Ich glaube es stand zu Erwarten, dass man von einem 20-jährigen nicht den Schreibstil und die Erfahrung eines erfahrenen Romanautors erwarten kann. Im übrigen habe ich schon Reiseerzählungen gelesen die wesentlich schlechter geschrieben waren, die ich nach der Hälfte weggelegt habe und nicht gerade von unbekannten Seglerautoren. Ich finde es anerkennend, wenn ein junger Mensch der bislang nur die Erfahrung eines mehrseitigen Aufsatzes in der Schule hat, ein Buch über 280 Seiten zustande bekommt. Er berichtet über ein Abenteuer, dass sicherlich nur in diesem Alter so zu absolvieren ist, nämlich mit einer Spur jugendlicher Unbekümmertheit und auch Naivität. Ist man älter macht man sich über viele Dinge viel zu viel Gedanken, was könnte wie und wann und überhaupt passieren, so dass man nicht mehr vom Fleck kommt. An machen Stellen etwas zu ausschweifend, an anderer Stelle vielleicht zu oberflächlich, aber insgesamt doch so geschrieben, dass man weiterliest und sich in die Situationen auch hineindenken kann.Ich finde, dass jemand der an Segelliteratur dieser Art Interesse hat, sich diese Buch nicht entgehen lassen sollte. Denn man merkt, dass diese Reise nicht gemacht wurde, im Gegensatz zu vielen Anderen, um dann ein Buch zu schreiben und damit Geld zu verdienen.