Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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50 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Appell zum anders sein, 10. August 2007
Die Querdenker Anja Förster und Peter Kreuz rütteln mal wieder auf. Im Stile Tom Peters konfrontieren sie eingeschlafene Manager und Mitarbeiter mit den neuen Realitäten des Arbeitslebens und der Globalisierung. Beide Autoren begreifen diese Entwicklung als Chance, sich endlich aus der Gängelung und Bevormundung von Staat und starren Strukturen zu befreien. Ja mehr noch: Diese Selbstbefreiung ist der einzige Weg in die Zukunft.
Anhand vieler Beispiele werden Veränderungen aber auch Möglichkeiten gezeigt. Und das oft mit einem herrlich beißenden Humor. Das Lesen macht schlicht Freude.
Dennoch: Vieles bleibt auf der Appell-Ebene. Und das funktioniert weder bei Kindern noch bei Mitarbeitern noch bei Managern. Nach dem Lesen dieses Buches werde ich den Verdacht nicht los, dass die beiden immer dann von Großunternehmen geholt werden, wenn irgendein Manager merkt, dass man mal etwas wagen muss. Dann dürfen die beiden provozieren und aufrütteln. Und danach hat man ja etwas getan (nämlich sich aufrütteln lassen) und kann wieder zum Business as usual übergehen. Oder man spült die provozierenden Anregungen so weich, dass man es gleich hätte bleiben lassen können.
Und aus dem Gefühl, dass die Message nicht ankommt, werden dann bestimmte Punkte überzeichnet, bis sie kippen. Zum Beispiel ist die Aussage, dass morgen nichts so sein wird wie heute und man deshalb sein Geschäft jeden Tag neu erfinden müsse, so ein Punkt. Sicher, vieles ändert sich schnell. Aber man kommt schon ins grübeln, wenn man sich überlegt, dass der Kern wirklich erfolgreicher Unternehmen und Marken wie Aldi, Würth, Marlboro, IKEA etc. zum Teil seit Jahrzenhnten gleich geblieben ist. Ja, dass gerade die gleichbleibende Identität das Erfolgsrezept darstellt (zumindest dann, wenn die Identität was taugt und nicht einfach nur hohler, reglementierter Bullshit ist).
Kreuz und Förster brauchen den Gegenpart der einbetonierten Technokraten dringend. Nur so erscheint das, was sie mitteilen als wirklich revolutionär. Vieles ist jedoch alles andere als neu. Betrachtet man die Dinge genauer, so stellt man fest, dass bereits Peter Drucker vor über 20 Jahren gesagt hat, dass der Deal lebenslange Festanstellung im Tausch für Loyalität keine Zukunft hat. Oder dass Wolfgang Mewes bereits vor 40 Jahren gesagt hat, dass die größten Erfolge auf der eigenen Einzigartigkeit basieren.
Gegen Ende des Buches habe ich mich gefragt, für wen das Buch überhaupt geschrieben ist. Die Betonköpfe werden sich durch das Buch nicht ändern (Betonkopfideen sterben, wie Max Planck schon treffend bemerkte, dadurch aus, dass ihre Träger aussterben). Die Innovatoren fühlen sich bestätigt. Und die Indifferenten werden ein bisschen indifferent bleiben ;-)
Fazit: Das Buch enthält das, was jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht, sowieso schon weiß. Das aber auf eine oft witzige Weise. Das Buch kann sicher bestärken oder einen kurzfristigen Kick geben. Wer mehr davon erwartet, wird enttäuscht.
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Kennt man alles schon!, 7. November 2007
Wie funktioniert das Buch? Auch dieses baut wieder ein Gerüst und füllt dieses mit Fundstücken aus der Welt des Business auf. Würde man auf die Beispiele verzichten, wäre das Buch so lang wie das Inhaltsverzeichnis und man wüßte trotzdem alles. Kein Wunder, daß dieses Buch den getAbstract Wirtschaftsbuchpreis 2007 gewonnen hat. Es gibt keine Hinweise, was man besser oder anders machen sollte. Es gibt nur Beispiele, wie andere Menschen Dinge anders machen.
