Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 5.03.2006
[...] Juli Zeh und Daniel Kehlmann beherrschen also nicht bloss ihr Handwerk, sondern haben auch keine Scheu vor Engagement und Begeisterung. [...] Neben der Befindlichkeitsprosa der Autoren-Generation Trash & Tiefkühlsex ist das eine echte Wohltat. [...] Juli Zeh versteht es Zeitkritik und Politik literarisch zu verflechten, ohne altklug zu nerven. Selbst scheinbar trockene Themen wie Überlegungen zur Sprache der Juristen, der preisgekrönte Essay "Justitia in Schlaghosen" zum Thema Recht und Wandel oder ein Plädoyer für die Schriftstellerei als (teilweise) erlernbarer Beruf sind Belege für ihr luzides Denken und Schreiben. NZZ am Sonntag
Kurzbeschreibung
Gibt es eine Demokratie ohne Nebenwirkungen? Finden sich auf dem Europäischen Markt noch Tabus made in Germany? Warum langweilt uns die Pornographie? Kann man schreiben lernen, hat die Literatur noch etwas zu erzählen, und worin liegt der psychologische Nutzen von Altpapier?Juli Zeh, eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Generation, Juristin und Querdenkerin, räumt auf mit dem Klischee der Politikverdrossenheit und bezieht Stellung zu den viel diskutierten Fragen unserer Zeit.Alles auf dem Rasen versammelt 30 hellsichtige Beiträge zu Gesellschaft, Politik, Recht und Literatur. Kapitalismusdebatte und Kanzlerinnenfrage, Generationenvertrag und Globalisierung werden ebenso hinterfragt wie (Traum)Frauen, Fräuleinwunder und der »permanente Zweifelsfall der Liebe«.Juli Zeh berichtet von den ehemaligen Kriegsschauplätzen auf dem Balkan und untersucht die Befindlichkeiten im »neuen« Europa: einem Kontinent zwischen Resignation und Zuversicht, wo nichts geht, aber alles funktioniert.Kein Roman. Aber eine kritische Inventur der Wirklichkeit: pointiert, humorvoll, hintergründig, philosophisch - und niemals langweilig.
Klappentext
"Überzeugend, wie Juli Zeh vorführt, wie man sich ein Verhältnis zu seiner Welt erarbeiten kann und dass dies ein unendlicher Prozess bleiben muss, bei dem der Weg interessanter ist als die eine große Wahrheit, die womöglich hinter dem Horizont wartet."
Deutschlandradio
Deutschlandradio
"Man braucht beide Arten der Berichterstattung, um die Wirklichkeit darzustellen, den Journalismus und die Literatur, hat Juli Zeh einmal gesagt. Und daran hält sie sich, diese bemerkenswerte Autorin."
NDR
"Juli Zeh beobachtet präzis und erzählt poetisch kraftvoll."
Neue Zürcher Zeitung
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Über den Autor
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Bücherpreis" (2002), dem "Rauriser Literaturpreis" (2002), dem "Hölderlin-Förderpreis" (2003), dem "Ernst-Toller-Preis" (2003), dem "Carl-Amery-Literaturpreis" (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). Sie lebt heute in Leipzig.