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Produktinformation
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Wenngleich Popper anerkannte, dass manche Menschen mehr als andere über die Begabung zum Philosophieren verfügen, so stand er -- obgleich als Universitätsprofessor selbst "Berufsphilosoph" -- der professionellen Philosophie immer skeptisch gegenüber: dies vor allem wegen seines Misstrauens gegenüber einer vermeintlichen "philosophischen Elite". In einem Interview sagte er einmal: "Ich glaube vor allem nicht, dass es eine philosophische Elite gibt in dem Sinne, dass die Berufsphilosophen eine besonders wichtige Gruppe in unserer Gesellschaft bilden."
Bei alledem wies Popper den Berufsphilosophen eine wichtige Aufgabe zu, nämlich: "die Dinge, die manche andere als selbstverständlich hinnehmen, kritisch zu untersuchen. Denn viele dieser Ansichten sind einfach Vorurteile, die unkritisch und selbstverständlich hingenommen werden, aber sehr oft einfach falsch sind. Um das herauszubekommen, braucht es vielleicht so etwas wie einen Berufsphilosophen, der sich Zeit zum kritischen Nachdenken nimmt." In dieser Hinsicht verstand sich Popper als sokratischer Therapeut, der seinen Hörern und Lesern das Rüstzeug an die Hand gibt, das Nicht-Selbstverständliche des scheinbar Selbstverständlichen zu erkennen.
Auch das vorliegende Buch legt Zeugnis von dieser Grundausrichtung der Popper'schen Philosophie ab. Der gelungene Auswahlband enthält einschlägige Texte, die den Themenbereichen gewidmet sind, die Popper sein Leben lang begleitet haben: "Bewusstsein und menschliches Selbstbewusstsein", "Erkenntnis - Lernen - Wissen" sowie "Politik und Geschichte". Die Zusammenschau zeigt sehr schön, wie sehr die verschiedenen Themen im Denken Poppers miteinander verwoben sind. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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