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All die schönen Pferde
 
 
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All die schönen Pferde [Gebundene Ausgabe]

Cormac McCarthy , Cormac MacCarthy
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (1993)
  • ISBN-10: 349804348X
  • ISBN-13: 978-3498043483
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 285.877 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Cormac McCarthy
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

ßAll die schönen Pferdeß wurde in den USA mit den zwei höchsten Literaturpreisen ausgezeichnet, dem National Book Award und dem National Book Critics Circle Award. Erzählt wird die Geschichte von zwei jugendlichen Ausreißern. Im Jahr 1949 machen sich John Grady Cole, 16 Jahre, und Lacey Rawlins, 17 Jahre, auf den Weg nach Mexiko; der Wunsch nach Freiheit, unberührter Natur und heißblütigen Pferden treibt sie an. In Mexiko empfängt sie eine archaische Kultur, deren Härte und Grausamkeit sie erschrecken, und John Grady wird für seine leidenschaftliche Liebe zur schönen Pferdezüchtertochter Alejandra einen hohen Preis zu zahlen haben.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grandioser Roman 27. Oktober 2008
Format:Taschenbuch
Cormac McCarthy ist einer der groessten Erzaehler der Gegenwart, und einer der ganz Grossen in der Weltliteratur ganz allgemein - diese Einschaetzung ist in praktisch allen meinen Rezensionen von McCarthy Romanen unermuedlich wiederholt. So auch dieses Mal. Alle Buecher von Cormack McCarthy die ich bisher gelesen habe sind aussergewoehnlich und von aussergewoehnlicher und herausragender Qualitaet. Und "All the Pretty Horses" ist da keine Ausnahme.

Wie so oft bei McCarthy ist der Protagonist ein junger Mensch, einer, der sein Leben noch vor sich hat und sich auf die Reise begibt. Er begibt sich auf seine spezielle Reise und diese Reise heisst: Leben!

Der Tod seines Grossvaters markiert eine ausschlaggebende Zaesur im Leben des 16-jaehrigen John Grady Cole. Seine Mutter plant nach dem Tod des Grossvaters die Ranch, auf der die Familie seit Jahrzehten lebt, aufzugeben und in die Stadt zu ziehen, da sie geschieden und getrennt von ihrem Ex-Mann lebend, keine Perspektive und keine Moeglichkeit fuer das Fortfuehren der Ranch sieht. Fuer John Grady bedeutet dies das Ende seines Lebens wie er es bisher gekannt und gelebt hatte. In seiner Verzweiflung beschliesst er, zusammen mit seinem Freund Lacey Rawlins, von zu Hause auszureissen, um woanders ihr Glueck zu suchen und ihr gewohntes Leben fortfuehren zu koennen. So reiten sie nun eines Nachts in aller Heimlichkeit los "(...) and they rode out (...) like young thieves (...) loosely jacketed against the cold and ten thousand worlds for the choosing."

Und schon hier begegnen wir wieder dem McCarthy Hauptomotiv: Das Leben als das Ergebnis von getroffenen Entscheidungen, die nicht revidiert und rueckgaengig gemacht werden koennen. Die beiden Jugendlichen begeben sich auf die Reise genannt "Leben" und haben dabei "ten thousand worlds for the choosing". Und aus diesen zehntausend Welten die vor ihnen liegen, muessen sie nun genau einen Weg auswaehlen und diese Entscheidung kann weder rueckgaengig gemacht werden, noch koennen sie dem Schicksal entfliehen, das dieser Weg fuer sie bereithaelt.

Dieser gewaehlte Weg wird sie dann ueber Umwege und Begegnungen schliesslich auf eine Ranch in Mexiko fuehren, wo sie beim Zureiten und Betreuen von Pferden erfolgreich ihr Auskommen finden. Die Umwege und Begegnungen auf ihrer Reise nach Mexiko holen sie jedoch voellig ueberraschend ein, und so beginnt der Leidensweg der beiden jungen Maenner, voller Not und Gewalt.

