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am 21. Oktober 2013
Ich war sehr positiv von "Alles eine Frage der Zeit" überrascht.

Zunächst einmal die schöne, wenn auch nicht ganz neue Idee des Zeitreisens. Ich war gespannt, in wieweit dieser Umstand Logiklöcher in die Handlung reißt, denn an der Darstellung dieses Schmetterlingseffekts sind schon ganz andere Filme gescheitert.
Umso besser fand ich es, dass der Film das Zeitreisen nur als Aufhänger benutzt, und davon abgesehen eine wunderbare Liebes- und Familiengeschichte erzählt. Und zwar nahezu vollkommen ohne triefenden Kitsch, ohne laute comedy-artige Szenen, von denen heutige Komödien ja mittlerweile nur so strotzen sowie komplett ohne den erhobenen Zeigefinger. Es handelt sich um bestes Erzählkino, das - obwohl es viele leise Momente enthält - niemals langatmig wirkt. Der Vergleich eines Mitrezensenten mit "Once" kam mir komischerweise im Kino genauso in den Sinn. Beide Filme schaffen es, die Freuden und Leiden des Lebens sehr ungefiltert zu präsentieren.

In "Alles eine Frage der Zeit" begleitet der Zuschauer das Leben von Tim, anfangs ein Teenager in der Pubertät, der den Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens inklusive der ersten großen Liebe ausgesetzt ist. In jenen Tagen erfährt er von seinem Vater, dass alle Männer der Familie die Fähigkeit besitzen, in der Zeit zurückzureisen, um etwa Fehler zu korrigieren. Tim macht davon dann auch fleißig Gebrauch, auch wenn das System Grenzen hat, was er auch bald einsehen muss.
Zum Beispiel dann, als er, um einem Freund zu helfen, in die Vergangenheit zurück muss und damit das Treffen mit seiner großen Liebe Mary, welches zeitgleich stattgefunden hat, aus der Realtität löscht. Tim muss also seine Traumfrau suchen, und erneut für sich gewinnen.

Was sich anfangs noch sehr wie eine typische Lovestory anfühlt, deren Ausgang man schon in alle Richtungen vorherbestimmt glaubt, entpuppt sich der Film über seine Dauer hinweg mehr und mehr als tragikomische Familiengeschichte, bei der auch die Rollen der höchst sympathischen Schwester sowie des liebevollen Vaters beleuchtet und in den Fokus gerückt werden. Beide übrigens hervorragend besetzt und gespielt, genauso wie die Hauptdarsteller. Domhnall Gleeson war mir bisher noch unbekannt, hat mich aber sehr überzeugt mit seinem Spiel, er stellt den Wandel von einem unsicheren, naiven Teenie zu einem verantwortungsbewussten Erwachsenen sehr gut und authentisch dar.
Seine Co-Protagonistin Rachel McAdams, die ich schon bei "Für immer Liebe" brillant fand, ist auch hier wieder perfekt auf die Rolle zugeschnitten und verleiht dem Film mit ihrer lockeren, ungekünstelten Art und ihrer charmanten Ausstrahlung einen zusätzlichen Wert.
Bereichert werden die Schauspieler auch von weiteren Nebenrollen, hervorzuheben hier der herrlich schusselige Arbeitskollege in Tims Kanzlei Rory, der demenzkranke aber höchst liebenswerte Onkel Desmond sowie der latent cholerische Theaterregisseur Harry, den man trotzallem schnell ins Herz schließt. Sie alle verleihen der Geschichte so viel Herzlichkeit und Authentizität, wie es selten der Fall ist.

