Vorweg: Der Auto ist genauso alt wie ich. Das ist jetzt keine Wertung sondern nur eine Feststellung:
Eine Wertung kommt jetzt:
Wer dieses Buch kauft, erwartet vom Titel her einiges über die Technik eines Mercedes-Modells nämlich des CLK zu erfahren. Dieser Thematik widmet der Autor ca. 10 Seiten des Buches.
Die restlichen 196 Seiten beschreibt Herr Vieweg das Leben von Van Gogh, dem Leben von Monet und dem Leben von Cezanne. Die toten Maler können sich leider nicht mehr gegen diese blasphemische Traktierung wehren, zumal sich diese über ca. 40 Seiten hinzieht.
Auf weitere 20 Seiten empfiehlt Herr Vieweg den Besuch des Musicals Les Miserables sowie zahlreicher anderer kultureller Veranstaltungen die natürlich allesamt mit dem Auto soviel zu tun haben, wie Politiker mit der Wahrheit.
Aber soviel sei zur vorläufigen Ehrenrettung dieses sog. Journalisten gesagt: Gelegentlich werden doch tatsächlich einige Sätze über den Mercedes CLK und Mercedes allgemein abgeschrieben. Abgeschrieben deshalb, weil die Formulierung eigener Kreationen ja dem Sinn des Buches (mit möglichst wenig Aufwand ganz viel Geld zu verdienen) abträglich wäre.
Deshalb ist gut die Hälfte des Buches aus den Mercedes-Presseveröffentlichungen Wort für Wort abgeschrieben. Dies erzeugt beim Leser einen faden Beigeschmack, nämlich den der schwäbischen Speichelleckerei.
Fazit:
Wer mit Büchern solcher Art sein Geld verdient, führt den Journalismus deutscher Art der Jahre 1933 bis 1945 fort, ohne auch sich auch nur im geringsten mit der eigentlichen Aufgabe eines Autors auseinander zu setzen.
So lasset uns alle zum Gotteshaus schreiten und dafür beten dass Herr Vieweg zukünftig vom selben abkommt.