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All that Jazz: Die Geschichte einer Musik Taschenbuch – November 2007

27 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 472 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: 3., erw. u. aktualis. Ausg. (November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150216842
  • ISBN-13: 978-3150216842
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,7 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.964 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Die Jazzgeschichte ist eine sehr unterhaltsame Angelegenheit: Da gibt es Jelly Roll Morton, der überall herumläuft und erzählt, er habe den Jazz erfunden, dann Bud Powell, der bei einem Auftritt im New Yorker Birdland so sturzbetrunken ist, dass ihm nur noch das Thema von "Little Willie Leaps" einfällt und Stan Getz, der mit dem Finger in der Jacke einen Apotheken-Überfall versucht, um an Drogen heranzukommen.

All that Jazz heißt das Buch, in dem derartige Geschichten stehen. Ein unterhaltsames und kurzweiliges Werk, nicht nur für Jazzfachleute. In vierzehn Kapiteln beschreibt der Autor Michael Jacobs die Entwicklung des Jazz vom Ragtime und New Orleans Jazz über Chicago, Bigband-Jazz, Swing, Bebop, Cool Jazz und Hard Bop bis zu Free Jazz, Fusion und der Jetztzeit. Auch weißen Jazzmusikern, wie Benny Goodman, Bix Beiderbecke und Mezz Mezzrow wird viel Platz zugestanden. Die Stärke dieses Buches liegt insbesondere in der frühen Jazzgeschichte; hier beschreibt Jacobs relativ detailliert das Einwirken von Sozialgeschichte, Politik und individuellen Biographien auf die Entstehung und Weiterentwicklung der Jazzmusik.

Natürlich kann ein gut 300 Seiten umfassendes Buch nicht alle Lücken füllen. Manche Bereiche bleiben nur angetippt oder werden komplett ausgeklammert. So kommen z.B. Musikerinnen wenig zur Geltung -- große Sängerinnen wie Ella Fitzgerald oder Billie Holiday werden zwar genannt, aber recht stiefmütterlich behandelt, genauso wie die Pianistinnen Mary Lou Williams oder Lil Hardin-Armstrong, die in erster Linie als Gattin und Protegé ihres Mannes aufgeführt wird. Alice Coltrane oder Irene Schweizer, eine bedeutende Free-Jazz-Pianistin werden gar nicht erwähnt. Überhaupt dünnt All that Jazz zur Gegenwart hin immer weiter aus. Vergleichsweise aktuellere Stile wie Third Stream, Latin oder Ethno-Jazz werden nur oberflächlich angesprochen oder gänzlich ausgelassen. Wer allerdings einen gut lesbaren Überblick über die älteren Jazzstile bis zum Free Jazz oder Jazzrock erwartet, ist mit diesem Buch gut bedient. --Anja Buchmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wilhelm am 26. November 2007
Format: Taschenbuch
Endlich liegt eine aktualisierte Ausgabe dieser fundierten Jazzgeschichte vor, die neben Berendts Jazzbuch wohl DAS Standardwerk zum Thema sein dürfte. Und erfreulicherweise beschränkt sich die Aktualisierung nicht bloß auf das Anpassen einiger Daten und Fakten - nein, ein komplett neuer, umfangreicher Essay aktualisiert UND erweitert das jetzt als preisgünstige Taschenbuchausgabe vorliegende Buch. Wobei dem Autor dieses Essays das Kunststück gelungen ist, die entscheidenden Entwicklungen der letzten fünf, zehn Jahre auf absolut überzeugende Art und Weise kenntlich zu machen. Das ist kenntnisreich geschrieben, lässt sich sehr gut lesen und macht Lust auf eigene Entdeckungen: Hut ab!
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von B. Bartsch am 19. November 2003
Format: Taschenbuch
Dieses Buch ist eine sehr instruktive und lehrreiche Einführung in die Geschichte des Jazz. Allerdings beschreibt es diese Musik nicht als bloßes Artefakt, sondern ebenso deutlich als Ergebnis eines bestimmten sozialhistorischen Nährbodens, dem diese Musik immerhin ihre Existenz verdankt. Man sollte sich eben nicht darum herummogeln: in seinem Ursprung stammt der Jazz aus dem Rotlichtmilieu, und lange Zeit lieferten subalterne schwarze Künstler, die von den Weißen wie Domestiken behandelt wurden, Unterhaltungsprodukte an, die lediglich dem Amüsement des zahlungskräftigen Publikums dienen sollten, deren Kunstcharakter aber die wenigsten erkannten oder erkennen wollten. Erst mit dem Bebop änderte sich das, und es gibt wenige so dichte und eindrückliche Darstellungen des Lebens Charlie Parkers wie die in diesem Buch. Gerade Parkers Leben ist exemplarisch für die Zerrissenheit des schwarzen Künstlers zwischen künstlerischer Autonomie und erlittener Instrumentalisierung, und genau diese Zerrissenheit ist es auch, die dem Jazz seine besondere Spannung verleiht. Warum also nicht auch jene Geschichten, die fast ebenso wichtig für ein gutes Verständnis der Jazzgeschichte sind wie die Musik selbst?
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 10. Dezember 2007
Format: Taschenbuch
Zwar stand ich als Endpubertierender auch mal mit der Guitarre auf der Bühne, aber ein Jazzer bin ich nicht. Den Anstoss zur Lektüre gaben mir Woody Allen und meine Patentochter. Allen mit seinem Film "Sweet and Lowdown", Eva mit ihrem Kontrabass und dem Entschluss zur Karriere als Jazzmusikerin. Also war vertiefte Information angesagt. Und selbst wenn ich unzählige Details wieder vergessen habe, bekam ich trotzdem ein Gefühl für die Entwicklungen und Zusammenhänge. Dass Michael Jacobs dem Leser auch vermittelt, dass Kunst mit Sehnsucht und damit mit Rausch zu tun hat, finde ich nicht störend, sondern zwingend. Ob man dies verurteilt, ist eine Frage der persönlichen Moral.

