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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht Fisch nicht Fleisch,
Von
Rezension bezieht sich auf: All Shall Fall (Digipack) (Audio CD)
Nach 7maliger Einfuhr des lang erwarteten Immortal Albums steh ich etwas ratlos vor der Anlage.Irgendwie ist es wie zu erwarten war: Copy and Paste Immortal. Der Fan der letzten beiden Alben (Sons of northern darkness und Damned in black) bekommt die Kost, die er will: Midtempo Black Metal mit leichtem Thrash Einschlag an der Gitarre gepaart mit Nähmaschinen-Drums und Abbaths Geknurre. Soweit, so mittelmäßig. Und leider ist das auch das Problem des Albums. Handwerklich ist alles im grünen Bereich. Das heißt: Die Musiker wissen, was sie tun, die Produktion ist Immortal-typisch (kalt, höhenlastig, wenig organisch aber passend). Nur seit dem Nebenprojekt "I" von Abbath weiß man, was songschreiber-technisch in dem Mann steckt. Bevor jetzt alle empört aufschreien: Ich weiß, daß es ein Nebenprojekt war und erwarte hier nicht ähnlich hymnische Riffs. Nur leider ist dieses Album 08/15 und auf Nummer Sicher eingetütet worden. Die epische Atmosphäre von "At the heart of winter" fehlt, die räudige Aggression von "Pure Holocaust" und das knarzige von "Fullmoon diabolical.." bleiben schmerzlich vermisst. Nein, ewig gestrig bin ich nicht, haben Immortal doch mit "At the heart.." bewiesen, daß man Tempo und Aggression hervorragend mit epischen Riffs und einer düsteren Atmosphäre verbinden kann und damit ein hochinteressantes Album und einen modernen Klassiker geschaffen. Leider ist "All shall fail" weder besonders schnell und aggressiv, noch besonders hymnenhaft oder episch. Es sitzt einfach zwischen allen Stühlen, polarisiert nicht, plätschert einfach so dahin, ohne eine Reaktion hervorzurufen. Wenn man vom letzten Song "Unearthly Kingdom" absieht, der wirklich großartig ist, bleibt auch nichts weiter hängen. Sicher wird es viele Leute geben, die mir hier widersprechen. Aber so solls ja sein. Meinungen sind wie A----löcher: Jeder hat eins. Somit geb ich 3 Punkte für ein handwerklich sicher gutes Stück Black Metal, das lang nicht so schlimm ist, wie neuere Platten andere Genre-Größen in den letzten Jahren. Dennoch werde ich damit nicht warm (oder besser: nicht kalt :-)). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Neues aus Blashyrkh,
Von
Rezension bezieht sich auf: All Shall Fall (Digipack) (Audio CD)
Drei Jahre nach ihrer Re-Union und insgesamt sieben Jahre nach »Sons of Northern Darkness« schießen Immortal also endlich wieder eine neue Scheibe raus - wer hätte das erwartet. Leider habe ich ein Talent dafür, mir Lieblingsbands "auszusuchen", die schon vor Jahren das Spielen eingestellt haben, umso mehr freute mich natürlich die Nachricht über eine Wiedervereinigung von Immortal.Im Vorfeld habe ich meine Erwartungen bewusst etwas zurückgeschraubt, da ich zuletzt bei vielen "heiß" erwarteten Alben eher enttäuscht wurde. Meine Befürchtungen haben sich jedoch größtenteils als unbegründet herausgestellt - größtenteils. Eins vorweg: Immortal haben sich bisher mit jedem ihrer Alben weiterentwickelt - dies geschieht auch auf der »All Shall Fall«. Ob zum Positiven oder Negativen muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, und da möchte ich mich einem meiner Vorredner anschließen, dass der Sound teilweise sehr an »I« (ohne den Motörhead-Faktor) erinnert - auch dies ist nicht unbedingt als negativ zu werten, zumal mir die »Between Two Worlds« sehr gut gefallen hat - dennoch, Immortal sollte Immortal bleiben. Wie auch immer, Abbath kommt jedenfalls mit seinem altbewährten Kettensägen-Grollen daher - und das ist gut so. Leider gehen meiner Meinung nach jedoch die Vocals teilweise im Klang unter; ich habe zwar keinen Plan von Tonstudios (und schon gar nicht vom so hochheiligen Abyss), aber da wäre sicher noch etwas mehr drin gewesen. Die sieben Tracks mit insgesamt vierzig Minuten Spielzeit sind relativ "individuell", die Herren beweisen, dass sie nichts velernt haben, und ich kann die Meinung nicht teilen, dass nach dem ersten Durchlauf nichts hängen bleiben