Ich bin zufällig auf das Buch gestoßen und ganz begeistert! Frau Nadolny erzählt amüsant, kurzweilig und manchmal auch nachdenklich und gibt dabei einen sehr plastischen Einblick in das alltägliche Leben im Osten, als dieser Teil Deutschlands noch zum Terrain des real existierenden Sozialismus gehörte. "Alles Neiße, Oder?" beschreibt in autobiographischen Episoden den Zeitraum vom Mauerbau bis zur Wende. Nach Kindheit und Jugend im ländlichsten Teil des Arbeiter- und Bauernstaates bricht Petra Nadolny zum Studium in die rote Journalisten-Kaderschmiede an der Universität Leipzig auf. In der großen Stadt angekommen gerät die heile Welt - nicht nur für sie - zunehmend ins Wanken und die Dinge nehmen ihren Lauf ... Herrlich beschrieben auch das spätere Ankommen im "real existierenden" Westen, wo Jogginghosen, Wohnungsmakler und andere Merkwürdigkeiten auf die ausgereiste DDR-Bürgerin warten.
Für mich: Ein absolut empfehlenswertes Buch!