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Alles Sehen kommt von der Seele. 2 CDs, Die Lebensgeschichte der Helen Keller
 
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Alles Sehen kommt von der Seele. 2 CDs, Die Lebensgeschichte der Helen Keller [Audiobook] [Audio CD]

Katja Behrens , Marlen Diekhoff
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Hörcompany; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935036620
  • ISBN-13: 978-3935036627
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 877.956 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Autorin erzählt mit einfachen, klaren Sätzen und in wunderschönen Bildern, wie Helen, Hand in Hand mit ihrer Lehrerin, den Zauber der Welt entdeckt, die nicht nur schön, sondern auch voller Tücken ist. Helen Kellers Leben ist Legende: das taub-blinde Kind, aus dem dank ihrer einzigartigen Lehrerin Anne Sullivan die weltberühmte Buchautorin wurde. Die ungeachtet ihrer Behinderung stets engagiert an die Öffentlichkeit trat und die deutlich machte, dass man die Welt auch mit anderen Sinnen - nämlich durch die Kraft der Seele - erleben kann. Katja Behrens beschreibt das Mädchen und die Frau Helen Keller auf äußerst einfühlsame Art und Weise. Sie veranschaulicht, dass dort, wo ein Teil der Sinne versagt, die anderen umso sensibler ausgebildet sind. So lernt auch der Hörer seine Sinne zu öffnen, mitzufühlen in des Wortes ureigenster Bedeutung." (DeutschlandRadio)

Über den Autor

Katja Behrens, 1942 in Berlin geboren, 1960 - 1973 Übersetzungen aus dem Amerikanischen, u. a. William S.Burroughs und Henry Miller. Von 1973 bis 1978 Verlagslektorin. Seit 1978 freiberuflich tätig. PEN-Mitglied, ausgezeichnet mit verschiedenen Literaturpreisen, 1992 Stadtschreiberin von Mainz. Katja Behrens lebt heute in Darmstadt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anschauliche Darstellung 4. November 2005
Von Nadine1978 TOP 1000 REZENSENT
Katja Behrens beschreibt nachvollziehbar, wie Anne Sullivan das taubblinde Kind Helen Keller aus seiner Isolation befreit, und macht eine kaum vorstellbare Leistung auch einem Laien verständlich. Besonders anschaulich wird geschildert, wie Helen ihre verbliebenen Sinne nutzt. Helen war ein WUnderkind und ANnie eine "Wunderlehrerin", aber sie waren keine Pioniere - das waren Laura Bridgman und ihr Lehrer Dr. Howe, dessen Methode ANnie angewendet hat. Ich wüßte gern mehr über Laura Bridgman, ihre Geschichte ist über der von Helen in Vergessenheit geraten, aber sicher mindestens ebenso faszinierend.

Auch das Bildmaterial fand ich sehr schön, habe mich vor allem über das Foto von Laura Bridgman gefreut, von der ich bis dahin noch kein Bild gesehen hatte. Eine interessante Zugabe ist das Lorm-Alphabet, mit dem Taubblinde kommunizieren, es war jedoch nicht das Alphabet, das Helen benutzt hat - sie verwendete das Fingeralphabet für Gehörlose.

Warum Helen in den Augen ihrer Mutter keinen Mann haben durfte, habe ich nicht kapiert - die Autorin schreibt, daß Kate Keller noch in der Denkweise des 19. Jahrhunderts befangen war - nun gut, aber was heißt das? Durften Blinde oder Taube im 19. Jahrhundert nicht heiraten? Helens väterlicher Freund Bell hatte doch auch eine taube Frau.

Ein Minuspunkt ist die stellenweise monotone Sprache des Buches ("Glaubt sie. Redet sie sich ein."), die mir den Eindruck gab, die Autorin habe besonders "cool" klingen wollen.

Von "Political Correctness" ist die Autorin weit entfernt und verwendet durchgängig mittlerweile verpönte Ausdrücke wie "Neger" oder "taubstumm".
Ich habe das in der ersten Version dieser Rezi kritisiert, bin jetzt aber nicht mehr ganz so sicher... Die Autorin verteidigt die Bezeichnung "taubstumm" - wer Laute nicht höre, könne sie auch nicht nachbilden, nicht umsonst verbinde die Sprache "taub" und "stumm" zu einem einzigen Begriff. Die gehörlose Bonnie Poitras Tucker dagegen stellt in ihrer Autobiographie beleidigt fest: "Mit meinen Stimmbändern ist auch alles in Ordnung, im Gegensatz zu dem abfälligen Begriff taubstumm!" Gehörlose lehnen diese Bezeichnung inzwischen ab, und wer die Biographie einer tauben Frau schreibt, sollte das zumindest wissen. Eine Formulierung wie "Die schaurigen Schreie (!) des taubstummen (!) Kindes" klingt für mich wirklich außerordentlich komisch. Andererseits, wie soll man jemanden nennen, der keine Lautsprache produzieren kann? Und ich bin auch - nach viel Nachdenken - gegen eine Überreglementierung der Sprache, durch die man nicht mehr unbefangen reden kann - finde es z. B. oberpeinlich, wenn Leute krampfhaft von "Sinti und Roma" sprechen und dabei immer wieder stolpern, weil ihnen eigentlich "Zigeuner" auf der Zunge liegt. Tja, was macht man da...? Habe leider keine Lösung.

Ich fand es oft bedrückend, daß Helens große Leistungen einen hohen Preis hatten, nämlich den, daß Anne Sullivan ihr eigenes Leben quasi völlig geopfert hat. Aber Katja Behrends erzählt eine interessante Geschichte: Kurz vor ihrem Tod hört Annie, mittlerweile alt und gebrechlich, von einem taubblinden Baby und will es unbedingt zu sich nehmen und von vorn anfangen: "So steht am Ende des Lebens nicht die Reue darüber, für einen anderen Menschen gelebt zu haben, sondern das Verlangen, es wieder zu tun." Dann war es wohl doch das Richtige für sie.

Ein Stern Abzug für den Schreibstil, ansonsten eine sehr lebendige und gelungene Darstellung.
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