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Allein aus Gnade: Ein historischer Wittenberg-Krimi [Broschiert]

Lilli Klausen
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

Oktober 2008
Wittenberg 1521. In der blühenden Renaissance-Stadt brodeln Gift und Feuer: Gerüchte gehen, der streitbare Reformator Martin Luther sei nach dem Reichstag zu Worms ermordet worden. Die Lutheranerin Elisabeth, Witwe des reichen Tuchhändlers Eckhard, will die Bluttat aufklären. Behilflich sind ihr dabei der Philosophiedozent Markus und der jüdische Malergeselle David. Während sie nach Luthers Mördern suchen, verwandeln Horden seiner Anhänger und Gegner die Stadt in ein Pulverfass. Bis in einer Dezembernacht ein Fremder auftaucht und sich seinen Freunden zu erkennen gibt: Es ist Luther, der zu seinem Schutz auf die Wartburg verbracht wurde, wo er die Bibel übersetzt. Elisabeths Bruder Konrad wird mit der Verbreitung einer Schrift betraut. Anderntags ist er tot …

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Allein aus Gnade: Ein historischer Wittenberg-Krimi + Lutherleben - Reformations-Roman
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Produktinformation

  • Broschiert: 253 Seiten
  • Verlag: Mitteldeutscher Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898125645
  • ISBN-13: 978-3898125642
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 269.386 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine leicht daherkommende Lektüre, die doch einigen historischen Gehalt bietet." --Gießener Allgemeine, 30. Juli 2011

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte hautnah... 22. November 2008
Von Eskalina TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Man schreibt das Jahr 1521, die Ereignisse in der Stadt Wittenberg spitzen sich zu. Luther ist nicht aus Worms zurückgekehrt wo er sich vor dem Reichstag verantworten sollte und in der Stadt brodelt es. Als Elisabeth eines Morgens ihren Mann tot im Bett auffindet, weiß sie, dass nichts mehr so sein wird, wie es vorher war. Mitten in diesem Chaos aus Unsicherheit, Fanatismus und der zaghaften Frage nach der Wahrheit macht sich Elisabeth, die sich zuerst noch unsicher, aber später immer gefestigter "Lutheranerin" nennt, auf die Suche nach dem Mörder, denn sie glaubt nicht an einen natürlichen Tod ihre Mannes. Hat ihr früherer Verlobter Thomas damit zu tun, der nach ihrer Heirat mit dem reichen Händler Eckhard dem Augustinerorden beitrat und der Luther aus ganzer Seele hasst?
Selten hat es ein Buch verstanden, mich so schnell in seinen Bann zu ziehen. Der Autorin Lilly Klausen (Pseudonym von Charlotte Lyne) ist es wunderbar gelungen, die Menschen in dieser Zeit des Umbruchs zu zeichnen - so authentisch, dass einem die Geschehnisse unter die Haut gehen und so lebendig, dass man die Zweifel und die Ängste der Menschen dieser Zeit nachvollziehen kann. Das, was gestern noch richtig war, ist heute falsch - die Werte ändern sich, aber nicht die Menschen - und so eskaliert irgendwann der innere Zwiespalt und die, die vorher einer Glaubensrichtung angehörten, teilen sich plötzlich auf in zwei Gruppen. Die eine Gruppe, die Luther anhängt, und die sich das in der Stadt Wittenberg offen erlauben kann, und die andere Gruppe, die an die wahre katholische Kirche glaubt, und die nun ihren Glauben angegriffen sieht und ihn mit Gewalt verteidigen will.
Schon häufiger habe ich versucht, mir genau diese Zeit vorzustellen und Schilderungen immer nur in trockenen Geschichtsbüchern gefunden. Wie viel lebendiger und anschaulicher ist es dagegen in diesem Buch, das dem Leser Geschichte auf eine spannende und interessante Art und Weise nahe bringt. Man sieht die Protagonisten förmlich vor sich, so gut sind sie gezeichnet und man verfolgt gespannt den Lauf dieser Handlung, die rasant voranschreitet. An keiner Stelle kommt Langeweile auf und ich hätte noch einige Zeit weiter lesen können.
Sehr dankbar bin ich übrigens, dass der Buchtitel nicht auf "- in" endet. "Die Lutheranerin" oder "Die Protestantin" hätte ich einfach nicht lesen können, da ich gegen diese Titel mittlerweile eine Allergie entwickelt habe und befürchte, nach dem Lesen eines solchen Buches eine "Ärztin" oder "Heilerin" aufsuchen zu müssen...
Ich freue mich, dass noch drei weitere Bücher der Autorin auf mich warten. Sie werden es nicht mehr lange so ruhig im Regal haben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sola gratia 12. Januar 2009
Von S. Forster TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Was die historische Seite dieses Romans betrifft, lässt die Autorin Lilli Klausen keine Wünsche offen. Wer bereits die Bücher von Charlotte Lyne kennt, deren Pseudonym Klausen ist, weiß, wie gut sie recherchiert und wie wunderbar es ihr immer wieder gelingt, gerade den historischen Persönlichkeiten Leben einzuhauchen.
Philipp Melanchthon, Lucas Cranach der Ältere oder Martin Luther selbst bereichern die Geschichte um die Hauptfigur Elisabeth Schramm ganz wunderbar.
Das hat sie auch nötig, denn Elisabeth, auch genannt Els oder Lisa, hat sehr wenig, um nicht zu sagen gar nichts, von einer charismatischen Hauptfigur. Ihre ängstlichen Gedanken, die sie aus heiterem Himmel befallen, schränken ihre Handlungsfähigkeit sehr ein, sodass die im Klappentext erwähnte Suche nach Luthers Mördern im Prinzip nur in ihrem Kopf stattfindet. Eine Abweichung von der heute ja fast schon üblichen selbstwußten Heldin historischer Romane hätte spannend sein können, doch Elisabeth fällt eher durch ihre selbst auferlegten Zwänge auf. Ihre Angewohnheit, sich bei Angst und Problemen selbst zu würgen, irritiert ebenso wie ihre Unfähigkeit, mit ihren engsten Freunden zu sprechen.
Doch die toll ausgearbeiteten Nebenfiguren, der sachlich beschriebene historische Hintergrund und die Vielfalt der Stimmen, die im Buch zu Wort kommen, wiegen diese Schwäche wieder auf.
Der Autorin ist es mit ihrem unverwechselbaren Schreibstil gelungen das Für und Wider der jeweiligen Religion und die Zerrissenheit der einzelnen Menschen neutral darzustellen und den Leser so mitten ins aufgewühlte Wittenberg zu versetzen.
Zum Ende des Buches gewinnt die Auflösung des Mordes an Elisabeths Bruder Konrad schließlich auch mehr Bedeutung und der Täter wird logisch und, passend zur der damaligen Situation in der Stadt, spannend entlarvt.

