Zentrum gegen Vertreibung", in dem zahlreiche Stimmen auch in Deutschland ein Instrument des Revisionismus sehen.
Der vorliegende Roman lässt sich auf diese Frontstellungen überhaupt nicht ein, er bietet kein Gesamtpanorama, keine Gesamtbewertung sondern stellvertretend für alle anderen verlorenen Gebiete das mit Liebe und Melancholie gezeichnete Bild der letzten Tage Deutschlands in Ostpreußen.
Die Handlung des Romans setzt ein mit der Jahreswende 1944/5, die Russen stehen bereits an der Grenze, doch die Front erstarrt in trügerischer Ruhe. Auf Gut Georgenhof in der Nähe der Ortschaft Mitkam wird noch einmal Weihnachten gefeiert, als wären die Zeiten noch normal. Die Herrin des Hauses, die schöne, weltabgewandte Katharina von Globig, die Verwalterin des Gutes, das "Tantchen" und der 12jaehrige Peter als Sohn des Hauses beten, essen und musizieren und denken an Vater Globig, der als Wehrmachtsoffizier in Italien weilt. Wie ein Miniaturisierung der alten deutschen Suprematie in Osteuropa wirkt die Zusammenstellung des restlichen Hauspersonals: der treue Pole Wladimir versieht die Stall- und Hausmeisterdienste, und zwei ewig zänkische Mädchen aus der Ukraine versorgen die Küche.
Zuerst will die Handlung nicht recht in Schwung kommen, dann aber merkt man, dass sie einer Schlinge gleicht, die sich immer enger um die kleine Gemeinschaft von Mitkau zusammenzieht. Zuerst erscheinen nur vereinzelte, versprengte Wanderer aus dem Osten, die noch freundlich aufgenommen und beköstigt werden, dann setzt Anfang Januar 1945 das Donnergrollen der wieder erwachten Front ein, und der Flüchtlingsstrom schwillt an. Ein ganzer Querschnitt der Ostgesellschaft wird nun auf Hof Georgenhof einquartiert, ein unverschämter baltischer Baron aus Riga, dann einfache Baltendeutsche, schließlich eine immer weiter anschwellende Armada von Flüchtlingstrecks, die kommen, schlafen und weiterziehen. Kontrolliert und geplant wird die schrittweise Evakuierung vom Naziwart Drzygalski, der jede Spur von Defaitismus verfolgt und mit seinen Evakuierungsbescheiden höchst sparsam umgeht ( Am Ende wird er abhauen und seine kranke Frau einfach zurücklassen ). Inmitten dieser zunehmenden Fluchtbewegungen verharren die Verhältnisse auf Gut Georgenhof in scheinbarer Beständigkeit. Der kleine Peter lauft mit seinem Mikroskop durch die Gegend und beäugt merkwürdig unbeteiligt die Dinge aus allen nur möglichen Distanzen, das "Tantchen" versucht das Ausmaß der Diebstähle in Grenzen zu halten, nur die Gutsherrin Katharina last sich in einem sentimentalen Moment vom Dorfpfarrer dazu überreden, einen flüchtigen Juden für eine Nacht zu beherbergen.
Erst als die russische Front näherrückt und die Beherbergungsaktion Katharina von Globigs auffliegt, geraten die Dinge in Bewegung. Die Mutter wird verhaftet, "Tantchen", Peter, der Pole Wladimir und eine der beiden Ukrainerinnen packen ihre Sachen und schließen sich den Flüchtlingstrekks an. Nacheinander kommen dabei alle um, überrollt, von Bomben getroffen, erschossen wie die Mutter Katharina, aufgehängt wie der Pole Wladimir, kaum eine Todesart bleibt ausgespart auf dem Treck der Millionen, der doch nur in die Irre führt, weil im Westen die Russen bei Allenstein bereits den Weg ins Reich versperren. Am Ende schafft es nur Peter bis ans Meer, er erhält sogar einen Platz auf einer Barkasse für ein Flüchtlingsschiff, wobei aber unklar bleibt, ob er die Fahrt über die Ostsee überleben oder Opfer eines russischen Torpedoangriffes werden wird.
Damit endet das Buch und lässt den Leser ein wenig ratlos zurück. Wer Spektakuläres über Nazigräuel und die Exzesse der Roten Armee erwartet hat, wird enttäuscht, beides bildet nur das Bühnenbild für den Abschied eines ganzen Volkes aus seiner Heimat. Die Vielfalt dieses Volkes wird in Form zahlreicher psychologisch sparsam aber effektvoll in Szene gesetzter Figuren charakterisiert. Werturteile, Gejammer oder Anklagen wird man in dem Roman vergeblich suchen. Dafür ist es voller schmerzhaft einprägsamer Bilder, die man nicht so schnell vergessen wird - etwa die Evakuierung der Alten und Gebrechlichen mit ihren Schläuchen und Kathedern auf baufälligen Karren oder der endlose Bandwurmzug der Flüchtlinge - vom Hügel eines stolzen Dichterhauses aus gesehen, dessen Besitzer schon längst das Weite gesucht hatte. So endet nicht nur die deutsche Geschichte in Ostpreußen, mit diesen Bildern und Sentenzen endet auch dieser Roman Leben des großen Autors Walter Kempowski, und beider in Trauer und Respekt zu gedenken, muss erlaubt sein.
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5.0 von 5 Sternen Ein echter Kempowski.... ein MUSS!
Ein wahnsinnig tolles Buch-
ich habe es mir für eine Urlaubsreise auf meinen Kindle aufgelasen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von M. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch
Ich habe seit vielen vielen Jahren keinen Roman von Kempowski mehr gelesen, früher natürlich mal die Tadellöser-Trilogie, später dann seine (sehr unterhaltsamen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2011 von Jasmin Thelen
4.0 von 5 Sternen WOHER - WOHIN ?
Vorausschickend zum SELBERLESEN des Autors: sehr anstrengend zum Zuhören! Punkte werden ignoriert und die Stimmlage - immer dieselbe! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2010 von audiobookfan H.
5.0 von 5 Sternen Wie eine Flut, die alles mit sich reißt
Wie eine langsam anschwellende Flut, gleitet die Erzählung, von einer noch im Januar 1945 beinahe heilen Welt auf einem ostpreußischen Gutshof, hin zu einer menschlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2009 von Majken75
1.0 von 5 Sternen Wirklich alles umsonst?
Walter Kempowski, der große Chronist der deutschen Nachkriegsgeschichte, hat sich unmittelbar vor seinem Tod an ein schwieriges Kapitel der jüngeren Vergangenheit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juli 2009 von BERTHA
5.0 von 5 Sternen Alles umsonst
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Veröffentlicht am 21. Juni 2009 von Sebastian Ottmann
5.0 von 5 Sternen Kempowski, Alles umsonst
Heute ist es kaum zu glauben, wie gutgläubig naiv die Menschen auch zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. April 2009 von Claus Hinrichsen
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Es heisst, es sei eine Geschichte der Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Ostpreussen. Von Vertreibung ist allerdings wenig zu sehen, von Flucht schon. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2009 von garrulus
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Am Anfang bin ich immer wieder über die vielen Fragezeichen "gestolpert", noch nie habe ich einen Roman gelesen, wo so viele Fragezeichen vorkommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2009 von Milchbart
5.0 von 5 Sternen sehr zu empfehlen
dieses buch zu lesen war ein genuß für mich. mein erster kempowski, aber bestimmt nicht mein letzter!
der autor hat einen bemerkenswerten stil. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. August 2008 von rosa mund
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