Ephraim Kishon ist mit Sicherheit der bekannteste israelische Autor von Satiren, und das hat durchaus seinen Grund, denn jeder, der Satiren liebt, die auf dem tatsächlichen Leben basieren und dieses gekonnt überspitzen, ohne dabei den Humor zum puren Selbstzweck zu machen, ist bei Ephraim Kishon völlig richtig. Dieser beschreibt dabei vor allem das Leben in seiner Wahlheimat Israel; das führt dazu, daß neben vielen typischen menschlichen Schwächen vor allem die speziellen Eigenarten des Staates Israel und dessen multikultureller Bevölkerung auf die Schippe genommen wird. Das heißt aber nicht, daß man über die einzelnen Satiren nur dann lachen kann, wenn man ein guter Kenner des Mittleren Ostens ist, aber ein gewisser Überblick über die poloitische Situation kann nicht schaden, denn ansonsten geht ein Teil der Pointen in einem kleinen Teil der Satiren wohl doch verloren. Aber der größte Teil der Satiren ist im allgemeinen leicht verständlich, denn die porträtierten Eigensachaften einiger Menschen sind wohl doch in der ganzen Welt die gleichen. Und im Porträtieren eben dieser Eigenarten ist Kishon ein absoluter Meister; der Leser kommt von einem Lachen zum nächsten Schmunzeln. Dieser Sammelband ist natürlich nur jemandem zu empfehlen, der noch nicht oder wenig von Kishon gelesen hat, sonst kommt es zwangsweise zu Überschneidungen. Aber in dieser Zielgruppe sei dieses Buch jedem empfohlen, der nicht gerade zum Lachen in den Keller geht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)