Abschließend bleibt nur die Empfehlung auszusprechen, sich den Film anzusehen. Er ist - und das noch einmal ausdrücklich - vor allem für uns Männer gut anzusehen und erfrischend unkitischig. Szenen, an denen sich das sehr gut exemplarisch festmachen lässt, an denen der Film also mit Witz und Ideenreichtum vom hollywood'schen Gefühlsstandardgeseusel abweicht, verschweige ich hier aus Spoilergründen lieber und wünsche stattdessen viel Freude mit dem Film.
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am 19. Juni 2015
Wunderbare Geschichte über das schwierige Leben unserer Zeit ganz einfach erzählt. Mit Humor, Leichtigkeit und jede Menge Gefühl. Der Aspekt der Zeit, der für uns heute eine große Rolle spielt, ist genial durch die Übertreibung "Zeitreisen" eingebunden worden und ist keinesfalls aufdringlich. Jeder findet sich in mindestens einem Teil dieses Films wieder. Eine schöne Geschichte mit Anregungen, wie man mit Zeit umgehen und schwierige Momente im Leben meistern kann. Ich bin komplett begeistert!
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am 28. Juni 2015
Einer der besten Filme, die ich in letzter Zeit sehen durfte. Wunderbare Story, herrlich verpackt und zutiefst sympatisch!
Die erste Hälfte des Films haben wir fast nicht mehr gekonnt vor Lachen! Die zweite Hälfte wurde mit Heulen verbracht...
Einfach ein schöner Film!
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am 18. Oktober 2013
Och nö, mal wieder ein Film über die Liebe ... aber dafür einer, der jenseits der üblichen Genrekonventionen angesiedelt ist. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass kein geringerer als der Humor- und Gefühlsspezialist Richard Curtis ("Tatsächlich ... Liebe" und "Radio Rock Revolution") Hand an diesen Film angelegt hat. Genauer gesagt war er verantwortlich für Regie und Drehbuch.

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Story :
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Tim (Domhnall Gleeson) lebt mit seiner Familie auf dem Lande und hatte eine glückliche und idyllische Kindheit, in der sein Vater (Bill Nighy) immer für ihn da war. An seinem 21. Geburtstag erfährt Tim von ihm, dass die Männer ihrer Familie rückwärts durch die Zeit reisen können:
einfach einen einsamen und dunklen Ort aufgesucht, die Augen geschlossen und schon ist man dort, wo man im bisherigen eigenen Leben sein will – also noch weiter zurückgehen und zum Beispiel Hitler töten oder an Orte reisen, an denen man nie gewesen ist, das funktioniert nicht.
Da das Leben des eher schüchternen Tim bisher nicht gerade mit besonders vielen Freundinnen gesegnet ist, erhofft er sich aufgrund seiner Gabe die ein oder andere 'vertane' Chance zu wiederholen ...

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Mein Eindruck :
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Curtis zeigt immer wieder auf seine gekonnt charmante Weise, dass die Macht, sein Leben scheinbar mittels Zeitreisenkorrektur zu perfektionieren sehr trügerisch sein kann ...

Nun, was hebt den Film denn letztlich von den übrigen Filmen dieses Genres ab ?
Das Werk ist weitestgehend befreit von zwangsneurotischen, klischeebehafteten, schnulzigen Elementen. Curtis schiesst nicht ungehemmt mit Zuckerguss um sich, sodass die Geschichte in Kitsch zu ertrinken droht. Dennoch lädt der Film zum Träumen ein und ist gerade durch seine bodenständige Wahrhaftigkeit immer wieder unglaublich berührend.
Es ist eine sehr ruhige und nachdenkliche Liebesgeschichte, (also weniger hektisch als z.B. "Die Hochzeitscrasher" oder "Radio Rock Revolution") die aber genau deshalb auch so gut funktioniert. Der werte Zuschauer hat es hier mit einer wahrhaft erfrischenden sowie sehr leichtfüßig inszenierten Lovestory zu tun, die den Balanceakt zwischen Ernsthaftigkeit und typisch britischen, verschrobenem Humor sehr gut meistert.

Das ist aber natürlich nicht der alleinige Grund dafür, weshalb der Film so gut geworden ist.
Die Schauspieler sowie deren Darbietung ist wirklich aller erste Sahne. Domhnall Gleeson (Sohn von Brendan Gleeson) und Rachel McAdams spielen ihre Rollen in allen Nuancen auf höchstem Niveau. Besonders letztere ist in meinen Augen die Idealbesetzung für diese Rolle. Oder ist es die Idealrolle für sie ?
Und da wäre natürlich 'the master himself', Bill Nighy, der in seiner geringen, aber dennoch gut dosierten Screentime stets alle Fäden in der Hand zu haben scheint und in seiner Rolle als etwas verschrobenem, aber dennoch ungemein liebevollen Vater voll in seinem Element ist.
Auch die mitunter skurril warmherzigen Nebenfiguren sind mit viel Einfühlsamkeit ausgestaltet und gecastet worden, sodass ein rundum authentischer sowie lebensnaher Eindruck entsteht.
Sie alle hauchen ihren Charakteren derartig Leben ein, dass der Zuschauer am Ende des Films das Gefühl hat, ein Teil der Familie zu sein.

