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Alles Fleisch ist Gras: Roman
 
 
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Alles Fleisch ist Gras: Roman [Gebundene Ausgabe]

Christian Mähr
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag Ges. m.b.H. (8. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552061274
  • ISBN-13: 978-3552061279
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 257.493 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Mähr
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine absurde, aber in sich schlüssige Kettenreaktion mit hohem Unterhaltungswert. ... Der Buchtitel ist zwar ein Bibelspruch, aber fromm ist dieser Krimi ganz gewiss nicht." Ingeborg Sperl, Der Standard "Haben wir nicht alle wen, den wir in den Häcksler wünschen? … Ein friedhofserdeschwarzer Krimi." Elmar Krekeler, Literarische Welt "Ein Tummelplatz comichaft zugespitzter und sprunghaft überdrehter Figuren, eine krude Fabel vom großen Morden im Mahlwerk." Wolfgang Paterno, Profil "Von üblicher Mordslektüre unterscheidet sich dieser Roman schon durch den Stil: nicht dieser zynismuserprobte Ton, der oft klingt, als wäre der Autor im Nebenberuf selbst Killer, sondern ein gepflegter Duktus mit einer guten Portion makabren Humors." Wolfgang Schneider, FAZ "Absurd und abgefeimt wie ein Qualtinger-Text und ein herrlich böses Lesevergnügen." Wolfgang A. Niemann, Rheinischer Merkur

Kurzbeschreibung

Durch einen Sturz über die Stiege stirbt Roland Mathis, der widerwärtige Schnüffler, der Anton Galba und seine heimliche Geliebte mit ihrem Verhältnis erpresst hatte. In Panik lässt Galba, Leiter der Abwasserreinigungsanlage Dornbirn, die Leiche im Häcksler verschwinden. Der den Fall untersuchende Polizist Nathanael Weiß verdächtigt Galba von Anfang an. Allerdings gibt es auch in seinem Umfeld einen Widerling, den er gerne loswerden würde. Galba muss notgedrungen mitmachen, doch für Weiß ist das erst der Anfang: Es gilt, Schädlinge der Gesellschaft auszurotten. Christian Mähr erzählt in diesem bitterbösen Krimi aus Österreich von Moral und Mordlust in der Kleinstadt.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Alles Glück kehre ein, wo die freien Schöffen sein, 19. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Alles Fleisch ist Gras: Roman (Gebundene Ausgabe)
Anton Galba, Leiter der Abwasserreinigungsanlage Dornbirn, verheiratet, zwei Töchter, hat ein Verhältnis mit einer Angestellten. Roland Mathis, selbst scharf auf die Kollegin, spioniert ihnen nach und fotografiert die beiden in flagranti. Das delikate Beweismaterial nutzt er um Anton Galba zu erpressen. Bei einer Rangelei stürzt Mathis unglücklich und ist tot. Anton Galba, in Panik geraten, schreddert die Leiche im Häcksler der Abwasserreinigungsanlage.

Galbas ehemaliger Schulkollege Nathanael Weiß, jetzt Chefinspektor der Polizei, untersucht das Verschwinden von Roland Mathis und verdächtigt sofort Anton Galba. Wirkliche Beweise gibt es keine. Aber Weiß wird durch das Vorgehen von Galba auf eine Idee gebracht und hat eine Vision: die Säuberung des spießigen Örtchens Dornbirn von Schädlingen der Gesellschaft. Galba hilft ihm gezwungenermaßen, aber dann finden sich auch noch freiwillige Helfer um das Unternehmen "Schädlingsbekämpfung" voran zu bringen. Und so wird der Häcksler der ARA zum "Schredder der Gesellschaft".

Christian Mähr beschreibt auf bissige und sarkastische Weise, wie erwachsene Menschen des 21. Jahrhunderts das Femegericht des 14. Jahrhunderts wieder beleben. Sie üben in selbstgerechter Art und Weise Selbstjustiz aus, ohne ein Unrechtsbewusstsein an den Tag zu legen. Der einzige, der kalte Füße bekommt ist Anton Galba, allerdings hat er in gewisser Weise den Stein erst ins Rollen gebracht.

Dieses Buch ist kein gängiges Genre und lässt sich schwer einordnen. Wohl auch ein Buch, welches die Geister scheidet. Ein Spagat zwischen Gesellschaftskritik und Krimi, allerdings gelingt der Spagat dem Autor nicht immer. Manchmal entsteht der Eindruck als hätte Mähr selbst den roten Faden verloren. Es ist konzentriertes Lesen notwendig, doch auch die Sprache lässt einen ab und zu stolpern. Ich habe lange gebraucht, es zu lesen, obwohl es mir schon gut gefallen hat. Das überzogen Skurrile und Makabere, die speziellen Charaktere, die alle auf irgendeine Art und Weise durch geknallt sind. Es macht Spaß, sich einmal mit einem Buch auseinander zu setzen, welches nicht Mainstream ist.

Ein empfehlenswertes Buch für Leser, welche schwarzen Humor mögen und einen Hang zum Zynischen haben. Mähr beschreibt eine Art der Grenzüberschreitung, die vielleicht Manche in Gedanken auch schon mal gehabt haben mögen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Selbstjustiz im Vorarlberg, 20. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Alles Fleisch ist Gras: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was macht man als Vorgesetzter, wenn man von einem Angestellten mit Fotos bei einem Seitensprung erpresst wird? So geschehen in Dornbirn, Österreich im Kriminalroman Alles Fleisch ist Gras" von Christian Mähr.

Anton Galba, der Leiter der städtischen Abwasserreinigungsanlage (AGA) der Kleinstadt Dornbirn trifft sich mit der Laborantin Helga zu einem Schäferstündchen im Wald. Auch wenn sie sich unbeobachtet fühlen, ist da noch der Kollege Roland Mathis, Prototyp des ungeliebten Schnüfflers in der Nähe, der umbemerkt Fotos von dem Paar macht.

Während eines Betriebsrundganges versucht Mathis Galba damit zu erpressen. Sie befinden sich in der Reinigungsanlage und war es Zufall, war es Mordabsicht, stürzt Mathis in einen großen Gärbehälter, von dem aus er später per Häcksler endgültig beseitigt wird..

Nathanael Weiß, der ermittelnde Polizist konfrontiert Galba mit seinen Vermutungen, spricht aber keinen konkreten Verdacht aus. Diese Form der Andeutungen, familiäre und freundschaftlichen sprachlichen Kodierungen sind unverzichtbarer Bestandteil des Romans. Dadurch entsteht beim Leser immer wieder der Eindruck, der Fall sei bald gelöst. Mehr oder weniger werden der Polizist und Anton Galba zu Verbündeten, denn das Morden geht weiter oder sagen wir seine eigenen Wege, denn wer nicht passt, wird beseitigt, Möglichkeiten und falsche Fährten bieten sich genug.

Christian Mähr hat einen wunderbaren Regionalkrimi mit viel schwarzem Humor und Skurilität geschrieben. Seine sprachliche Gestaltung ist einzigartig und philosophisch inspiriert. An manchen Stellen erschien es mir etwas zu langatmig bzw. zu ausschweifend, aber die Aussicht, dass große Taten bevorstehen, wie es in den Dialogen heißt, ließ mich das Buch bis zum Ende lesen.

Dem Leser wird zwar einiges an Konzentration abverlangt, aber auch wiederum mit zahlreichen sprachlichen Pointen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen belohnt.Insgesamt ist es ein satirischer Kriminalroman, der sich mit den Schwächen und Unzulänglichkeiten in allen Schichten und Berufsgruppen der Bevölkerung beschäftigt.

Christian Mähr ist für mich ein Autor, den es noch zu entdecken gilt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Alles Glück kehre ein, wo die freien Schöffen sein.", 8. Februar 2010
Von 
Sandra Gässler "Sandra" (Rüsselsheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alles Fleisch ist Gras: Roman (Gebundene Ausgabe)
... Ja, Verschwinden ist die adäquate Weise des Umgangs mit diesen Individuen. Oder was empfiehlst du den Bürgern bezüglich fauler Eier? Einfrieren?" ...

Dieser Satz gibt Auskunft über die gesamte Handlung in diesem Buch:

Inhalt:

Der Laborant Roland Mathis erwischt seinen Vorgesetzten Anton Galba mit der ebenfalls im Labor angestellten Helga Sieber auf einem Hochstand im Wald bei einem Schäferstündchen. Mathis, rassistisch veranlagt und sich dazu bestimmt sehend, die Rassenmischung aufzuhalten (Galba mit seinem slawischen Namen und die germanische Helga Sieber - diese Vereinigung gilt es zu unterbinden) beschließt er Galba mit den im Wald geschossenen Fotos zu erpressen und verlangt, das Verhältnis mit der Sieber sofort zu beenden. Es kommt zu einem Streit und einem Handgemenge. Galba gibt Mathis einen Stoß und dieser fällt unglücklicherweise die Treppe herunter und ist sofort tot. Voller Panik beschließt Galba die Leiche in den Häcksler im Gärturm des ARA (Abwasserreinigungsanlage Dornbirn - Arbeitsplatz von Galba und Mathis) zu schmeißen. Mathis ist damit spurlos verschwunden - zerhackt in tausenden von Einzelteile und nicht mehr nachweisbar.

Nathanael Weiß, Chefinspektor der Polizei Dornbirn und ehemaliger Schulfreund von Anton Galba nimmt die Ermittlungen im Fall Mathis auf. Schnell findet er heraus, dass Mathis Galba mit Fotos einer Fremdaffaire erpresst hat und Galba ihn daraufhin beseitigen musste. Jedoch anstatt Galba das Verbrechen nachzuweisen und ihn vor Gericht zu bringen nutzt Weiß die Gelegenheit für seine Zwecke aus. Er hat Anton Galba in der Hand. Weiß beschließt, die Kleinstadt Dornbirn zu säubern". Verbrecher und gewalttätige Bürger sollen per Selbstjustiz von Weiß erledigt werden und Galba hilft dabei die Leichen im Gärturm verschwinden zu lassen. Weiß hat seine Bestimmung gefunden und findet sogar eine Partnerin, die die gleichen Ziele verfolgt und sich ihm anschließt. Galba jedoch wird immer panischer und versucht mit allen Mitteln dem Morden Einhalt zu gebieten. Da er jedoch darauf bedacht sein muss, dass sein eigener Mord nicht ans Licht kommt ist er Weiß und der unbekannten Frau ausgeliefert und muss gute Miene zum wahrlich bösen Spiel machen ...

Meine Meinung:

Zunächst etwas skeptisch war ich am Ende des Buches doch begeistert von dieser Geschichte. Auf abgrundtief böse Art und Weise schildert Christian Mähr die mörderischen Begebenheiten in der Kleinstadt Dornbirn. Unglaublich was sich der seelenruhigen idyllischen Umgebung abspielt. Weiß und auch seine Partnerin scheinen absolut verrückt geworden zu sein - Galba erscheint einfach nur mitleiderregend obwohl ja eigentlich selbst schuld an der ganzen Misere. Schlag auf Schlag wirft der Autor einem die grausamen aber manchmal auch zum schmunzeln anregenden Brocken vor die Füße. Man kommt nicht zur Ruhe und so ist das Buch nicht so einfach wieder aus der Hand zu legen. Sehr makaber und keine leichte Kost aber absolut lesens- und empfehlenswert. Jeder hat eine dunkle Seite und besonders diese versucht der Autor beim Leser heraus zu kitzeln. Ich will mehr von Christian Mähr ...
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