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Alles glitzert
  
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Alles glitzert [Pappbilderbuch]


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Produktinformation

  • Pappbilderbuch
  • Verlag: München : Kunstmann, (2006)
  • ASIN: B002CDMUZG
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Véronique Ovaldé
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wir befinden uns auf einer arktischen Insel im hohen Norden Kanadas in einer Siedlung namens Koukdjuak. Die Menschen dort leben seit Generationen von der Jagd und vom Fischfang, bis eine "Fabrik" dort eröffnet wird, die vor allem den Männern Arbeit und Brot gibt. Sie hat keinen Namen, diese Fabrik, aber bald wird deutlich, daß dort giftige und hochradioaktive Stoffe bearbeitet und verbrannt werden. Schiffe kommen mitten in der Nacht und entladen ihre lebensgefährliche Last und fahren lautlos wieder ab.

Die Fabrik verändert die jahrhundertealten Traditionen der Menschen in Koukdjuak. Der Alkohol und die Prostitution halten Einzug. Doch erst als das "Große Unglück" passiert, kommen sie etwas ins Nachdenken. Nikko, die Ich - Erzählerin dieses kleinen, aber wundervollen Romans überlebt als einziges Kind. Alle anderen Babys die damals geboren wurden, sterben nach wenigen Monaten oder Jahren.

Nikkos Vater, mittlerweile dem Alkohol verfallen, ist für die Eisstraßen verantwortlich und Nikko begleitet ihn oft bei dieser Arbeit und lernt viel. Doch eines Tages ertrinkt eine ganze Familie, weil Nikkos Vater geschlampt hat. Daraufhin verschwindet der Vater spurlos.

Nikko muß seit dem Unglück jeden Tag drei Pillen nehmen, die vom Festland geliefert werden, doch nachdem ihr Vater verschwunden ist, fängt sie an, diese Pillen zu vergraben.

Eines Tages kommt ein Mann ins Dorf. Er nennt sich Paul C. und ist irgendein Umweltaktivist, der versuchen möchte, den Leuten dort zu helfen und die näheren Umstände des lange zurückliegenden Unglücks in der Mülldeponie aufklären und den Menschen zu Schadensersatz verhelfen möchte. Doch er dringt nicht wirklich zu den Menschen durch, auch nicht, als diese sich an einen Major erinnern, der vor vielen Jahren schon einmal Licht ins Dunkel bringen wollte, und dabei sein Leben ließ.

Die einzige Möglichkeit, von diesem verfluchten und vergifteten Ort wegzukommen, ist für Nikko eine Beziehung zu einem der blonden Arbeiter in der Fabrik. Sie wird von einem von ihnen schwanger und bringt ein Kind zur Welt, bei dem sich bald schwerste Behinderungen zeigen, Folge ihre eigenen Verseuchung nach dem großen Unglück. Nun will ihr Mann von einer Übersiedlung auf das Festland nichts mehr wissen und Nikko nimmt die Sache in ihre eigenen Hände. Sie flieht eines Nachts zusammen mit ihrem Kind über eine der Eisstraßen, als plötzlich ein Blizzard aufkommt....

Véronique Ovaldé hat mit diesem Roman ein kleines Meisterwerk geschaffen, das vor dem Hintergrund einer großen Umweltkatastrophe von einer archaischen Welt erzählt und von dem tragischen Befreiungsversuch einer jungen Frau.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszinierend verstört... 21. November 2006
Format:Gebundene Ausgabe
...ist das erste was mir zu Véronique Ovaldés Roman Alles glitzert einfällt. Ein verzweifelter Befreiungskampf erzählt aus der Sichtweise eines heranwachsenden Kindes bis hin zur jungen Frau, vor dem Hintergrund einer geheimnisvollen und geschichtenumworbenen Katastrophe.

Nikko ist das einzige überlebende Kind nach einer ökologischen Katastrophe, daher sehen die Dorfbewohner sie als mystisch und geheimnisvoll. Man schreibt ihr Zauberkräfte zu und hält sich von ihr fern. Nikko selbst träumt von der Flucht aus dieser katastrophalen Welt, hört auf, die ihr verschriebenen Pillen gegen das Gift in ihren Körper zu nehmen, träumt vom Ende des ewigen Eises, in welchem sie lebt, und von einem weißen, blondhaarigen Retter und tut dabei ganz bewusst unheimlich. Zeigt sich in der traurigen, kleinen Rolle, in der man sie so gerne sieht.

Doch bevor sie in die Welt mit blauen Kaninchen, die auf neongrünem Gras hüpfen entfliehen kann, muss sie noch einiges ertragen. Nicht zuletzt einen brutalen Vater, viele destruktive Liebesbeziehungen und einen gewalttätigen Ehemann.

Ich habe das Buch im Übrigen auf Deutsch gelesen, einen Stern Abzug gibt es deswegen, weil es durchaus Passagen gibt, wo man sich langweilt.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwer zu ertragen 22. Juli 2011
Von A. Merkle
Format:Gebundene Ausgabe
Eine abgelegene Insel im Nordmeer. Eine Fabrik, die einen katastrophalen Umweltunfall verursacht hat, der die Inuitbevölkerung vergiftet und erst die Fische, dann die Hunde und schlussendlich alle neugeborenen Babies elendig zugrunde gehen lässt. Nur Nikko, die Protagonistin überlebt und wird seither von allen gemieden, da sie ihnen unheimlich ist. Der Roman beschreibt ihre Sehnsucht, wegzugehen und ihren Weg dahin und gleichzeitig die unheimlichen Auswirkungen, die die totgeschwiegene Katastrophe auf die Gemeinschaft der Inuit hat.

Zwar streut Ovaldé immer wieder sehr poetische Beschreibungen der Schneelandschaft ein, die mir sehr gut gefallen haben - aber insgesamt ist mir das Buch zu schwermütig. Es ist schwer, die allgegenwärtige Hoffnungslosigkeit, Gewalt und Apathie in so geballter Form zu ertragen.
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