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Fazit :
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Der Film macht alles richtig, was "Die Frau des Zeitreisenden" verhunzt hat.
Curtis stellt einmal mehr sein besonderes Talent unter Beweis, herzhaftes Lachen mit echt empfundenen Mitgefühl zu verbinden.
Ein Film, der einen nach dem Leinwandauftritt mit einem breiten 'Wohlfühllächeln' in den Alltag entlässt.

5 / 5 (Absolutely heartwarming *_*)

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PS :
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Der ein oder andere Kinogänger könnte der Auffassung sein, der Plot weise einige wenige Längen und gehn Ende hin sogar einen höheren Kitschanteil auf.
Aber seien wir doch mal ehrlich : das ist Jammern auf hohem Niveau und ändert m.E. nichts am Gesamtkonzept des Filmes, das absolut aufgeht.
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am 12. November 2014
Die Frage nach meinem Lieblingsfilm kann ich jetzt endlich auch mal anders beantworten (denn Forrest Gump gibt es halt schon wirklich lange)!!! Danke für diesen wundervollen Film - warum gibt es das eigentlich so selten???

"Alles eine Frage der Zeit" ist ein wunderbar inszenierter Film, der glücklich macht und dazu aufruft, jeden Tag zu genießen - und die Folgen einzelner Handlungen zu überdenken. Hervorragende schauspielerische Besetzung.
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am 6. November 2014
seit 'Vier Hochzeiten und ein Todesfall' habe ich keinen so tollen Film mehr gesehen. Nun gut, ich liebe natürlich auch Rachel McAdams und Bill Nighy, aber bei diesem Film stimmt für mich einfach alles, Romantik, Tragik, Überlegenswertes.
Die Blu Ray ist hervorragend und bietet auch noch tolle Extras mit sehr sehenswerten 'Entfallenen Szenen', Musikvideo etc.
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TOP 500 REZENSENTam 29. August 2014
Kauf Intension:
Zum Glück bin ich in einer Sneak Preview gewesen, welche diesen zauberhaften Film gezeigt hat. Die BluRay musste dann natürlich auch her.

Story (Kurzbeschreibung, da ich Versuche Spoilerfrei zu bleiben):
Tim Lake (Domhnall Gleeson) erfährt an seinem 21. Geburtstag von seinem Vater (Bill Nighy), dass alle Männer in seiner Familie die Gabe besitzen durch die eigne Zeitlinie zu reisen. Einzig ein Schrank wird benötigt in den man sich stellt und sich fest an die zeit erinnert zu der man reisen möchte. Ungläubig versucht er dies und es stellt sich heraus, dass sich verpatzte Gelegenheiten die man bereute ändern kann.
Allmächtig macht ihn das nicht wie man bei der besten Freundin seiner Schwester sieht, in die er verliebt ist jedoch es nicht schafft ihr Herz zu gewinnen. Dies gelingt ihm jedoch sofort und ohne Kräfte bei der zauberhaften Mary, welche er in einem Dunkelrestaurant kennen lernt. Als er jedoch eine andere Sache in seinem Leben ändert muss er feststellen, dass er, nachdem er zurückgereist ist, das Date nie hatte und die Telefonnummer auch verloren ist...

Genre:
Liebeskomödie

Bild und Ton:
Ton auf Deutsch, Italienisch, Französisch und Spanisch in DTS 5.1 Surround auf Englisch in DTS-HD 5.1
Bild ist so gut wie man es von einem Film aus 2013 erwarten sollte.

Darsteller:
Domhnall Gleeson/ Tim Lake (bekannt aus Harry Potter, Anna Karenina)
Ein Recht unbekannter Darsteller von dem man nach dieser Rolle deutlich mehr sehen will.

Rachel McAdams/ Mary (bekannt aus Die Frau des Zeitreisenden, Sherlock Holmes, Wie ein einziger Tag )
Sie spielt wieder einmal die süße Frau in die man sich einfach verlieben muss. Es ist nach "Die frau des Zeitreisenden" übrigens schon das zweite mal das sie sich in einen Zeitreisenden verliebt ;)

Bill Nighy/ Tims Vater (bekannt aus Tatsächlich… Liebe, Fluch der Karibik, Underworld)
Je mehr man diesen Schauspieler sieht desto mehr fragt man sich was er die letzten 50 Jahre gemacht hat. nach seinem Durchbruch in "Tatsächlich... Liebe" ist dieser stehts sympatische und skurrile Schauspieler eine Bereicherung für jeden Film. Auch hier perfekt besetzt.

