Wer in seiner Freizeit nach unterhaltsamer und ansprechender Lektüre sucht, der wird von diesem Werk der Schriftstellerin Danielle Steel enttäuscht werden. Sicherlich strebt die Autorin nicht den Literaturnobelpreis an und ihre Romane erheben keinen Anspruch auf literarische Brillanz, doch selbst wenn man dies im Kopf behält, ist "Alle Liebe dieser Erde" ein äußerst schlechtes Buch.
Bettina Daniels, logischerweise schön und von Männern umschwärmt, erfüllt jedes Klischee, das die Heldin eines billigen Liebesromans zu erfüllen hat. Als ihr Vater stirbt und sie alleine zurücklässt, beginnt für sie der Ernst des Lebens in dessen Verlauf sie unzählige Male heiratet, so dass man am Ende heilfroh ist, wenn man die letzte Seite ohne eine erneute Heirat überwunden hat.
Der Stil der Autorin raubt einem das letzte Fünkchen Lesevergnügen, das man vielleicht noch gehabt haben könnte. Platt und wenig facettenreich schildert Danielle Steel die Erlebnisse ihrer Heldin. Nie überlässt sie etwas der Interpretation des Lesers, stets wird jede Emotion bis ins kleinste Detail erläutert.
Insofern: ein miserables Buch, das wirklich nicht zu empfehlen ist!