Frank Miller und Jim Lee vagen sich mal wieder an Batman ran? Das kann nur gut gehen! Frank Millers "Der dunkle Ritter kehrt zurück" ist verdientermaßen ein Klassiker. Jim Lees Zeichnungen in "Hush" sind einfach ein Augenschmaus! So auch hier. Die Story: Der junge Batman beobachtet seit längerem den 12-jährigen Zirkusartisten Dick Grayson. Irgendwann soll vielleicht er sein Nachfolger werden, er wartet nur auf seine Gelegenheit. Doch dieses kommt früher als dem dunklen Ritter lieb ist. Dicks Eltern werden erschossen, Batman entführt ihn und möchte ihn zu einem Soldaten wie er es ist aufziehen. Ob es Dick passt oder nicht...
So viel zur Hauptstory, doch es dreht sich auch um Catwoman und die Reporterin Vicki Vale.
Millers erzählweise richtet sich wieder ganz an Erwachsene. Vor allem seine Vision wie er Batman sieht: Einen gewaltgeilen Faschisten der kläglich daran scheitert wie Clint Eastwood zu klingen und sich selbst noch völlig überschätzt. Trotzdem muss man den Kerl mögen, so cool war er noch nie. Stoppelbart und eiskalte Oneliner machen ihn zum perfekten Anti-Helden. Das ganze könnte man 2 Jahre nach Millers "Batman: Das erste Jahr" ansiedeln. Batman ist von sich selbst absolut überzeugt, nur die anderen nicht.
Die Geschichte ist wunderbar gezeichnet (wer "Hush" gelesen hat, weiß was ich meine) und Millers Stil/Wortwahl ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Sie passt aber irgendwie zum Szenario. Denn wie Batman selbst so schön sagt:"Ich bin nicht wie dieser Pfadfinder. Das ist MEINE Stadt!"
Einziges Manko: Die Geschichte hat kein richtiges Ende und wird mit dem nächsten Band weitergeführt. Aber die letzte Seite verspricht Gutes!
Blöd nur das die Serie recht unregelmäßig erscheint und die Verkaufszahlen in Amerika deshalb schon stark zurückgingen. Bleibt nur zu hoffen das Beiden hartnäckig bleiben und es zuende erzählen!
Von mir gibts trotzdem 5 Sterne, weil Batman einfach der coolste Motherf*cker im DC Universum ist. Dieser Comic beweist es deutlich!