John Grady hat mit dem Verlassen der elterlichen Ranch eine Entscheidung in seinem Leben getroffen und dabei einen der zehntausend zur Auswahl stehenden Wege gewaehlt - und von dort gibt es kein Zurueck. Die Begegnungen und Bekanntschaften auf der Reise, scheinbar ohne groessere Bedeutung, kehren nun umso maechtiger zurueck und nehmen Einfluss auf sein Leben. Das Leben als Kette von Entscheidungen, die im Moment der Entscheidung den kuenftigen Weg bereits vorzeichnen. Die letzten Konsequenzen sind jedoch nicht sofort vorhersehbar, hoechstens zu bestimmten Momenten retrospektiv erfahrbar: "He saw very clearly how all his life led only to this moment and all after led nowhere at all." Und vor hier gilt es wieder Entscheidungen zu treffen, und auch sie werden wieder schicksalshaft und verbindlich sein.

Dieses Motiv ist in allen Romanen von McCarthy zu finden: Das schicksalshafte Wesen des Menschen; alle Entscheidungen haben ihre Konsequenzen; nichts kann ungeschehen machen; alles wirkt sich in spezifischer Art und Weise aus - frueher oder spaeter und es gibt kein Entrinnen. Wir finden dieses Motiv in vielfaeltigen Variationen bei McCarthy und jedesmal wirkt es erneut - maechtig und nachhaltig.

"All the Pretty Horses" ist schlichtweg wieder ein grossartiger Roman von Cormac McCarthy. Wieder ein weiterer Mosaikstein, der die aussergewoehnliche Groesse dieses Schriftstellers ausmacht. "All the Pretty Horses" ist der erste Teil der sog. Border Trilogie, d.h. wir haben noch 2 weitere Meisterwerke auf die wir und freuen koennen. (Allerdings ist wohl die deutsche Uebersetzung - wie so oft bei Buechern von McCarthy - sehr schwerfaellig, aufgrund des sehr texanisch-umgangsprachlichen Englisch des Original.) Wie immer 5 Sterne fuer McCarthy und eine dringende Leseempfehlung fuer "All the Pretty Horses".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer den amerikanischen Südwesten und das benachbarte Mexiko mag, die Landschaften dort und die Menschen, der wird hier auf seine Kosten kommen. Ein großer Roman!!! Ein großes Abenteuer, eine romantische Liebesgeschichte und eine Parabel über das Leben und den Tod.
Dem Übersetzer ist gelungen, den Zauber zu spiegeln, der an McCarthys Erzählkunst fasziniert. Landschaften, Personenbeschreibungen, atemberaubende "action" überzeugen auch in der deutschen Übersetzung.

Wer sich mit Pferden, deren Ausbildung und Ausrüstung oder sogar mit den Waffen aus der U.S. amerikanisch - mexikanischen Welt auskennt, dem fällt auf, dass McCarthy weiß, wovon er spricht. Die Übersetzer dagegen "schwimmen". Sie mutmaßen bei den Fachbegriffen und schreiben IRGENDETWAS.
Vielleicht hätten sie jemanden fragen sollen, der etwas davon versteht?
In Deutschland gibt es diverse Kenner der Szene, die gerne geholfen hätten, diesen grandiosen Roman perfekt zu übersetzen..
Beispiele:
- Da wird das "mexican ringbit" (Seite 100 der englischen Ausgabe) zur "Kettentrense" (Seite 108 in der deutschen Ausgabe.) Das ist falsch. Was ein Ringbit ist, kann jeder gerne bei Wikepedia nachsehen.
-Da wird beim Colt SAA "with the gate flipped open") übersetzt "mit offenem Zahnkranz" (statt "mit offener Ladeklappe", Seite 68).
- Beim Sattel werden die Skirts (Rückenplatten) mit den Fendern (Seitenplatten) verwechselt (Seite 68).
- Die Comanchen haben "gezwirbelte" Haare (Seite 9), obwohl "plaited" (geflochten") eindeutig im Originaltext steht. Comanchen hatten niemals gezwirbelte Haare, das waren allenfalls die Assiniboin. Die wohnen aber ganz woanders, nämlich an der Grenze zu Kanada.
- Die von McCarthy gut beschriebene Ausbildung der Pferde z.B. "sidelined", Seite 100) wird mit "Fußfesseln" (Seite 108) übersetzt, was den Kern nicht trifft und deshalb falsch ist. Fussfesseln sind Hobbel.
- Das größte Durchatmen meinerseits passierte jedesmal bei "Sattelknauf" oder sogar "Sattelknopf", wenn das Sattelhorn gemeint war. 100 000 Wendymädels in Deutschland, die auf Westernsätteln reiten, wissen was ein Sattelhorn ist. Warum weiß das der Übersetzer nicht? Es steht eindeutig in englischen Text "HORN"!

