Es gibt inzwischen viele Bücher von Weltumseglern, aber Joshua Slocum's Reise unterscheidet sich doch sehr von anderen Weltumsegelungen, fand sie doch vor über hundert Jahren statt. Elektronische Navigationsgeräte oder zumindest eine Quarzuhr standen Slocum natürlich nicht zur Verfügung, stattdessen behalf er sich mit einem alten Wecker, kam aber erstaunlicher Weise trotzdem immer richtig an.
Es hat mich sehr beeindruckt, mit welchen primitiven Mitteln Joshua Slocum um die Welt gesegelt ist. Das Buch gibt einen interessanten Einblick in das Segeln vor hundert Jahren. Interessant ist auch das Leben auf einem Fracht-Segler, welches Slocum in "Die Reise der Liberdade" beschreibt. Dieses Buch findet sich nämlich ebenfalls in diesem Ullstein Buch, seltsamerweise hinter "Allein um die Welt", obwohl es zeitlich vorher stattgefunden hat.
Auch wenn mich die seglerischen Details sehr angesprochen haben, so hat mich Slocum's Schreibstil eher gelangweilt. Insgesamt denke ich, daß man als Segler das Buch aus historischer Sicht durchaus gelesen haben sollte, allerdings gefällt mir der Stil nicht so gut, daß ich es mehrfach lesen würde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)