Hier wurde weder quer, noch sonstwie gedacht. Hier wurde gesammelt, gegliedert und moderiert.
Das neue Buch funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie das erste, obwohl mir doch schon in der Überschrift des ersten Kapitels gesagt wird: "FALLE: DER ERFOLG VON GESTERN IST DER FEIND VON HEUTE UND DER KILLER VON MORGEN".
Hören die beiden also nicht auf ihre eigenen Ratschläge? Oder ist es ihnen nicht aufgefallen? Oder kann man gar nicht so pauschal sagen, daß 'der Erfolg von gestern der Feind von heute' ist?
Vielleicht kann man all das, was im Buch gesagt wird, nicht so pauschal sagen, wie es gesagt wird und unkommentiert stehen lassen.
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69 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Bullshit, 6. August 2007
Die Autoren ziehen ihre Kunden, die ja immerhin ihre (angeblichen) Brötchengeber sind, permanent durch den Kakao.
Wenn man das Buch liest, hechelt man mit den Autoren von einem Workshop zum nächsten Kundentermin; immer mit dem gleichen Ergebnis. In allen Firmen sitzen die größten Versager auf den höchsten Posten. WOW! Welch' weise Erkenntnis! Und diejenigen, die namentlich und beispielhaft genannt werden, haben immer allesamt das Rad in der jeweiligen Branche neu erfunden. Da fragt man sich, wieso gibt es eigentlich andere Firmen, die überhaupt noch am Markt bestehen? Und sogar konkurrenzfähig (!!!) sind und es auch bleiben! Gleich zu Beginn wird kräftig abgelästert über "Innovatiönchen" wie das beheizte Lenkrad - vielleicht hätte man hier der Fairness halber erwähnen sollen, dass dieses bestverkaufte Zubehörteil von BMW einer Idee eines Kunden entstammte!
Ich jedenfalls brauche kein solches Buch, das einem der zahllosen Motivations-Teambuildings-Workshops gleicht, um zu wissen, dass ich jeden Tag das beste bei der Arbeit geben muß. Dass ich querdenken und über den Tellerrand hinausschauen muß, um die Firma (und mich) voran zu bringen und vollen Einsatz zeigen muß, um meinen Arbeitsplatz zu rechtfertigen und meinen Job zu behalten. Das ist nicht neu.
DAS IST SELBSTVERSTÄNDLICH!
"Wenn Ihnen die Arbeit keinen Spaß macht, dann kündigen Sie!" Toll. Das ist genau der richtige Ratschlag für einen 3-fachen Familienvater in einer von Deutschlands "Problemzonen", in der es auch so unwahrscheinlich einfach ist, einen anderen Job zu finden. Hut ab. Auf solche advisories hat das deutsche Volk gewartet.
Fazit: wenn alle Firmen, Manager und Mitarbeiter so wären, wie die Autoren beschreiben, dann gute Nacht, Deutschland! Dann hätte dieses Land jedenfalls keinen Tag im internationalen Wettbewerb bestehen können. Und dieser Feldzug der Autoren würde auch rein gar nichts nutzen, da wir uns sowieso alle auf der deutschen Wirtschaftstitanic befinden würden. Wir gehen unter, prophezeien Förster und Co. - ob wir nun noch an Deck eine letzte gute Performance abliefern oder nicht. Warum um alles in der Welt ziehen sie dann durch Firmen und erklären den dort Arbeitenden "Ok., Sie sind zwar gegen einen Eisberg gefahren, aber es ist noch nicht zu spät, das Ruder herum zu reißen!" Ha ha. Prima, dass man sich und seine Worte selbst so in Frage stellt.
Einen Stern gibt es für die lockerleichte Sprache, in der das Buch geschrieben ist. So kann man das Buch wenigstens an einem regnerischen Nachmittag durchlesen, ohne sich zu ärgern, dass man seine Zeit verschwendet hat.
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