Christoph Külzer-Schröder berichtet in seinem Buch ehrlich über seinen Weg zum Unternehmer und er spart nichts aus: Die Qualen in der Arbeitsagentur, die Selbstzweifel bei der Entscheidung und die Abstürze, wenn es nicht so geklappt hat, wie er es sich vorgestellt hat.
Es ist fast so, als würde man im Kopf des Autors stecken und seine Gedanken mitdenken: Wann ist das richtige Timing? Was denken die Anderen über mich? Was ist, wenn ich es nicht packe?
Es ist ein Buch, was wirklich bei der vielfältigen Literatur zum Selbstständigmachen gefehlt hat: Sonst kennt man die Ratgeber-Literatur mit vielen Checklisten und Website-Links - hier ist alles anders, hier kann ich als Leser mitfühlen und gleichzeitig darüber nachdenken, wie ich mich in seiner Situation verhalten würde.
"Im Alleingang" wird dem zukünftigen Unternehmer nicht die Erfahrungen auf dem Weg zur Selbstständigkeit ersparen können, es hilft aber ungemein, die eigenen Gefühle ernst zu nehmen und als Teil des Weges anzunehmen und zu reflektieren. Denn bei der Unternehmensgründung ist die ganze Person beteiligt, mit allen Höhen und Tiefen.
Und ganz nebenbei: Külzer-Schröder beschreibt immer wieder auch seine Familie als Stütze. Sie unterstützt ihn in seinen Ideen, sie gibt ihm Kraft und die Ehefrau hat auch schon mal die Idee, einfach für heute mal die Arbeit sein zu lassen. Das hilft, ehrlich!