Dieser Film aus den 70er Jahren präsentiert innerhalb einer in Schwarzweiß gedrehten Rahmenhandlung verschiedene Zeichentrickkurzfilme. Diese sind musikalisch untermalt mit Kompositionen von Debussy, Dvorák, Ravel, Sibelius, Vivaldi und Strawinsky. Alleine jeder einzelne Trickfilm ist es mehr als wert, gesehen zu werden. Es sind wunderbare und teils sehr bewegende Geschichten von einem erfolglosen Faun, der fragwürdigen Evolution einer Gruppe von Höhlenmenschen, der unvorstellbaren Entwicklung eines Colatropfens, einer Katze und ihrer Erinnerungen in einem vom Krieg zerstörten Haus, einer akkuraten Biene, die nicht gerne gestört werden möchte und einem Klumpen Lehm, in dem mehr steckt.
Die Choreographie der Trickfilme kann nur als großartig gelungen bezeichnet werden.
Auch ohne den Disney-Film Fantasia zu kennen (der hier parodiert wird), ist Allegro non troppo sehenswert. Und auch ohne Italienisch zu sprechen, kann man dem Film folgen. (Englische Untertitel werden angeboten.)
Die Rahmenhandlung ist kurios/furios und muss im Zusammenhang mit der Zeit gesehen werden. Hier entsteht auch der einzige Sternabzug: Mit heutigem Blick entsprechen manche Szenen nicht mehr den Sehgewohnheiten, was zu gelegentlichem Stirnrunzeln bei der Wahrnehmung des Humors der Rahmenhandlung führt.
Insgesamt ist dieser Film aber sehr empfehlenswert und in hohem Maße überraschend und anrührend.