Ansprechender Lesestoff aus der Ich-Perspektive für junge Mädchen, denen die eigenen Lebenswelt auch manchmal zu eng vorkommt.
» Leser, geh nicht nach London ohne dieses Buch! Zoe ist 17, lebenshungrig und auf der Suche nach sich selbst und ihrer Herkunft. Woher? Wohin? Die durchschnittliche Abnabelungswut Jugendlicher wird hier dadurch gesteigert, dass Zoe einerseits von ihren Eltern betrogen wurde (sie haben ihr nicht gesagt, dass sie ein Adoptivkind ist) und dass Zoe es andererseits mit drei Müttern zu tun hat (der Gastmutter in London, der Adoptivmutter in München und der leiblichen Mutter in Griechenland). Es ist erstaunlich, wie die Autorin die »normalen Nöte« heutiger Jugendlicher dank der Adoptionsthematik steigert und eine unvergessliche und in der Jugendliteratur wohl auch einmalige Identifikationsfigur schafft. Die Grundfragen nicht nur in der Pubertät werden hier auf rhythmisch schöne und narrativ packende Weise in eine zärtliche Liebesgeschichte eingebunden. Zoe kehrt dauerhaft ihrer »Heimat«-Stadt München den Rücken und erkundet England, insbesondere London. Und in Road-Movie-Manier geht es dann noch nach Griechenland, zurück zu Zoes Anfängen, denn ›man sollte seinen Ursprung kennen, wenn man sich unbedingt von ihm entfernen will!«
Eselsohr
Barbara Lehnerer beschäftigt sich mit gängigen Fragen des Erwachsenwerdens, die Teenager in diesen Jahren besonders umtreiben und aufwühlen. Erst als sich Zoe diesen Fragen stellt und sich den Antworten darauf nicht verschließt, kommt sie zur Ruhe und kann endlich ihre Zukunft planen. Ansprechender Lesestoff aus der Ich-Perspektive für junge Mädchen, denen die eigene Lebensweisheit manchmal zu eng vorkommt.
›Alles auf Anfang‹ ist ein anrührendes Buch über die erste große Liebe und die Suche nach der eigenen Identität, fesselnd und flüssig erzählt. Klar und schnörkellos kommt Barbara Lehnerers zweiter Jugendroman daher und trifft mit seinen bewegenden Bildern von Schmerz und Fernweh mitten ins Leser-Herz.
... Ein spannend geschriebener Jugendroman über das Leben mit 17, was passiert, wenn plötzlich alles anders ist und wieviel Mut, Kraft und Überwindung es kostet, das Leben selber in die Hand zu nehmen.
Stilsicher und mit schöner Sprache schreibt die Autorin über Fernweh und Ungebundenheit, gleichzeitig flicht sie eine Liebesgeschichte mit ein.
›Alles auf Anfang‹ ist ein leises, unsentimentales Buch, das aber trotzdem ganz schön unter die Haut geht. Die Autorin Barbara Lehnerer trifft den richtigen Ton und überzeugt mit einer spannenden, mitreissenden Geschichte.
... Das Buch ›Alles auf Anfang‹ ist eine schöne Liebesgeschichte. Die Zerrissenheit, die Zoe zwischen ihren Adoptiveltern und ihrer leiblichen Mutter spürt, ist gut nachzuvollziehen ...
...Dieses Buch ist ein Muss für alle, die nach London fahren. Man kann es wie einen Stadtführer lesen. Aber spannend und voller Leidenschaft. Ein Mädchen sucht sich selbst. So wie alle Jugendlichen muss sich Zoe von den Eltern abnabeln - nur hier unter verschärften Bedingungen. In einer wunderschönen Sprache...
Ein sehr sensibler und einfühlsamer Roman, der am Rande auch die luxuriöse Existenz einer Generation problematisiert, der eines kaum beschieden ist, nämlich sich in die soziokulturellen Bedingtheiten und Zwänge von Menschen hineinzuversetzen, denen ein vergleichbar sorgenfreies Leben nicht vergönnt gewesen ist.
...Ein Road-Movie?, ein Entwicklungs-Roman?, eine schöne Liebesgeschichte?, Musik zwischen zwei Buchdeckeln?...- der Autorin gelingt alles zusammen. Sie erzählt eine Geschichte, bei der es im Grunde genommen um die alte einfache Frage geht, die die komplizierteste ist: wer ist man eigentlich, und wo geht es lang? Sie erzählt diese Geschichte in lässigem Tonfall und manchmal geschliffenen Bildern wie Eiskristalle. Und noch was: wer nach dem Lesen des Romans keine Reggae-CD auflegt, ist selber schuld!
Zoe (17) ist sehr verletzt, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde. Sie geht als Gastschülerin nach London.
Endlich in London! Zoe will ihr altes Leben in München ganz weit hinter sich lassen. Sie brennt darauf, tief einzutauchen in diese faszinierende Metropole, mehr als nur Gastschülerin zu sein - und am Ende vielleicht länger zu bleiben als die vorgesehenen drei Monate. Mit ihren neuen Freundinnen Mary und Denise genießt sie, was die Stadt zu bieten hat. Doch erst als sie Sean, den jungen Reggaemusiker, kennen lernt, kann Zoe sich auf das größte Abenteuer überhaupt einlassen: Sie beginnt ihre eigene Geschichte zu ergründen, die sie bisher lieber vergessen wollte.
Ein Buch über Fernweh und Unterwegssein, über die Sehnsucht nach Unabhängigkeit, die Suche nach dem eigenen Weg und nach der großen Liebe.