Aus der Amazon.de-Redaktion
Seit seinem 1998 veröffentlichten Debütalbum
Nicht von dieser Welt zählt Xavier Naidoo unbestritten zu den herausragenden Künstlern der deutschen Musikszene. Seine Vielseitigkeit hat er in den zurückliegenden elf Jahren mehr als einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt und doch gelingt es ihm mit seinem Dreifachalbum
Alles kann besser werden wieder einmal neue Maßstäbe zu setzen. Der Sänger, Songwriter, Firmeninhaber und Mitbegründer der Söhne Mannheims präsentiert ein Werk der Superlative. 35 neue Songs, entstanden in den letzten vier Jahren seit seinem Studioalbum
Telegramm für X. Erstmals arbeitete Xavier Naidoo mit einer Vielzahl von Produzenten zusammen, darunter Michael Herberger, Philippe van Eecke, Neil Palmer, Mathias Grosch und Billy Davis. Aufgeteilt hat der er die drei Alben in zwei "helle" und eine "dunkHelle". "Die erste CD verfolgt das Prinzip Hoffnung, die zweite hat die Trauer als Leitfaden und bei der dritten kann ich meine Wut ausleben", erklärt Xavier Naidoo. An Abwechslungsreichtum schlägt dieses Dreierpack alles, was der Musiker bis her eingespielt hat um Lägen. Für eine möglichst große Vielfalt sorgt aber nicht nur Xavier Naidoo persönlich, er hat sich für viele Songs auch Gäste eingeladen, darunter bekannte Künstler wie Olli Banjo, Danny Fresh und Daniel Stoyanow und viele neue Talente, u.a. Milan Martelli, Aiko Rohd, Janet Grogan und Florian Sitzmann. Der Einstieg in das Mammutwerk fällt mit einfühlsamen Stücken wie "Mut zur Veränderung" oder Alles lebt" extrem leicht. Die schwereren, tiefgründigeren Themen hat sich Xavier Naidoo für die zweite und dritte CD aufgespart. Hier überzeugen vor allem Nummern wie "Europa", "Ich kann nicht weinen" und "Sie verdient einen besonderen Schutz". -
Franz Stengel
Es ist das, was man von mir kennt, sagt Xavier Naidoo über sein viertes Soloalbum. Recht hat er. Die Themen Glaube, Liebe, Hoffnung hat der Mannheimer Sohn erneut eingebettet in satte Beats und schönen Klavier- und Streicherpop, dessen Refrains man nach zwei Minuten laut mitsingen kann. Naidoo beherrscht sein Handwerk; wie immer ist dem Deutschsouler ein Album mit Ohrwurmmelodien gelungen. Der Track "Alles kann besser werden" wird vielleicht zur Hymne des Wahljahres wie es einst "Dieser Weg" für den Fußball wurde. Mitgewirkt haben zahlreiche Künstler und Produzenten, es gibt zwei helle Teile und einen dunklen: "Das ist wie beim Bier", sagt Naidoo. Positive Melodien und Kinderlieder treffen auf große Melancholie und Songs über den Krieg. Doch auf Dauer - und die ist lang bei mehr als 30 Songs - ermüden Naidoos religiöses Pathos und sein ewiges Mahnen und Ermutigen. Es ist eben das, was man von ihm kennt. (ie)