Es gefällt bereits beim ersten hören und wem es nicht auf anhieb gefallen sollte: Dieses Album wächst, es wird mit jedem mal hören größer bis es letztendlich eine perfekte Symbiose bildet aus wirklich guten Texten, abwechslungsreichen Melodien und der unvergleichlichen Stimme eines Chris Neuburger, die so gefühlvoll und ausdrucksstark ist, das man zwangsläufig Gänsehaut bekommt. Slut haben meiner Meinung nach mit "All we need is silence" ein Album von wahrer Größe geschaffen, jenseits von all diesem Main-stream-quatsch der Woche für Woche unsere Charts zumüllt. Das hier ist noch handgemachte, ehrliche Musik!
Zugegeben diese Platte ist lange nicht so ruhig wie einst das so hochgelobte "Lookbook". Es ist ordentlich was los, ständige Wechsel zwischen laut und leise, schnellere Passagen folgen langsamen. Die Gefühle und Unruhe so mancher Texte wird durch die Musik perfekt zum Ausdruck gebracht. Die Platte ist einfach, ohne technischen Schnörkel, der aber irgendwie keineswegs vermisst wird. Der Opener heißt nicht umsonst "The Beginning", ein Sturm zieht auf der in den folgenden Liedern wütet. Unruhe, Ärger und Forderungen machen sich breit, warum auch immer nur "Ja" sagen. Das letzte Lied lässt die Platte ausklingen, dann kehrt Ruhe ein, die Ruhe nach dem Sturm. Eben "ALL WE NEED IS SILENCE".
Lest mal einige Rezessionen aus der Fachpresse und danach schafft euch verdammt nochmal dieses Album an! Es lohnt sich!