Extras:
- Unveröffentlichte Szenen
- Patzer – Filme zu drehen, ist eine ernsthafte Sache
- Über Tim und Zeitreisen
- Der Look, der Stil und die Drehorte
- Die Welt des Richard Curtis
- Musik „The Luckiest“
- Musikvideo Ellie Goulding „How long will I love you?“
- Audiokommentar

Zu Ultraviolet/Digital Copy:
Ein Feature dass ich lange nicht genutzt habe, da ich nicht wusste was es ist daher möchte ich es hier denjenigen erklären, welche ebenfalls keine Ahnung haben.
Dieses System dient dazu, dass man den Film neben der Disk Version auch als Digitale Version haben kann.
Doch im Gegensatz zu den bisherigen Systemen finde ich dieses System endlich mal nützlich und empfehlenswert.
Hier kann man mit dem Code, der eingefügt ist über die Flixster Webside oder der Flixster App (für Android, Windows Phone und IOS) registrieren. Danach kann man diesen Film jederzeit online schauen oder ihn auf das Gerät runterladen. Dies funktioniert dann auch im Ausland oder auf Reisen im Flugzeug oder Zug. Ich nutze dieses System nun ausgiebig und möchte es nicht mehr missen.
Einfach zu handhaben und riesen nutzen!

Kurzum:
Ein Film der beim zweiten mal sogar noch besser ist als beim ersten mal. Daher klare Kaufempfehlung für diese Bluray mit Zauberhaften Soundtrack
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am 25. Juni 2015
Auch wenn dieser Film mit 123 Minuten für eine Liebeskomödie doch relativ lang ist, kommt im ganzen Film irgendwie nie Langeweile auf. Um aber wirklich alle Szenen wirklich verstehen zu können, sollte man den Film zumindest zweimal gesehen haben. Bei mir war es so, dass ich beim zweiten Mal Schauen doch öfters den Aha-Effekt bekam. Insgesamt ist es ein kurzweiliger Film, der mit vielen Vorschlußbeeren in die Kinos kam. Aber der große Erfolg war es trotzdem nicht. Vielleicht war die Konkurrenz im Kino zu groß, denn gerade im Jahr 2013 gab es doch eine Reihe von Blockbustern, die mit Special Effects nur so aufwarteten. Und mit Special Effects kann "Alles eine Frage der Zeit" leider nicht dienen. Aber wer Fantasy-Filme mag, in der man in verschiedene Zeiten reisen kann, wird diesen Film bestimmt lieben. Ich fand ihn richtig gut und ich hoffe, dies ist in diesem Erfahrungsbericht auch ein wenig rübergekommen.
Von mir gibt es die Höchstnote, weil ich die schauspielerischen Leistungen wirklich gut fand und in dem gesamten Film von über zwei Stunden nie Langeweile aufkam. Zwar fehlt in dem Film das typische Happy-End für eine Liebeskomödie, aber dafür war das Ende offen und jeder Zuschauer kann sich so seinen Teil dazu denken. Ich empfehle daher den Film auch gerne weiter und es ist mal ein Zeitreisefilm, bei dem nichts Technisches vorkommt. Die Filmidee fand ich dabei gar nicht so schlecht, aber man hätte den Zuschauer ruhig dahingehend aufklären können, wie die Zeitreisenden wieder in die Gegenwart zurückkamen.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Oktober 2013
Eine romantische Komödie mit Zeitreisethematik, verdächtig wenig beworben, hm -
Richard Curtis' Film "Alles eine Frage der Zeit" wäre womöglich relativ unbeachtet an mir vorbeigegangen, wenn nicht mit Bill Nighy und Rachel McAdams gleich zwei Schauspieler mitspielten, die ich eigentlich immer gerne sehe und mir der Film nicht von einer anderen Filmfreundin empfohlen worden wäre (danke dafür!).

