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Alle Tage: Roman [Taschenbuch]

Terézia Mora
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: btb Verlag; Auflage: 1 auflage (7. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442734967
  • ISBN-13: 978-3442734962
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 222.699 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Terézia Mora
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Terézia Mora öffnet die Tür zu einer merkwürdigen Welt. Man sollte gerüstet sein für eine verstörende Leseerfahrung. Gleich zu Anfang ihrer Geschichte wird der Protagonist Abel Nema mehr tot als lebendig an einem Klettergerüst aufgefunden. An den Füßen mit Klebeband befestigt und in seinem schwarzen Mantel kopfüber nach unten hängend, erinnert er an eine riesige Fledermaus. Wer brachte ihn in solche Lage? Ein Auftakt, der -- und nicht zum letzten Mal fühlt man sich in einen Film von David Lynch versetzt -- das Ende der Geschichte vorwegnimmt. Ständige und verstörende Perspektivwechsel gehören zum Programm einer inneren und äußeren Haltlosigkeit. Und alles nur wegen einer verschmähten Liebe?

Abel Nema (das Anagramm zu „Amen“ verweist auf die vielen sprechenden Namen des Romans) lebte vor langer Zeit mit seinen Eltern „in einer kleinen Stadt in der Nähe dreier Grenzen“. Örtlichkeiten haben bei Mora eine stets traumhafte, seltsam undefinierbare Qualität. Theatergleiche Erzählräume, die, haben sie ihren Zweck erst erfüllt, sich in Luft auflösen. Als Abel zwölf ist, verschwindet der Vater wort- und spurlos aus seinem Leben. Der endgültige Schlüssel zu Abels emotionaler Steinwerdung findet sich jedoch in jener Szene, in der auch der langjährige Freund Ilia Abels Liebe verschmäht und ins Auslandsstudium flüchtet. Auch Abel wird von nun an ein Flüchtiger sein. Und er ist gepanzert -- für immer!

Er verlässt sein Land und heiratet zum Schein die gutherzige Mercedes. In Omar, ihrem einäugigen und verschlossenen Sohn, findet er sein jugendliches Pendant. Die Ehe hat keinen Bestand. Der merkwürdig emotionslose Vater, der zehn Fremdsprachen perfekt beherrscht, ist und bleibt auf immer sprachlos. Lieblos. Und doch voll Sehnsucht. In einem kafkaesken Zimmer, das keine Wände zu besitzen scheint, beginnt Abel Nemas Niedergang. Ein Besuch in einem albtraumhaften Etablissement namens „Klapsmühle“, gerät zum orgienhaften Dante‘schen Inferno, und bildet doch nur den Vorhof zur wirklichen Hölle, die auf Abel noch warten sollte.

Moras Roman durchzieht ein beständiger Eishauch. Mäandernd und losgelöst von Raum und Zeit ist nur gewiss, dass nichts gewiss ist. Ihre Nebelwelt präsentiert sich, analog dem Zustand ihres Helden, steinern und erkaltet. Sinnlich Wahrnehmbares gibt es nur in Form von Gerüchen und Lichtsituationen (oder besser: ewiger Lichtlosigkeit). Dass dies nicht ins romanhaft Experimentelle mündet, verdankt sich Moras Sprachgewalt. Metaphern- und Beobachtungsgrade von hoher Feinheit machen diesen beachtlichen Erstlingsroman zu einem der herausragenden Bücher des Jahres 2004. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

"Mein Buch des Jahres." (Sigrid Löffler )

"Es hat mich bis an die Seele gerührt." (Elke Heidenreich )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kein leichter Lesegenuss 4. Februar 2007
Von B. Kugler VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Es ist ganz etwas Besonderes. So Elke Heidenreich in Lesen. Besonders ist es, besonders schwer zu lesen, finde ich. Die Sprache und die Sprachkraft wird von den Kritikern

hochgelobt. Dem kann ich nicht zustimmen. Es ist kein Genuss zu Lesen. Ich musste beim Lesen teilweise konzentriert Wort für Wort auseinandernehmen. Satzzeichen für mich einfügen, um die Aussage zu verstehen. Das ein ganzes Buch lang. Anstrengend.

Zum Beispiel:

In den letzten Jahren hat er die Muttersprache seines Vaters fast vergessen, zu Bora sagte er nicht mehr als drei radebrechende Sätze, und nun war es so, dass er jedes einzelne Wort, jeden Satz, den er hörte, sofort verinnerlichte, und auch wenn er noch nicht alles verstand, er merkte bereits , wo sie einen Fehler machten, er sah die Konstruktionen vor sich, als würden kleine Astgebilde aus den Mündern seiner Mitpatienten wachsen."

Teilweise unendlich lange Sätze, dann wieder nur ganze kurze.

Am schlimmsten fand ich ziemlich am Ende das Kapitel Zentrum Delirium. Nomen est omen. In seinem Delirium, nachdem er Fliegenpilz Pulver zu sich genommen hatte, macht Abel so einiges durch. Der Leser auch.

