Ich habe dieses Buch im Jahr 1996 gekauft, weil mein Lebensgefährte und ich eine Allergie hatten. Wir ließen uns zuerst untersuchen und man sagte uns (auf kühle, unsympathische Art), dass wir eine salicylfreie Diät einhalten sollten. Wir waren allergisch auf Birkenpollen und Staubmilben.
Das fand ich lächerlich und unlogisch. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und war eigentlich immer sehr stark. Warum reagierte mein Körper auf einmal mit Quaddelbildung, wandernde Schwellungen im Gesicht und Mundrhagaden? Ich fühlte mich wie ein Monster. Da erzählte mir meine Schwägerin von Dr. Bruker und ich kaufte das Buch. Seine Erklärung, dass es zu einer Allergie kommt, wenn das Immunsystem geschwächt ist, fand ich einleuchtend. Die meisten Patienten bekommen jedoch Medikamente oder Empfehlungen, die die Symptome lindern sollten, ohne etwas über die Ursache der Krankheit zu erfahren.
Ich beschloss, eine kleine Getreidemühle zu kaufen, um die Rezepte im Buch auszuprobieren, obwohl mir Freundinnen sagten, ich werde bald sicher keine Zeit fürs Backen haben und die Mühle wird einfach staubig werden:-) Mein Partner und ich waren gerade Eltern geworden. Ich habe verstanden, dass Schlaf, vollwertige Ernährung und Bewegung die richtige Medizin für uns sein konnte (und zwar ohne Nebenwirkungen!!!).
Seitdem habe ich weitere Bücher von Dr. Bruker gelesen und bin sehr dankbar für die verständliche Erklärung medizinischer Zusammenhänge. Ich bewundere ihn für seine unermüdliche Aufklärungsarbeit. Ich mache Müslis und backe Brot. Unsere Allergie ist nach wenigen Wochen verschwunden und unsere Kinder (inzwischen haben wir zwei) sind sehr gesund. Als sie beide im Kindergarten waren, sagte mir die Kindergärtnerin, dass sie sich so wunderte: meine Kinder waren selten krank!
Wir versuchen, Kompromisse zu schließen, und kaufen ab und zu weiße Brötchen, Basmatireis, Süßigkeiten usw.. Die Kinder wachsen nämlich auch gleichzeitig in einer Gesellschaft, in der es solchen Sachen gibt. Aber wir schauen, dass wir uns möglichst vollwertig ernähren. Dank dem Buch von Helma Danner, die eine Ausbildung bei Dr. Bruker absolvierte, habe ich auch gelernt, Eis selber zu machen. Meine Eismaschine und die Getreidemühle sind doch nie staubig und ich bin auch von einem Flocker begeistert.
Selbstgemachte Haferflocken sind z.B. auch für Diabetiker und ältere Menschen sehr gut. Nach 20 Minuten Einweichzeit (laut Dr. Bruker), sind sie bekömmlich und sofort für Müslis verwendbar. Meiner Meinung nach, eignen sie sich auch als Einlage für wärmende und kräftigende Suppen im Winter, wenn man kein kaltes Frühstück zu sich nehmen will oder, wenn man nach einer Krankheit wieder zu Kräften kommen will. Brühe mit einem guten Suppenwurfel (ohne Geschmacksverstärker), einer frischen Selleriestange, einer Zwiebel, 2 oder 3 Kartoffeln und einer Möhre zubereiten. Dann die eingeweichten Flocken einfach mit der Brühe und den Kartoffeln (und ev. der Möhre) genießen. Wer will kann etwas Olivenöl und Parmesan hinzufügen. Guten Appetit!