würde. Mir fiel, wie ich es bei Immortal gewohnt bin, von Beginn an das Stillsitzen schwer. Der eine oder andere Track fällt allerdings im Gesamtbild etwas ab. Über Geschwindigkeit muss man nicht viele Wort verlieren, es gibt die gewohnten Tempowechsel und alles in allem ist die »All Shall Fall« auf keinen Fall langsamer als ihr Vorgänger. Der angesprochene »I«-Einfluss täuscht übrigens nicht über eine im Gesamtbild klare IMMORTAL-Scheibe hinweg. Highlights des Albums sind für mich »Norden on Fire« und der abschließende Track »Unearthly Kingdom«, der ab der Mitte mit einem Riff daherkommt, das wirklich ins Ohr geht. Die Platte qualitätsmäßig einzuordnen ist schwierig, aber sie erreicht nicht das Niveau der »Sons of Northern Darkness« oder »At the Heart of Winter«. Mit alten Scheiben lässt sie sich nicht vergleichen... Äpfel und Birnen, und so... Von einem Hype um ein "Meileinstein"-Album habe ich nicht viel mitbekommen und würde Abbath & Co. ehrlich gesagt auch nicht zutrauen, aus rein finanziellen Gründen eine vermeintlich halbgare Platte auf den Markt zu schmeißen. Ich würde es gern als soliden Wiedereinstieg in eine hoffentlich lang andauernde Zukunft der Band sehen (so sie denn noch lange gute Musik machen) und ich hoffe ich bin nicht zu naiv, wenn ich erwarte, dass die Band auch zukünftig künstlerische Werte über finanzielle Interessen stellt... Für ein mögliches nächstes Album würde ich mir (Lauscher auf, Herr Eikemo), auch wenn es abgedroschen klingt, zumindest eine Annäherung an den "alten" Stil wünschen. Ein paar Minuten mehr Spielzeit wären auch nett. Wen die bereits vergangenen Stiländerungen, beispielsweise vom dreckigen "Holocaust-Metal" zum eher pompösen und klanggewaltigen Metal wie auf der »At the Heart of Winter« nicht gestört haben, wird sich dieses Album guten Gewissens in den Schrank stellen können. Alles in allem bin ich den Herren Abbath, Horgh, Demonaz und Apollyon sehr dankbar für dieses Album, da nach der Trennung im Jahre 2003 das Kapitel Immortal ja eigentlich abgeschlossen war. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger - "Immortal" eben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ohne Herzblut auf Nummer sicher?,
Von
Rezension bezieht sich auf: All Shall Fall (Digipack) (Audio CD)
Immortal bieten nach sieben Jahren Pause das, was die Fans wollen: Mächtigen Black Heavy Metal. Viele werden damit zufrieden sein und mit der Hymne "All Shall Fall", dem kernigen "The Rise Of Darkness" sowie der epischen Walze "Unearthly Kingdom" sind auch drei wirklich grandiose Stücke enthalten. Die restlichen vier Lieder sind etwas unspektakulärer und erreichen nicht diesen Hymnenstatus, sind aber auch keine Totalausfälle. Ergibt im Vergleich zum majestätischen Referenzwerk "At the Heart of Winter" - auch wegen der wunderbaren Aufmachung des Digi-Packs - objektive vier Punkte.________________________________________________ Nun zum emotionalen Aspekt, der nun mal zur Musik gehört: Subjektiv empfinde ich latente Enttäuschung, weil das Album wie auf dem Reißbrett entstanden wirkt. Die Projekte der letzten Jahre, in denen vermutlich mehr Hingabe steckte, haben nicht zu einem mit Immortal vergleichbaren Erfolg geführt, also wird, so scheint es, mal schnell ein Album unter dem Banner Immortal geschrieben, das - um auf Nummer sicher zu gehen - alle Trademarks der jüngeren Bandgeschichte vereint, und die Fans kaufen es wie geschnitten Brot. An sich nicht verwerflich und im positiven Sinne durchaus auch als "fanfreundlich" zu bezeichnen. Mir persönlich verleidet es etwas den Musikgenuss, wenn ich das (vielleicht auch irrige, ich kenne die Musiker schließlich nicht persönlich) Gefühl habe, dass ein Album in erster Linie nicht aus künstlerischer Inspiration gemacht wurde, sondern überwiegend aus kommerziellen Gesichtspunkten. Aus dem Grunde höre ich auch kaum Pop-Musik... Da lobe ich mir Bands wie Emperor oder Lunar Aurora, die sich auflösen und unter diesen Bannern keine Alben mehr veröffentlichen, wenn der richtige "Spirit" verflogen ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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