Dies ist die erstaunliche und ungewöhnliche Geschichte eines Fuchses und einer Ente. Ursprünglich wollte Konrad, der Fuchs, eine am Ufer des Sees brütende Entenmama fangen und fressen. Denn er war hungrig und Füchse stehlen halt nicht nur Gänse, sondern fressen , wenn es denn sein muss, auch Enten. Doch die Ente war schneller als der Fuchs und so blieb Konrad mit einem Ei zurück, das die Entenmama gerade ausbrüten wollte und bei ihrer Flucht nicht mitnehmen konnte.
Während Konrad zuhause gerade noch überlegt, ob er sich ein Rührei machen soll, damit er wenigstens etwas zu essen hat, schlüpft das Küken und sagt zu ihm: "MamaMama!" "PapaPapa!" verbessert ihn der erstaunte Fuchs, und weiß nicht, wie ihm da geschieht. "PapaPapa!" ruft das Küken ohne Ende, immer wieder. Der Fuchs gibt ihm etwas zu fressen von den kargen Resten, die sich noch in seiner Kammer befinden. Er gibt ihm einen Namen, Lorenz, und spürt immer mehr, dass das kleine gelbe Lebewesen etwas mit ihm macht, ihn verändert.
"Ich kann es ja noch fressen, wenn es groß ist", beruhigt sich Konrad selbst. Eine wunderbare Beziehung entsteht: "Es war eine schöne Zeit und schöne Zeiten vergehen schnell."
Lorenz wird zum Erpel. Über vieles sprechen sie in dieser Zeit, doch nie darüber, warum ein Fuchs mit einer Ente lebt. Das Knurren von Konrads Magen hält Lorenz für abgehende Fürze, doch Konrad hat nicht vergessen, was dieses Geräusch bedeutet: HUNGER.
Lorenz lernt eine andere Ente kennen, verliebt sich und stellt sie Konrad, der er nach wie vor für seinen Vater hält, vor.
Und wie das so ist, wenn Enten verliebt sind, sie bekommen Küken, sogar eine ganze Menge davon. Konrad bringt ihnen die Fuchssprache bei und wird langsam älter. Doch er frisst keine einzige Ente. Als er eine Tages die Augen schließt für immer, begraben ihn die Enten im Wald und bleiben dort im Wald, der ihnen durch Konrad zur neuen Heimat geworden ist.
Ein schönes Bilderbuch über Beziehungen völlig ungleicher Art und was sie bewirken können.