Auch wenn es wieder den Plot des nach Macht strebenden Mafiosi gibt, macht den Reiz von Staffel 6 etwas anderes aus. Das liegt auch daran, dass die Bösen hier einfach nur noch böse sind und bei weitem nicht mehr so verschlagen und Klasse gespielt, wie z.B. ein Anwalt Terrassini in den ersten Staffeln.
So liegt der interessante Part der Story vorwiegend auf den Charakteren Tano Carridi, an dem man wieder neue Seiten entdeckt und der die ganze Palette vom Alkoholiker, bis zum gewieften Gangster ausspieln darf, was eine aboslute Glanzvorstellung von Remo Girone ist. Und auch wie Davide Licata mit einer Kugel im Kopf, die er direkt zu Beginn verpasst bekommt, klarkommen muss, hat es bisweilen in sich.
Und an diesen beiden liegt es überwiegend, dass die an sich nicht wirklich sooo innovative Krimihandlung nicht langweilig wird. Die Klasse der vorangegangenen Staffeln erreicht diese jedoch nicht ganz. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass man mit Vittorio Mezzogiorno als Davide Licata sicher einen größeren Handlungsbogen gewoben hätte, wenn man denn gekonnt hätte. Denn dass Mezzogiorno nach zwei Staffeln schon wieder ausschied lag daran, dass bei ihm nach Staffel 1 Krebs diagnostiziert wurde und er seine Arbeit nicht weiter fortsetzen konnte, wodurch natürlich auch das Drehbuch umgeschrieben werden musste, was letztlich zu der nicht ganz stimmigen Handlung führte.