Die Handlung ist nicht chronologisch erzählt, sondern in Rückblicken und mit vielen Zeitsprüngen. Am Ende fügt sich ein Puzzleteil zum anderen. Ich habe trotzdem noch ein paar unbeantwortete Fragen. Vielleicht noch mal lesen? Wenn ich nur dran wollte....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Durchleuchtung eines Mannes 16. November 2011
Format:Audio CD
ABEL NEMA - der Name des Mannes, den die Autorin auf seinem Weg verfolgt und den sie bis ins Innerste sichtbar macht.
ABEL NEMA - ein Genie, das 10 Sprachen erlernt, aber selber so gut wie nie spricht.
ABEL NEMA - der weder Geruch-noch Geschmacksinn hat, der Jungens liebt, aber sich selbst nicht wirklich versteht.
ABEL NEMA - der aus seiner südöstlichen Heimat in den Westen kam, und sich dort nie heimisch und zugehörig fühlt.
ABEL NEMA - der zu guter Letzt von seinen Leiden erlöst wird.

Ein ganz besonders Buch - der Anfang ist das Ende.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ferdi79
Format:Taschenbuch
Gerade sprachlich finde ich das Buch sensationell, vor allem die ständig wechselnde Erzählperspektive: Ein Beispiel: In eigentlich universal erzählten Szene, kommen die Protagonisten kurz in Ich-Form zu Wort, ohne dass dies wirklich wörtliche Rede wäre. Dadurch erhält man mehre Blickwinkel gleichzeitig, als würden die beteiligten im Nachhineinkommentieren oder als ob kurz Ihre momentanen Gedanken in der Szene aufblitzen. Das funktioniert so gut, weil die Autorin extrem gut beobachtet und der Charakter der jeweiligen Person nur durch diese wenigen Schlüsselwörter ganz deutlich wird.
Desweiteren hat sie eine enorme erzählerische Effizienz. Es werden nie viele Details oder Beschreibungen gegeben, aber diese sind so präzise, das man die jeweilige Szene sehr genau vor sich sieht. Auch hier ein Beispiel: Gleich am Anfang des Buches findet sich die Hauptperson auf einem Fest wieder, dass in eine Orgie ausartet. Der Protagonist verliert sich in seinem Rausch, die Wahrnehmung purzelt durcheinander. Gesehenes wird erst verzögert verstanden. Das ist so präzise beschreiben, dass man als Leser das Gefühl hat, man wäre selbst kurz vor dem Delirium. So perfekt habe ich das selten gelesen.
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Heiliger Protagonist und durchgedrehtes Romanpersonal
HEILIGER PROTAGONIST UND DURCHGEDREHTES ROMANPERSONAL (LUDWIG WITZANI) (4.4.2005)
Theresa Mora erzählt in ihrem Erstling die Geschichte von Abel Nema, dem jungen Mann,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2009 von Rheinischer Lesekreis
Große Literatur
Habe dieses Buch schon vor einiger Zeit gelesen und stoße jetzt auf die sehr durchwachsenen Rezensionen, was mich treibt, doch mal eine Lanze für diesen Text zu brechen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juni 2009 von Jupiter
anspruchsvoll und nichts für zwischendurch
Ich habe das Buch damals gekauft weil ich das Cover interessant fand: Mann von hintem in einem schwarzen Mantel. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2008 von Mary Jane Watson
Einfach nur Krampf
Ich habe im Buchhandel dieses Buch auf Grund seiner Beschreibung auf der Rückseite gekauft. Klang gut!
Kennen Sie das Gefühl: "Wahrscheinlich bin ich blöd!? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. August 2007 von Angie W.
Großes Werk
Nicht umsonst den Buchpreis gewonnen. Dieser Roman ist absolut fesselnd geschrieben. Ich bewerte mit 5 vollen Sternen!
Veröffentlicht am 11. Juni 2007 von J. Daniel
Der Hauptdarsteller als Reflexionsfläche
Terézia Mora hat mit diesem Roman ein ganz erstaunliches Debüt hingelegt. Sie experimentiert auf eine höchst interessante Weise mit Sprache, verändert... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2006 von Th. Leibfried
Anstrengend, aber nicht schlecht...
Terezia Mora scheint bei diesem Buch sehr viel Vertrauen darin zu haben, dass der Leser die Zeitsprünge nachvollziehen kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2006 von Mila San
Ein Buch, das die Welt wahrhaftig nicht braucht
Ich hatte dieses Buch aufgrund einer Empfehlung in unserer örtlichen Tageszeitung gekauft. Und obwohl es nicht einfach war, habe ich es zu Ende gelesen (und das ist mir... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2005 von Birgit W. aus S.
Ein großartiges Sprachspiel
Für mich ist dieses Buch (einen - gar klassischen - Roman kann man es nicht wirklich nennen) eines der besten deutschsprachigen Werke der letzten Jahre. Lesen Sie weiter...
Am 20. September 2005 veröffentlicht
...sprachlich hervorragend, spannend, düster...
Vielleicht sollte man dies Buch nicht an einem dunklen Novembertag in die Hand nehmen, vielleicht wird man gerade sagen: Ach wie lächerlich sind doch meine eigenen kleinen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juni 2005 von Bücherwurm
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Bin ich zu blöd, dieses Buch auf Anhieb zu kapieren? 1 23.09.2007
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