Asimov erzählt in seinen Robotergeschichten von einer Zukunft, in der Roboter immer mehr zum Alltagsbild gehören, vergleichbar mit der technischen Entwicklung der Heim- PC. Dabei thematisiert er die Anfänge der Robotik, mit der Skepsis der Menschen, bis hin zum fertigen, sich kaum vom Menschen unterscheiden Elektronengehirn, welches fast höhere Ansprüche an die Gesellschaft und sich selbst stellt, als der Mensch, der es geschaffen hat. Die Kurzgeschichten bauen stellenweise aufeinander auf und manche Anspielungen werden nur erkennbar, wenn vorherige Geschichten gelesen wurden. Die Roboter handeln alle nach den gleichen drei Grundregeln:
1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehl gehorchen, es sei denn, ein Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, so lange dieser CShutz nicht mit Regel Eins oder Zwei kollidiert.
Die Einhaltung dieser Regeln führt manchmal zu aberwitzigen Reaktionen, die Asimov mit gekonntem Augenzwinkern wiedergibt. Meine Ausgabe der Robotergeschichten "Meine Freunde, die Roboter" stammt aus dem Jahre 1982 und kommt aus dem Heyne Verlag. Unzählige Mal habe ich die Geschichten schon gelesen, denn man findet immer wieder neue Gesichtspunkte und liest und erfährt die Geschichten jedes Mal unter einem neuen Aspekt. Meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre für jeden SF-Fan der gern schmunzelt und sich mit unserer Gesellschaft auseinandersetzen will, kommen hier doch auch aktuelle Thematiken wie Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass vor, wobei die Roboter die Rolle der Ausländer übernemen.