Ich betrachte dieses Buch als ausführliche Einführung für Jazz-Interessierte. Daher finde es nur normal, wenn leidenschaftliche Jazzer und Musikfachleute Lücken finden oder andere Gewichtungen setzen. Mir kam der chronologische Aufbau sehr entgegen. Denn nur so konnte ich einigermassen nachvollziehen, wie das Gebäude langsam in die Höhe wuchs, wie es seine Umgebung beeinflusste und welches seine wichtigsten Baumeister waren. Hilfreich finde ich auch den ausführlichen Apparat, der Abkürzungen erklärt, die Herkunft der sechzig Bilder aufführt, Lektüre-Empfehlungen abgibt und nebst einem Personenverzeichnis auch Tipps gibt, welche Musikstücke man sich irgendwann anhören sollte.

Mein Fazit. Dem Verlag und dem Autor herzlichen Dank, dass sie Jazz-Interessierten eine so spannende, umfangreiche und auch emotionale Einführung in diesen Musikstil anbieten. Eine unnötige CD sparen und schon hat man die Investition für dieses empfehlenswerte Buch locker wieder drin.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von tastosolo am 7. März 2010
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch beleuchtet in einem überschaubarem Rahmen alle Stationen der Jazz Geschichte und deren herausragenden Interpreten. Gut recherchiert, mit Zitaten und Bildern angereichert, der Schreibstil ist unterhaltend und spannend. Ich wollte mir nur so nebenbei einen Überblick betreffend Jazz verschaffen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. In Verbindung mit tönenden Beispielen über youtube kann man sich in relativ kurzer Zeit ein fundiertes Bild machen. Nur zu empfehlen!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Joachim Stöckel am 29. März 2003
Format: Taschenbuch
Eine lebendig geschriebene Einführung in die Geschichte des Jazz. Kein trockenes Kompendium, was dieses Buch auch gar nicht sein will, sondern eine geradezu spannende Darstellung der wesentlichen musikalischen Entwicklungen, mit amüsant dargestellten Schwerpunkten auf den Biographien der Trendsetter. Der Autor versteht es, beim Leser bei der Lektüre der einzelnen Kapitel über die Jazzstile auch eine akustische Erwartungshaltung zu wecken. Die (allerdings recht knappe) Discographie im Anhang macht das Buch zu einem Leitfaden im wahrsten Sinne. Aus meiner Sicht für eine erste Beschäftigung mit der Geschichte des Jazz sehr empfehlenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A. Russy TOP 1000 REZENSENT am 23. Mai 2008
Format: Taschenbuch
Eine fortlaufende (oder beinahe kontinuierliche) Geschichte des Jazz zu schreiben ist sehr schwierig und per se unmöglich. Anders als der Berendt stellt sich der Autor dieser Herausforderung, dadurch werden aber öfters Schleifen zurück in der Zeit notwendig.
Zur angesprochenen Kritik, wie sehr die Künstler dem Konsum diverser Narkotika verfallen waren: mir persönlich fiel schon sehr bald auf, wie kurz diese Persönlichkeiten gelebt haben, doch nirgendwo, weder im Berendt noch anderer Sekundärliteratur wird darauf eingegangen. Sicherlich, man kann das als Abwertung dieses Personenkreises vertsehen oder schlicht und einfach, wie ich, als Hintergrundinformation werten, die sonst nirgendwo zu finden ist.
Ich bezeichne mich als Fan dieser Musik und finde die zum Teil sehr depremierenden Lebensgeschichten als informativ und sie vertiefen das Verständnis diverser Schicksale sowie Schaffenskrisen.
Runde 500 Seiten, eine nette Einführung. Mehr kann man nicht verlangen, und der Versuch, Zeit und Stile miteinander zu verbinden und eine annähernd kontinuierliche Geschichte einer Musikrichtung zu schreiben, ist sehr gut gelungen.
Lesenswert, auch als Stück Geschichte des 20. Jahrhunderts.
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