Als Jackson-Fan habe ich das neue Album von Janet Jackson mit Spannung erwartet. Nicht zuletzt auch deswegen, weil das Vorgängerwerk "The Velvet Rope" eine der besten CDs ist, die ich kenne. Nun also ist "All For You" da. Die gleichnamige erste Singleauskopplung hat mir von Anfang an gut gefallen; ein typisch fröhlicher Janet-Jackson-Song im Stil ihres letztjährigen Hits "Doesn't Really Matter", der übrigens auch auf dem neuen Album zu finden ist. Meiner Meinung nach liegt Janets Stärke in solchen Uptempo-Nummern (ihre Balladen sind zwar auch schön, doch Janets gesangliche Fähigkeiten setzen ihr in diesem Bereich leider Grenzen). Leider dominieren auf "All For You" jedoch die langsamen Stücke - Love Songs, teilweise auch "Baby Making Songs", wie Janet sagen würde, deren Texte sich nur ums Thema Sex drehen. So wirkt dieses Album stellenweise etwas langweilig. Mit den Songs auf "The Velvet Rope" hat Janet ihre persönlichen Probleme verarbeitet, "All For You" dagegen ist zwar viel fröhlicher und optimistischer, macht vielen Zuhörern aber wahrscheinlich viel weniger Spaß, als Janet selbst beim Singen hatte. Außerdem sind die Songtexte diesmal ziemlich simpel. So bleibt unterm Strich ein professionell produziertes Pop-Album für zwischendurch oder für gemütliche Stunden zu zweit, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mein Anspieltipp: "Trust A Try"