Diese Geschichte ist eine, die man eigentlich gar nicht lesen will. Zu viel Tod, Grausamkeit, Pessimismus. Menschen, die nichts verbindet bis auf Abhängigkeiten, Manipulationen und eine unerträgliche Einsamkeit, die jeder von ihnen empfindet. Abgründe lauern überall: zwischen vermeintlich glücklichen Liebespaaren, auf harmlosen Geburstagsfeiern.
Die scheinbare Normalität ist nichts als ein Netz aus subtilen Lügen, hält kaum einem zweiten Blick stand. Ein schauriges Panorama, zugegeben. Manchmal erscheint es fast zu überspitzt.
Wenn man sich jedoch von der unaufdringlichen und eleganten Sprache und dem filigran gesponnenen Beziehungsgeflecht dieser Erzählung fesseln lässt, dann steht man innerlich bald selbst gebannt vor den Abgründen und starrt in die schwarze Tiefe -
und man ist sich sicher, dass es diese Abgründe sehr wohl gibt. Und man beschließt sich fern zu halten, wenn man es denn kann.