|
Produktinformation
|
Moviemans Kommentar zur DVD: Leider trübt permanentes Rauschen das Bild stark ein. Auch Artefakte und düstere Kontrastwerte müssen bemerkt werden. Farblich bieten sich schöne Ansichten. Akustisch bleibt die Disc im mittleren Bereich. Kraftvolle Effekte existieren nicht, was dem Film aber keineswegs schadet. Die natürlichen Dialoge sind angenehm. Die Extras sind hintergründig, wenn auch nicht umfangreich.
Bild: Farblich wurde das Bildmaterial sehr fein abgestimmt. Es ergeben sich sehr natürliche Nuancen im Tageslicht, die nur selten leicht blass wirken. Im künstlichen Neonlicht der Bibliothek hingegen neigen Haut-Töne ganz leicht dazu, ins Pinkfarbene zu überstrahlen (Glatze, 00:04:39). Auch Rauschen stellt hier ein gewisses Problem dar (weißes Schlafzimmer, 00:08:56 oder am Meer, 00:38:13), welches durchgängig in Erscheinung tritt (Mensa, 00:05:29). Leider wird auch die Schärfe häufig vom durchgehenden Rauschen negativ beeinflusst (Gesicht, 00:20:11).. In dunkleren Einstellungen fällt es sogar sehr grob aus (Gesicht, 00:55:26). Artefakte machen sich in harten Kantenbereichen, wie Bücherregalen, bemerkbar, fallen aber nie wirklich stark ausgeprägt ins Gewicht. Auch wenn die Kontraste sich recht gut ergeben, machen sich doch immer wieder mal Überbelichtungen (00:26:58) oder dunklere Farbfelder breit, innerhalb denen Details nur schwer auszumachen sind (Wald, 01:22:33).
Ton: Auch die Dialoge ergeben sich sehr natürlich. Wenn auch die Plastizität der Stimmen nicht überragend wirkt, so kommen doch vor allem sanfte Stimmungen und Nuancen sehr authentisch an. Sie zarten Musikstücke übertragen sich schön mit der Kulisse verwoben auch aus dem Hintergrund in de Raum hinein. Da der Film stark von Dialogen und stillen Momenten lebt, machen sich vorerst kaum Unterschiede zwischen Stereofassung und DD 5.1-Mix bemerkbar. Erst in deftiger klingenden Szenen (Disco, 00:29:51) werden die Vorteile des DD 5.1-Tones klar. Meeresrauschen (00:37:30) klingt weiträumig durch alles Kanäle schallend. Deftigere Effekte bleiben allerdings aus.
Extras: Zu den Extras gehören Originaltrailer (1:09 Min.), ein sehr aufschlussreiches Interview mit Dr. C.-H. Lammers zum Thema "Borderline" (31:27 Min.), eine Dokumentation zum Film (26:04 Min.), die sich über Entstehung des Filmes, Hintergründe und Reaktionen auslässt aber leider mit einem recht schwachen Ton ausgestattet ist und schließlich noch 3 Programmtipps. Die Informationen sind von der Anzahl nicht groß, der übermittelte Inhalt aber kann sich durchaus sehen lassen. --movieman.de
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Der Film schafft es dabei sehr gut die Einsamkeit, unter welcher diese junge Frau zum einen leidet, von Anfang an dem Zuschauer zu vermitteln. So sieht man Maria gleich am Anfang zu traurig klingenden langsamen Klavier-Tönen in einem Buss sitzen und aus dem Fenster starren. In einer späteren Szene liegt sie zum Beispiel allein im Bett und knipst einfach nur die Nachttischlampe immer wieder an und aus.
Wenn sie allein in ihrer kleinen Mietswohnung ist, steht sie sozusagen vor dem Nichts, versucht entweder ihre einzige Freundin zu einer Unternehmung zu überreden, wendet sich an ihren doppelt so alten "Lover" (welchem sie aus materiellen Gründen, aus Labilität und wegen der Gesellschaft, die er ihr gibt verfallen zu sein scheint) oder betrinkt sich. Eines Tages lernt sie bei ihrem Nebenjob an der Universität jedoch einen jungen Studenten kennen und lernt diesen näher kennen. Doch der tiefergehende Kontakt mit ihm gestaltet sich vor dem Hintergrund ihrer Krankheit als schwierig...
Ich fand den Film dabei mit Lavinia Wilson perfekt besetzt. Diese wirkt einfach wie eine normale, durchschnittlich aussehende Studentin und macht diesen Film damit um so authentischer. "Allein" funktioniert nicht nur für Personen, welche mit der "Borderline-"-Krankheit vertraut oder davon betroffen sind, sondern könnte wohl auch ein Einblick in das Leben so mancher x-beliebiger Studentin bzw jungen Frau in einer Grosstadt sein. Das Betäuben der Sinne durch Alkohol in etwa oder die Einsamkeit ohne feste Beziehung sind sicherlich Themen, welche viele junge Menschen betreffen.
Ich kann diesen Film wirklich jedem (jungen) Menschen ans Herz legen. Schade, dass es immer gerade solche kleinen Meisterwerke sind, welche in "grossen Kinos" nicht gespielt werden und den Massenmarkt somit nicht erreichen.
|
|
|