Zu Beginn sieht es ein wenig nach der üblichen Verbindung von Heile-Welt-Romanze und Klamauk aus:
Die Bilderbuchfamilie Lake lebt auf einem idyllischen Anwesen an der Küste von Cornwall, wo Papa Lake (Bill Nighy) seinem Sohn Tim (Domhnall Gleeson) an seinem 21. Geburtstag offenbart, daß alle männlichen Mitglieder der Familie in der Zeit zurückreisen können, was Tim zunächst nur auf die Idee bringt, mithilfe dieser Fähigkeit endlich eine Freundin zu finden.
Aber der unnachahmliche Nighy und ein gewisser schräger Humor von Anfang an verleihen dem Ganzen dennoch den Touch des Besonderen und spätestens beim ersten Zeitreisetest hatte mich der Hauptprotagonist Tim alias Gleeson für sich und den Film eingenommen:
Diese erste Zeitreise nutzt er nämlich, um das einsame Mädchen, welches er auf der letzten Sylvesterparty um Mitternacht mit einem Händedruck abgespeist hatte, mit einem Kuss ohne jegliche Hintergedanken zu erfreuen.
Spätestens hier hatten mich der Film und seine Hauptfigur Tim, der außerdem auch durch seine aufrichtig klingende Aussage über seine Schwester Kitkat, sie sei "der wundervollste Mensch der Welt" gleich zu Beginn des Filmes Sympathiepunkte sammelt.
Entsprechend warmherzig, aber auch sehr humorvoll und mit einigen wirklich witzigen Szenen und skurrilen Nebenfiguren geht es weiter, wobei die Zeitreisethematik überraschenderweise einen relativ kleinen Raum einnimmt.
Zwar wird sich Tims Wunsch, "die Richtige" zu finden, erfüllen, aber seine Zeitreisefähigkeiten haben erwartungsgemäß auch ihre Tücken und gehen so manches Mal auch nach hinten los.
Dabei wird Tim - natürlich - auch erkennen, daß alle "Tricks" der Welt niemanden dazu bringen können, einen zu lieben und daß so manches Problem so lange zurückliegende Wurzeln hat, daß auch seine besonderen Fähigkeiten das eine oder andere Unheil nicht ungeschehen machen können.
An diesen Stellen, die ich hier zur Vermeidung von Spoilern natürlich nicht näher ausführen kann, ist der Film wirklich berührend und oftmals auch ein wenig nachdenklich machend.

Gelungen trifft der Film bei seinem Spagat zwischen Romanze, Komödie und Familiengeschichte immer den richtigen Ton und flechtet auch einige ernstere Themen ein, ohne gleich zu sehr ins Dramatische abzugleiten.
Gleeson und Rachel McAdams sind dabei ein herzerfrischend natürliches, rundum sympathisches Pärchen, aber auch die Nebenrollen sind, neben Bill Nighy insbesondere mit Lydia Wilson als Tims Schwester Kitkat, die sich einmal - nicht ganz zu Unrecht - als die "Gestrauchelte" der Famile bezeichnen wird, stimmig besetzt und rundum überzeugend gespielt.

Daß die Moral von der Geschicht am Ende eine altbekannte und ein wenig abgedroschen erscheinende sein wird:
"Lebe jeden Augenblick bewusst und genieße jeden Tag so, als wäre es der letzte" - geschenkt.
Unterm Strich bleibt "Alles eine Frage der Zeit" dennoch eine rundum gelungene, humorvolle, aber vor allem sehr warmherzige Geschichte um Liebe, Familienbande, die Wichtigkeit des Augenblicks und die Nicht-wieder-Rückgängigmachbarkeit unserer einmal getroffenen Entscheidungen - schöne Unterhaltung für einen Filmabend ohne Reue.
0Kommentar35 von 42 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. März 2014
Schade, dass dieser Film nicht mehr Beachtung gefunden hat. Vielleicht liegt es daran, dass die Thematik "Zeitreise" Liebhaber romantischer Komödien abschreckt. In der Tat hatte auch ich meine Bedenken, ob dieses seltsame Thema zu einer englischen Liebeskomödie passt. Um es klar zu sagen: Ja, das passt völlig problemlos. Denn obwohl sich die Möglichkeit in der Zeit zu reisen nach etwas arg Ungewöhnlichem anhört, schafft der Regisseur es, das Ganze so wirken zu lassen, als sei es das selbstverständlichste der Welt. Und somit kommen einmal der lockere Erzähllton und die tolle Leistung der Schauspieler zum Tragen. Bill Nighy kennt man ja als überdurchschnittlichen Vertreter seiner Branche, gänzlich unbekannt waren mir aber vorher Domhnall Gleeson, der eine unglaublich gute Besetzung ist und sich vom rothaarigen Depp zum erwachsenen Familenvater entwickelt und Rachel McAdams (ist es Zufall, dass sie wie die Reinkarnation von Jennifer Garner wirkt?), die das schöne Entlein mit wunderbarer Unschuld gibt.
Dies ist ein Gute-Laune-Film, der erstaunlicherweise über die ganze Zeit spannend und interessant bleibt, obwohl er ohnedie typischen Mechanismen ( Liebe - Trennung - Wiedervereinigung) auskommt und seltsamerweise noch nicht einmal einen richtigen Tiefpunkt benötigt. Well done.
0Kommentar10 von 12 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden