Pressestimmen
"Einsamkeiten und Tode, Katastrophen und Unglücke sind der Stoff, aus dem dieses Buch gemacht ist, und die Welt, von der es handelt. Die Form aber will gar nicht passen zum Kanon des Vergeblichen. Ironie trieft aus dem Vorwort, Ironie hält die 151 Kurz- und Kürzestgeschichten zusammen, der Unernst nistet sprachlich noch in der traurigsten Episode. ... Tatsächlich aber folgt "Alles über die Welt" spielerisch einem hochmoralischen Zweck. Das Buch will zur Sprache bringen, was unbetrauert verschied, will melancholisch-heiter Zeugnis ablegen von dem, was unbekannt starb." (
Alexander Kissler, Süddeutsche Zeitung )
"Da hat sich einer mal was vorgenommen, "alles über die Welt" zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Geht das überhaupt? Natürlich nicht. Dennoch ist Klaus Ungerers erstes Buch keine Mogelpackung, sondern um einiges ehrlicher als die Werke, von denen in einer globalisierten Welt der Wissensexplosion behauptet wird, sie enthielten wirklich Wissenswertes. ... Klaus Ungerer macht aus seinem zwangsläufigen Scheitern beim Versuch, alles über die Welt aufzulisten, keinen Hehl. Lieber nimmt er das aus jedem Winkel der Erde unablässig gefütterte, unbeherrschbare Wissens-Monster auf die Schippe ... Wer bereit ist, die eine oder andere Episode im Internet nachzuschlagen, der wird seinen globalen Erkenntnisschatz um mal lustige, mal traurige Anekdoten aus den verschiedensten Winkeln der Erde erweitern. Doch selbst wenn man es ohne Entschlüsselungsversuche auf sich wirken lässt, sind die kurzen, gerade zwei Seiten umfassenden Geschichten spannend geschrieben - es ist die wohl größte Stärke dieses Buches." (
Christian Duyf, WAZ )
"An Erfindungsreichtum, grotesker Phantasie und Sprachwitz ist Ungerers Weltroman schwer zu übertreffen." (
Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung )
Kurzbeschreibung
Ein Weltmosaik in Buchform, ein literarisches Wimmelbild, ein Roman wie keiner zuvor.
Einhunderteinundfünfzig Schauplätze, Geschichten und Schicksale, die die Welt kaum spürbar und doch entscheidend verändert haben. Der weit gereiste Erzähler präsentiert sich und die Welt in einem großen literarischen Bericht voller unvergesslicher Kürzestromane, Portraits und Bilder, aus denen sich ein eigenwilliger, komischer und bestürzender Blick auf die Menschheit ergibt. Dies ist die ungewöhnlichste Weltreise, die man zwischen zwei Buchdeckeln unternehmen kann.
Ein junger Mann aus Zschopau hängt sein bürgerliches Leben an den Nagel und macht sich auf die Reise. Um nichts Geringeres zu versuchen, als der Welt die ihr gemäße Ordnung zurückzugeben. Denn die Welt, wie sie sich uns heute darstellt, hat eine Geschichte, die von Politikern geschrieben und ihren braven Vasallen hinausposaunt wurde; Napoleon, Hitler, Bush – helau, alaaf und tschüss! Welche vergessenen Taten, welche überraschenden Erkenntnisse wirklich von Wert gewesen sind, wird oft erst nach Jahrtausenden erkannt oder nie:
Wie Randy, der jüngste Sohn der Familie Kendall, beim großen Erdbeben an Karfreitag 1964 in Anchorage beinahe im Schlafanzug vor Gott trat.
Wie der Weltumsegler Captain James Cook in einem Moment der Unachtsamkeit eine Insel im Südpazifik Osnabrück taufte.
Wie Aleksandr Aleksandrowitsch Schinenkij in einer durchsoffenen Nacht eine ganze Stadt beim Kartenspiel verlor.
Wie in Tunguska an einem einzigen Junitag 60 Millionen Bäume umfielen, ohne dass jemand etwas merkte.
Wie ein Mammut 10.000 Jahre nach seinem Tod das Fliegen lernte.
Hier ist endlich »Alles über die Welt«. Bühne frei und gute Reise.
Die außergewöhnlichste Weltreise, die man zwischen zwei Buchdeckeln unternehmen kann.