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Allahs langer Schatten. Warum wir keine Angst vor dem Islam haben müssen
 
 
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Allahs langer Schatten. Warum wir keine Angst vor dem Islam haben müssen [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Michael Lüders
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 223 Seiten
  • Verlag: Herder, Freiburg; Auflage: 1., Aufl. (August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451296640
  • ISBN-13: 978-3451296642
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 455.518 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Lüders
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im Jahr 2006 kam das Institut für Demoskopie in einer Studie über das Islambild der Deutschen zu einem erschreckenden Ergebnis. Demnach verbinden 98 Prozent der Befragten mit dem Islam vor allem Terror und Gewalt. 96 Prozent attestieren der Religion Muhameds ganz generell "Rückständigkeit" und für 94 Prozent steht der Islam vor allem für die Unterdrückung der Frau. Das hat den Islamwissenschaftler Michael Lüders auf den Plan gerufen, der in seinem Buch Allahs langer Schatten eindringlich davor warnt, den Islam "zu verteufeln" und unter den Generalverdacht zu stellen, eine antidemokratischen Gewaltideologie zu sein. Eindringlich warnt der Autor davor, Koran und Terrorismus in einen Topf zu werfen. Dies sei nicht nur in der Sache falsch, sondern spiele auch den islamistischen Fundamentalisten in die Hände.

Lüders vertritt in seinem Buch zwei Hauptthesen: "Zum einen würden wir über die jüngste der monotheistischen Religionen anders denken, wenn wir mehr über ihren Werdegang, ihre theologischen Inhalte und kulturellen Leistungen wüssten". Zum anderen schüfen "wir unsere Feinde aus der islamischen Welt seit kolonialen Zeiten zu einem erheblichen Teil selbst". Die erste These versucht der Autor mit einem "Streifzug durch die Geschichte - ohne Hasskappe" zu belegen. Die zweiten These ist Gegenstand eines Kapitels mit der Überschrift "Hurra wir siegen - leider nicht", in dem Lüders die jüngsten "Fehler der westlichen Politik im Schatten Allahs" als solche zu entlarven versucht: den "Krieg gegen den Terror" ebenso wie die Rede von den "Islamo-Faschisten". Im Krieg gegen die Taliban in Afghanistan sagt er der Nato ebenso eine Niederlage voraus, wie er die Kriegskoalition im Irak auf einem "unaufhaltsamen Weg in den Abgrund" sieht.

Lüders' Thesen sind gewiss nicht neu. Lesenswert ist das erkennbar in ernster Sorge verfasste Buch gleichwohl. Vor allem der den Band beschließende Ausblick, in dem der Autor der Frage "Welcher Islam für Europa?" nachgeht, verdient Aufmerksamkeit. -- Hasso Greb

Kurzbeschreibung

Von 100 Deutschen verbinden 98 mit dem Islam Gewalt und Terror. Doch wer in jedem Muslim einen potentiellen Terroristen sieht, der die westliche Demokratie bedroht, nimmt selbst eine extremistische Position ein - und spielt so den Fundamentalisten in die Hände. Vielmehr muss es darum gehen, islamische Minderheiten im Westen zu integrieren und die moderaten Kräfte in den orientalischen Ländern zu stärken. Aus diesem Grund warnt Michael Lüders eindringlich davor, den Islam pauschal zu verdammen - undifferenzierten Ängsten setzt er fundierte Hintergrundinformationen entgegen: Anschaulich und einfühlsam gibt er einen Überblick über die Geschichte der islamischen Welt, über die unterschiedlichen Strömungen dieser Weltreligion und ruft ins Gedächtnis, welchen Reichtum und welches große Erbe das christliche Europa der verschwisterten Kultur zu verdanken hat.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gerhard Brouwer TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Islam hat im Westen den untergegangenen Kommunismus als Feindbild abgelöst. Ist die Islamophobie eine Neuauflage des Antisemitismus unter anderen Vorzeichen?