Ein historischer Roman, der beeindruckt durch seine Intensität und Darstellung der historischen Fakten, auch wenn die Hauptfigur es nicht schafft, den Leser für sich zu gewinnen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Aufruf zu mehr Toleranz 9. November 2008
Von Bouquineur TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
10. Dezember 1521. Martin Luther vollzieht den endgültigen Bruch mit der Katholischen Kirche, indem er auf Verbrennungen seiner Bücher mit der Verbrennung der Bulle sowie einiger Schriften der Scholastik und des kanonischen Rechts vor dem Wittenberger Elstertor antwortet.
In Mitten dieser Geschehnisse treffen wir auf Elisabeth, die gemeinsam mit ihrem Gatten der Verbrennung beiwohnt und wenig später auf Thomas, ihren ehemaligen Verlobten, der nach der Auflösung der Verlobung dem Augustinerorden beigetreten ist. Beide ahnen nicht, dass in dieser geschichtsträchtigen Nacht Ereignisse in Gang gesetzt werden, die beider Leben entscheidend ändern werden.

Eingebettet in einen Kriminalfall erzählt Charlotte Lyne unter dem Pseudonym Lilli Klausen von einem Schlüsselerlebnis der Reformation und der damit stetig weiter voranschreitenden Spaltung der Kirche. Ebenso wie die Kirche stehen hier auch die Protagonisten an einem Scheideweg, der sie an die Grenzen ihrer selbst führt und an dem sie sich entscheiden müssen, auf welcher Seite sie stehen. Elisabeth, die sich der Reformbewegung angeschlossen hat, Thomas, der klar zum katholischen Glauben steht. Diese beiden Protagonisten sind sinnbildlich für das schwierige Verhältnis zwischen der alten und der neuen Lehre. Ihnen zur Seite stehen sowohl historische Figuren wie Martin Luther, Lucas Cranach oder Johannes Bugenhagen aber auch fiktive Figuren. Allen gibt die Autorin ein Gesicht und eine Seele und menschliche Tiefe, niemand bleibt blass oder konturlos.
Glaubhaft lässt die Autorin ihre Protagonisten innere Kämpfe ausfechten, lässt sie leiden, zweifeln, mit sich selbst ringen und sie lässt sie hoffen - hoffen auf Verständnis, auf Annäherung, auf Toleranz und auf Gleichberechtigung und inneren Frieden.

Der Glaube spielt in diesem Buch eine starke Rolle, aber die Autorin drängt ihm dem Leser nie auf. Sie wirbt für keine der beiden christlichen Kirchen, bezieht keine Stellung, legt dem Leser statt dessen nahe, sich selbst ein Bild zu machen und keine der beiden Seiten vorzuverurteilen.
In erster Linie den Menschen sehen, nicht die Religion, dem Hass entgegenzutreten und den Menschen so akzeptieren, wie er ist, sind zentrale Aussagen dieses Romanes.

Das hier der eigentliche Kriminal-Fall eher Nebensache ist und erst am Ende wieder eine Gewichtung erhält, verzeihe ich der Autorin gerne, so sehr hat mich dieser Konflikt zwischen den beiden Seiten gefangen genommen, der Wittenberg wie eine Welle der Gewalt mit Hass, Wut und Brutalität überschwemmt hat, weil beide Seiten glaubten, sie wären im Recht und ihre jeweils christliche Gesinnung die Absolute.

Ein wunderschöner Roman, geschrieben in der unnachahmlichen, kraftvollen und mitreißenden Handschrift einer wirklich großen Autorin, der es auch mit diesem Roman gelingt, den Leser absolut in den Bann der erzählten Geschichte zu ziehen und Teil der Ereignisse zu Wittenberg 1520/1521 werden zu lassen.
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