Solche groben Patzer finden sich an mehreren Stellen. Schade drum!

Mac Carthy hat durch zeitweise spanische Dialoge, weiterhin durch den texanischen Slang der beiden jungen Abenteurer eine glaubhafte exotische Variante in seinen Erzählstil integriert. Für mich wurde diese fesselnde Stimmung immer wieder unterbrochen durch die oben beschrieben Merkwürdigkeiten.

Zugegeben, den meisten Lesern werden diese Details nicht auffallen. Aber...
Nicht nur ein preisgekrönter Roman sollte mit Respekt behandelt und mit mehr Sorgfalt übersetzt werden!
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein epochales Werk 23. April 2008
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Zu den Archetypen jugendlicher Sehnsucht gehört die frühe Reise, der Aufbruch in Fremde und Abenteuer im Morgenlicht der Jugend. Was immer den iuvenilen Wanderer auf dieser Reise auch erwarten mag, es wird begrüßt als Epiphanie von Wirklichkeit und Leben, umstrahlt von der unvergesslichen Tiefe des ersten großen Abenteuers. So weit das Genre. Auch Cormack McCarthys "All die schönen Pferde", der erste Teil seiner Border Trilogie", handelt von einer solchen Reise, aber es ist eine Reise voller Gewalt, Tod und Blut, die eine Welt offenbart, von deren Schrecken die Hauptfiguren der Handlung noch nichts ahnen konnten. John Grady Cole und sein Freund Rawlins sind gerade mal sechzehn, siebzehn Jahre alt, als sie auf ihrem Ritt nach Mexiko San Antonio passieren, Pässe und Ebenen überqueren, in ausgetrockneten Flussbetten schlafen und die mystische Kargheit der Landschaft erleben. "In der Ferne, verschleiert von schwarzen Gewitterwolken, schimmerten lautlose Blitze, wie die Flammen von Schweißbrennern im Qualm einer Schmelzhütte. Als werde im eisernen Dunkel der Welt eine schadhafte Stelle repariert."(S. 74). Beiläufig begegnen die beiden dem jungen Blevins, einen knapp vierzehnjährigen Heißsporn, der in einem Gewitter unter tragikomischen Umständen sein Pferd verliert, um es sich kurz darauf überfallartig und blutig von seinen neuen mexikanischen Besitzern zurückzuholen John Grady und Rawlins aber reisen weiter und verdingen sich schließlich als Arbeiter und Zureiter auf einer großen Hacienda. Der Schlaf auf der harten Strohmatte, der morgendliche Kaffee aus der Blechtasse, das Zureiten der wilden Pferde, die Gemeinschaft mit den älteren Männern, die die beiden Jungen bald zu achten beginnen, verbinden sich schnell zu einem wohltuenden Rhythmus, in dem die Monate vergehen. Der anstellige John Grady gewinnt nicht nur die Gunst des Haciendados sondern auch die seiner schönen Tochter Alejandra. Eine Liebe bahnt sich an, zuerst zaghaft, dann immer unbedingter, bis die junge Haciendaprinzessin allabendlich in die Schlafkammer des jungen Grady kommt. Man sieht, schon legt die Liebe die Lunte an die majestätisch dahinfließende Geschichte, doch ehe sie hochgehen kann, erscheint die mexikanische Polizei und verhaftet auf der Suche nach dem jungen Blevins und seinen Kumpanen John Grady und Rawlins. Beide werden nach Norden verschleppt