Mekka war auch vorislamisch eine bedeutende Handelsstadt, in der zur Kaaba gepilgert wurde. Mohammed war Händler, der nach einem Berufungserlebnis in Mekka predigte und deshalb von der reichen Kaufmannsschicht 622 verjagt wurde. Acht Jahre lebte er in Medina und prägte dort islamisches Regieren, das unterschiedlich interpretiert wird. Radikale Islamisten stehen gegen islamische Modernisten (Trennung von Religion und weltlicher Macht) und islamischen Vordenkern, die Medina als gelungene Einheit von Staat und Religion verstehen.
Michael Lüders schildert historisch die Ausweitung des islamischen Imperiums. Nicht die Bekehrung der Ungläubigen, wohl aber die Herrschaft der Muslime über die Nichtmuslime galt den Moslems als gottgewollt. Weiter zeichnet Lüders knapp nach die Spaltung des Islam (vor allem zwischen den Sunniten und Schiiten) und die Teilung des Großreiches zwischen Arabern, Persern und Türken.

Fünf Grundpfeiler des Islam sind verpflichtend: das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, das Almosengeben, die Pilgerfahrt nach Mekka und das Ramadan-Fasten.
Die Scharia, die konsequent in Saudi-Arabien, im Iran, im Sudan, in Somalia und in Afghanistan angewandt wird, kennt noch Steinigen von Ehebrechern oder die Handamputation bei Diebstahl. Sie sollte nach Lüders systematisch entrümpelt werden.

Im wohl letzten kolonialistischen Krieg der Region, dem Suez-Krieg, wurde der arabische Nationalismus besiegt - an seine Stelle trat der Fundamentalismus. Ein moderner, aufgeklärter Islam hat zur Zeit keine gesellschaftliche Basis.
Osama bin Laden wollte ein Kalifat unter seiner Führung schaffen und gründete dafür 1988 das Netzwerk Al-Quaida. Von Peshawar (Pakistan) aus arbeitete er an der Befreiung Afghanistans von den Sowjets, unterstützt von Amerikanern mit modernsten Waffen, in Kooperation mit dem CIA. Später wollte er die prowestlichen islamischen Regierungen (Algerien, Ägypten, Saudi-Arabien, Jemen, Pakistan) stürzen.
Mit Ausnahme von Al Quaida gibt es keine islamistische Internationale. Eine algerische Gruppe hat eine algerische Agenda, eine ägyptische eine ägyptische, eine marrokanische eine marrokanische. Allein zwischen Hamas und Hisbollah ist seit dem Libanon-Krieg 2006 eine Zusammenarbeit unter syrischer und iranischer Beteiligung zu beobachten.
Der Sturz der Taliban in Afghanistan, dem Gastgeber von Osama bin Laden, war eine vom Völkerrecht sanktionierte Antwort auf 9/11 - ganz im Gegensatz zum Angriffskrieg 2003 gegen den Irak. Den Irakern geht es heute schlechter als unter der Terrorherrschaft Saddam Husseins. Nicht das Ziel der Demokratisierung wurde erreicht, sondern eine fortschreitende Radikalisierung im Namen des Islam.
Die gegenwärtige Lage im Nahen und Mittleren Osten gleicht einer Anhäufung von Pulverfässern mit mehreren glimmenden Zündschnüren. Syrien und der Iran werden dämonisiert, aber ohne sie ist eine Befriedung der Region nicht möglich. Weiter so ist der "Krieg gegen den Terror" nicht zu gewinnen. Wenn es uns nicht gelingt, Köpfe und Herzen der muslimischen Mehrheit zu gewinnen, wird weiterhin ein Konflikt aus dem nächsten geboren.
Detailliert schildert Lüders das an der Lage in Afghanistan und im Irak.

Eine Reformation und Aufklärung hat es auch im Buddhismus, im Hinduismus oder Taoismus nicht gegeben, ohne dass man China oder Indien, Thailand, Malaysia oder Vietnam deswegen Fanatismus oder Fortschrittsfeindlichkeit vorwirft.
Ein schlimmer Ausblick in die Zukunft: Israel könnte im Alleingang einen Angriff auf den Iran wagen und dann die Solidarität der westlichen Welt mit dem jüdischen Staat einfordern. Die Beteiligung der Hisbollah (Libanon) dürfte erfolgen, wenn die USA und/oder Israel den Iran angreifen.

