Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach nur Fantastisch!, 18. September 2006
Zuvor: Das Buch habe ich (noch) nicht gelesen, habe einen Trailer von dem Film gesehen und bin dadurch neugirig geworden.
Und was wurde ich belohnt! Ein Film abseits jeglichen Hollywood-Einheitsbreis, der es schafft, mit wundervollen Aufnahmen und ausgezeichneten Schauspielern zu überzeugen. Eine Geschichte, die von Anfang an fesselt, spannend erzählt wird und mit grandiosen Humor unterlegt ist. Tragik und Komik wechseln sich geschickt ab, so das man teilweise ein wenig in seinen Emotionen hin und hergerissen ist. Dabei ist zu erwähnen, das der Humor niemels flach oder albern ist, aber trotzdem (oder wohl gerade deswegen) stellenweise herzlich gelacht werden kann.
Alles im Allen ein wunderschönes Werk, das eigentlich alles enthält, was einen guten Film ausmacht. Großen Respekt an Liv Schreiber, der hier sein Regiedebüt abliefert und dabei ganze Arbeit geleistet hat!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
starkes und großes Kino, 7. Dezember 2007
Der junge amerikanische Jude Jonathan (Elijah Wood), fanatischer Sammler von Erinnerungsstücken, macht sich in der Ukraine auf die Suche nach einer Frau namens Augustine, die seinem Großvater während des Zweiten Weltkrieges das Leben gerettet haben soll. Jonathan will Augustine finden und den Ort Trachimbrod, aus dem seine Familie stammt. Gemeinsam mit seinem Reiseführer, einem alten Ukrainer, dessen Enkel Alex als Dolmetscher, ihrem Hund Sammy Davis jr. jr. und einem alten, hellblauen, klapprigen Trabant, macht sich Jonathan auf eine Reise in seine Vergangenheit. Der 2001 erschiene Debütroman des jungen Jonathan Safran Foer (Jahrgang 1977) wurde passenderweise von einem Regie-Debütanten vefilmt: dem erfolgreichen Schauspieler Liev Schreiber (Jahrgang 1967). Schreiber war die Adaption ein großes Anliegen, denn zu der Zeit als er eine Kurzfassung des Romans zugeschickt bekam, schrieb er gerade an einem Text über seinen in der Ukraine verstorbenen Großvater. Kameramann Matthew Libatique gelingt es in ausdrucksstarken Bildern eine fast magische Odyssee durch die melancholischen Landschaften der Ukraine auf die Leinwand zu bannen. Der Film gewinnt in seinem Verlauf immer mehr Faszination und Stärke. Wenn sich die 3 Männer am Ziel ihrer Reise befinden und die Fäden der Geschichte zusammenlaufen, wird nicht nur Jonathan erleuchtet werden, sondern alle Beteiligten. Dann ist der Film richtig stark und großes Kino. Elijah Wood füllt seine Rolle als introvertiert-neurotischer Jonathan voll aus. Ihm stehlen sowohl Eugene Hutz, Mitglied der ukrainischen Zigeuner-Punk-Band Gogol Bordello, als auch der in Russland geborene Boris Leskin beinahe die Show. Gerade an Leskins Gesicht kann man sich kaum satt sehen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine hochwertige Film mit tiefer Berührung, 19. Juni 2007
Alles ist erleuchtet - von einem Licht, das aus der Vergangenheit stammt und die Gegenwart erhellt. Doch nicht jedes Licht wärmt. Manchmal macht es einfach nur die Kälte sichtbar, die vor langer Zeit in ein Leben eindrang und sein Feuer langsam doch stetig verlöschen ließ. Und es macht Dinge sichtbar von denen man sicht manchmal wünscht, sie wären besser im Dunkel der Erinnerung geblieben.
Und so wandelt sich das Road-Movie von der anfänglichen Komödie um ein skurriles Trio ganz ohne Bruch zur berührenden Tragödie um Liebe, Schicksale, Schuld und Sühne. Hier auch ein ganz kleines Minus für das Drehbuch: die Motivation des Großvaters für sein Handeln am Filmende ist durch das Filmgeschehen wenig nachvollziehbar - es sei denn, sein Vergehen wäre das des zugrunde liegenden Buches gewesen. So aber wirkt sein Handeln etwas überzogen und der "Tat" unangemessen.
Wirklich besonders erwähnenswert ist das Spiel der vier Hauptakteure, inklusive Hund Samy Davis jr. jr. Schon Elijah Wood spielt großartig, doch seine beiden ukrainischen Mitspieler gestalten ihre Parts einfach grandios, vermitteln die anfängliche Komik ebenso intensiv und glaubwürdig wie die spätere Tragik. Erwähnenswert sind noch die Kamera-Arbeit mit sehr schönen Einstellungen der ukrainischen Landschaften und der folkloristisch angehauchte Soundtrack, der ebenso wandelbar daherkommt wie der ganze Film.
Alles ist erleuchtet ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Mainstream-Kino. Voll schräger Charaktere ohne festgelegte Gut/Böse-Rolleneinteilung, mit wechselnder Linie von Komödie zu Tragödie, gedreht an völlig glanzlosen Schauplätzen und ohne Happy End. Insofern wäre das auch ein prima Film für die Gebrüder Coen geworden (Fargo, O Brother where are though?). Aber gerade darum wurde daraus eine so hochwertige Film mit tiefer Berührung!
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