Nach "Früh übt sich..." und "Der Business Elmayer" hat Österreichs Benimm dich-Papst Thomas Schäfer-Elmayer (einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden als Juror bei den Dancing Stars) beim Ecowin Verlag seinen mittlerweile dritten Etikette-Ratgeber vorgelegt und diesmal als regelrechtes Lexikon des guten Benehmens. Von A bis Z, mit allerlei Querverweisen und nach knapp 200 Seiten einem ausgedehnten Anhang, ist "Alles, was Sie über gutes Benehmen wissen müssen" nun der ultimative Elmayer.
Aufgebaut ist das Buch tatsächlich wie ein Lexikon und mit diesem Konzept hat man sich auch sehr ausführlich auseinandergesetzt. In jedem Abschnitt wie bereits bei ACCESSOIRES findet sich all das in Großbuchstaben geschrieben was sich weiterführend finden lässt. Abschnitte wie zum Thema ESSEN führen daher schon zu einer Vielzahl anderer Kapitel weiter, wie SITZEN, BESTECK, KINDER, TAFELFREUDEN oder VISITENKARTEN. Aber der jüngste Elmayer glänzt nicht nur dadurch seine beiden Vorgänger zusammengeführt und ergänzt zu haben, er ist auch aktueller und wenn man will sogar allgemeiner angelegt. Selbst Ausführungen zur Internetnutzung (mit Maß und Ziel) lassen sich finden. Wer allerdings ausführlichste Erläuterungen zu allem erwartet wird wohl enttäuscht, Feng Shui oder die Farce sind etwa äußerst geraten. Ergänzt werden Elmayers Erläuterungen zudem von Zeichnungen des Karrikaturisten Thomas Wizany.
Fast noch wichtiger als das 200seitige Etikette-Lexikon erweist sich vielleicht für manchen das was in den Anhängen zu finden ist, etwa eine konkrete Liste mit Anreden für Aristokraten, Akademiker und Co (in Englisch und Deutsch).
Einen kleinen Geschichtsexkurs dazu warum ausgerechnet Tanzschulen und Tanzmeister sich für die Belehrung in Sachen Etikette verantwortlich zeichnen hat Elmayer seinem Lexikon vorangestellt. Dabei erwähnt der Erbe der legendären Wiener Tanzschule Elmayer aus Bescheidenheit wohl nicht in welcher Tradition er selbst steht. Die Tanzschule Elmayer kann sich nämlich auf eine lange Tradition und einen exzellenten Ruf stützen (auch wenn dieser durch Elmayers Publicity-Auftritte der letzten Jahre angeschlagen sein soll), wurden doch selbst die Söhne von Ministern und Bundeskanzlern (prominentestes Beispiel ist sicher Kurt Schuschnigg jun.) der Ersten Republik bereits durch sie in die Wiener Gesellschaft eingeführt.