Eine kleine Kritik zum Schluss: gleich zweimal wird von 15 Milliarden Moslems (wohl ein Kommafehler) geschrieben. Das dürfte eigentlich nicht passieren.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Guy Simon
Format:Taschenbuch
Ich erwarb "Allahs langer Schatten" in der Hoffnung im Gegensatz zu der (meiner Meinung nach) eher negativen Darstellung in den Medien sowie den gängigen weit verbreiteten Klischees eine objektive Herangehensweise lesen zu können.
Diesbezüglich wurde ich nicht enttäuscht. Wer sich generell über den Islam informieren und den Blick über den Tellerrand der präsenten vorherrschenden Meinung wagen will, ist hier genau richtig.
Entgegen der negativen Kommentare einiger Rezensenten, vertraue ich bezüglich der dargebotenen Informationen (trotz Guttenberg) dem Fachwissen eines promovierten Orientalisten.
Das das Buch vom Herder-Verlag, der christlich orientiert ist, dürfte auch für eine objektive Haltung sprechen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Vittus
Format:Taschenbuch
Wer dieses Buch als "reines Märchen aus 1001 Nacht" abstempelt, hat es nicht wirklich gelesen. Schade. Denn selten habe ich ein Buch als so auf-
schlußreich und neutral ausgewogen empfunden. Und ich verstehe seitdem die diversen Zusammenhänge viel besser. Ein Kompliment an den Verfasser.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Inhaltlich teilweise falsch
Also,

ich möchte kurz und knapp folgendes sagen. Liest bitte den Koran selbst und die sogenannten bekannten Hadithen über Mohammed. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von lilwitch veröffentlicht
Schadet nicht zu lesen, außer sie fürchten.............
dass all ihre Vorurteile auseinanderbrechen. Wer genug von Necla Kelek, Broder und Sarrazin hat, sollte auch mal die andere Seite der Medaille kennen lernen. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von viacon veröffentlicht
Chance vertan
Nach einem langjährigen Studium der grundlegenden Quellen des Islam: Koran, Sunna, Sira und Fatwas ist in mir ein mulmiges Gefühl der Bedrohung entstanden. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Gottfried veröffentlicht
Wichtig!
Dieses Büchlein polarisiert. Werter Leser, lies die Rezensionen.

Etwas anderes als Polarisierung ist allerdings als Reaktion auf eine Streitschrift in dieser... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2008 von avvocato
Märchen aus 1001 Nacht
Wer sich auch nur einigermaßen mit dem Koran und den Hadith auskennt (Quellen z.B. Nachrichten von Taten und Aussprüchen des Propheten Muhammad), der weiß, dass... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2008 von Englisch und Mathefan
Das wichtigste Buch zum Islam & der neueren Geschichte seit langem
Ich dachte immer etliches über die inneren Zusammenhänge
dieses Themas und der Historie zu wissen

- Lüders hat mich mit diesem Buch eines Besseren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. April 2008 von Neo
Das derzeit beste Buch zur "islamischen Bedrohung"
Wenn man den Titel und das Cover des Buches betrachtet, gelangt man zu der reizvollen Vorstellung, dass ein eiliger Kunde es für einen der üblichen angstmachenden Werke... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. März 2008 von Arne Hoffmann
Lesen Sie dieses Buch als Dokument der herrschenden "political...
Die literarische Auseinandersetzung um die Rolle des Islam in der Welt und die Frage, wie man sie einzuschätzen und zu bewerten hat, hat gerade erst richtig begonnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2007 von Winfried Stanzick
Ein mutiges und längst überfälliges Buch
Michael Lüders gibt uns ein großartiges Buch in die Hand, das uns in die islamische Welt einlädt, die Geschichte dieser Weltreligion kurzweilig und anschaulich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. November 2007 von Norbert Steinweg
ein wunderbares Buch
"Allahs langer Schatten" ist ein wunderbares Buch, das mir leicht und verständlich den Islam erklärt.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2007 von Ida Ehre
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