und in ein abartiges Gefängnis gesteckt, in dem ihnen jeden Tag der Tod durch Messerstecher und Psychopathen droht. Längst hat die Geschichte jede Romantik verloren, grün und blau geschlagen kämpfen sich die beiden Jungen verzweifelt durch ihre Tage, bis sie durch die Intervention der Schwester des Hacienderos gerettet werden. Mit ausgeschlagenen Zähnen, gebrochenen Knochen und Stichverletzungen aller Art werden sie aus dem Gefängnis entlassen. Während Rawlins im Bus nach Texas zurückkehrt, gelingt es John Grady noch einmal Alejandra zu sehen, die als Preis für den Freikauf der beiden jungen Männer ihrer Tante und ihrem Vater versprechen musste, ihrer Liebe zu entsagen. Als Alejandra nach der letzten Liebesnacht ihr Versprechen hält und in den Zug nach Mexiko-City steigt, wurde John Grady klar, "dass sein ganzes Leben auf diesen Augenblick zugestrebt war und fortan nirgendwo hin mehr streben würde. Er spürte etwas Kaltes, Seelenloses in sich eindringen wie ein fremdes Wesen, er stellte sich vor, dass es böse lächelte und nichts wies daraufhin, dass es ihn je wieder verlassen würde." (S. 268). Fast wie ein billigend in Kauf genommener Suizidversuch wirkt die anschließende Heimkehr John Gradys, bei der er in einem Akt tollkühner Wildheit sein eigenes Pferd und das seines Freundes Rawlins von seinen Polizeipeinigern zurückholt und mit zurück nach Texas bringt. "Die Sonne verkupferte sein Gesicht", heißt es in der letzten Szene wieder daheim am Grab der Grady-Ahnen. "Von Westen her blies der Wind übers abendliche Land, die kleinen Wüstenvögel flatterten zwitschernd durch dorr Farnkraut, Pferd und Reiter, Reiter und Pferd zogen weiter, ihre langen Schatten glitten dahin wie der Schatten eines einzigen Wesens. Glitten verblassend dahin, ins dunkle Land, in eine künftige Welt." (S. 327f.)
Was macht den außerordentlichen Rang dieses Buches aus? Neben der Geschichte ist es die Sprache, die sich fast nie in das Seelenleben ihrer Protagonisten verirrt, sondern immer nur beschreibt, beschreibt, beschreibt. McCarthy praktisiert eine Art poetischen Behaviorismus, der der Einfühlung und der Phantasie des Lesers den größten nur denkbaren Freiraum gewährt. Um so schockierender wirken dabei die dramatischen Veränderungen, die nach langen scheinbar ereignislosen Passagen wie Blitze in das Geschehen einschlagen. Wer zum Beispiel die übergangslose und schockierende Schilderung der Erschießung des kleinen Blevins durch die mexikanische Polizei hat lesen müssen, wird in Zukunft hinter jeder Beiläufigkeit der Handlung den Abgrund des Grauens vermuten. So rückt der Autor mit seiner Sprache und seiner Dramaturgie diese scheinbare Jugendgeschichte so eng an die Existenzialen des Lebens heran, das es ein Grausen ist. Ein Meisterwerk, das seinessgleichen sucht.
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Veröffentlicht am 10. März 2010 von Anke Hiemesch
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Veröffentlicht am 25. Februar 2005 von WestWing
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