Zugegeben, ich habe Sophie van der Stap's Buch 'Heute bin ich blond: Das Mädchen mit den neun Perücken' nicht gelesen. In diesem, ihrem ersten, Buch hat die damals 21jährige Autorin über ihr Leben mit einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung geschrieben. Wider Erwarten überlebt sie und steht damit vor einem unerwarteten Geschenk: Dem Weiterleben. Und hier startet das vorliegende Buch 'Alle Träume auf einmal'. Sophie van der Stap berichtet darin über die Suche nach dem, was jetzt kommen soll. Es scheint gar nicht so leicht, wieder den Tritt zu finden. Den Tritt ins Leben, in die Zukunft. Sie macht sich auf die Reise
"'Ein Neuanfang verlangt mehr als nur einen Terminkalender für die Tage, die vor einem liegen. Er 'verlangt einen Plan. Einen Masterplan, eine hieb- und stichfeste Logik'."
Dieses Zitat aus dem Buch zeigt genau das auf, was mir persönlich in 'Alle Träume auf einmal' fehlt. Die Geschichte plätschert vor sich hin; die Autorin reist von einem Ort zum anderen, bleibt mal länger, mal etwas weniger lang, trifft verschiedene Menschen und lässt mich ganz kurz nur einen Blick auf diese werfen. Alles wirkt ziellos, planlos und unklar, was mich zwischendurch sogar dazu verführt, automatisch diagonal zu lesen; kein gutes Zeichen.
Fazit: Eine Geschichte ohne roter Faden. Nichts für mich.