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am 15. Juli 2015
Da ich mich grundsätzlich bei dem Genuss von Filmen und Büchern nicht mit dem Ballast der Realität beschwere, konnte ich dem stillen Drama eines alten Mannes, der allein auf hoher See mit zunehmenden Widrigkeiten zu kämpfen hat, mit steigender Intensität folgen.
Die überwiegend ruhige Atmosphäre des Films empfand ich einerseits stetig klaustrophobischer werdend. Und in Zeiten von Actionoverkills, Handkameragewackel und rasanten MTV-Clipartigen Schnitten andererseits als angenehm gelassen.

"All is Lost" ist emotionales Kino, kein intellektuelles.
Von allen Segelkenntnissen unbelastet habe ich dieses hervorragende Kammerspiel mit dem altehrwürdigen Robert Redford sehr genossen.

Die Bild- und Tonqualität der Blu-ray sind sehr gut.
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am 9. Januar 2014
Okay, ein wenig skeptisch war ich ja schon. Rund einunddreiviertel Stunden jemandem dabei zusehen, wie er auf dem Meer treibt? Kann einen sowas fesseln? Meine Meinung: Es kann!

Ungewöhnlich ist die Inszenierung auf jeden Fall. Lediglich ein einziger Darsteller, keine Dialoge, ein einziger Schauplatz. Und man erfährt absolut nichts über die Hauptfigur, außer das er verheiratet ist oder war. Er trägt zumindest einen Ehering. Der Segler ist sogar namenlos. So wird er im Abspann auch nur "Our Man" genannt. Und das passt auch ganz gut, denn irgendwie leidet man gemeinsam mit dem Helden.

Gesprochen wird nur ganz am Anfang aus dem Off. Und das könnte etwas verwirren. Mehr dazu sage ich jedoch nicht, da Ihr den Film ja vielleicht noch selbst anschauen wollt.

Fazit: Was eine todlangweilige Angelegenheit hätte werden können, ist Dank Robert Redford zu einem sehenswerten Film geworden. Wer mal nicht den üblichen Klamauk oder Action-Schrott aus den USA sehen möchte, sollte sich diesen Film unbedingt anschauen.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. Mai 2014
Das Boot des von Robert Redford genial gespielten einsamen Weltumseglers in "ALL IS LOST" wird auf offenem Meer von einem treibenden Container gerammt. Zwar kann der ältere und sehr patente Mann das Leck mit Bordmitteln notdürftig schließen, er weiß jedoch, dass diese Reparatur einem jederzeit möglichen Sturm nicht lange standhalten wird. Dass bei der Havarie auch noch das Funkgerät nass und damit unbrauchbar geworden ist, erschwert seine Lage zusätzlich.
Bald merkt der einsame Abenteurer, dass aus der anfangs nur unangenehm erscheinenden Panne, ein immer schwierigerer Kampf gegen die Naturgewalten und damit ein Kampf ums nackte Überleben geworden ist - denn ein Sturm zieht auf, und Hilfe ist nicht zu erwarten...

Für Weltstar Robert Redford war diese One-Man-Show von Regisseur J.C.Chandor eine große Herausforderung, die er brillant gestaltete. Ohne Mitspieler, ohne Dialoge, nur mit Blicken und Gesten, schafft es der große Star wirklich, dass man als Zuschauer des Geschehens mitfiebert, mitleidet und mithofft.
Redford bleibt dabei stets beherrscht. Nur ein langgezogenes "Fuuuuuuck" (im Original, als er merkt, dass das Trinkwasser in einem Plastikbehälter verseucht ist) und der bedauernde Abschiedsbrief an seine Familie, den er schon zu Anfang des Films vorliest, sind äußerliche Zeichen seiner wachsenden Verzweiflung.

Dank dezent und sehr geschickt und wirkungsvoll eingesetzter Spezialeffekte merkt der Zuschauer nie, ob die Szenen auf offener See oder im Wassertank gedreht wurden. So nehmen Chandor und sein Star den Betrachter auf eine aussichtslos scheinende Reise in die einsame Hölle des größten Co.Stars von Redford mit, nämlich in die Hölle der gigantischen Wasserwüste, die schon Millionen Menschen verschlungen hat.

Auf der Bluray, mit exellentem Bild und ebensolchem Ton, findet man interessante Extras mit einigen Featurettes, Interviews mit dem Regisseur und seinem großartigen Star, ein B-Roll und den Trailer.
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TOP 100 REZENSENTam 25. Mai 2014
Kein Film für Segler, oder doch?

Eigentlich sollte ein Film, der nur auf See spielt, jeden Segler in seinen Bann ziehen, selbst wenn der Titel schon vermuten lässt, dass es nicht alles positiv sein wird.

Hat man sich wie ich einige Jahre mit Wassersport und Segeln im Allgemeinen, im Speziellen aber auch mit Einhandsegeln (als Eigner eines Zweimasters) beschäftigt, dann sieht man vieles mit anderen Augen und fühlt sich durch diese Produktion manchmal arg verschaukelt oder zumindest enttäuscht. Wenn einen das stört und man gute Seemannschaft sehen will, dann sollte man sich den Film besser nicht ansehen. Am Ende habe ich mal ein paar schwache Punkte aufgelistet, die keiner lesen sollte, der den Film doch noch sehen will.

Es ist schon erstaunlich, wie riesig die See ist, wenn man mitten drin steckt. Leider spreche ich da aus eigener Erfahrung, weil ich mit einer Crew im (ja nicht soooo riesigen) Mittelmeer havariert bin. Durch einen fahrlässigen Fehler (fehlender Sicherungssplint) bei einer Wartung verloren wir die Propellerwelle mitten in der Nacht auf halbem Wege zwischen Sardinien und Sizilien. Die Wellenbuchse konnten wir nach Aufschwimmen der Bodenbretter mitten in der Nacht mit einem Leckpfropfen abdichten. Die herausgerutschte Welle selbst blockierte aber das Ruder, so dass es sich nur in eine Richtung bewegen lies, was Manöver extrem schwierig machte. Wäre jetzt nicht so schlimm gewesen, wenn wir nicht mitten in ein Unwetter/Sturm gesteuert hätten. Ganze 18 Stunden quälten wir uns mit gerefften Segeln mit so wenig Manövern wie möglich (gesteuert haben wir im Grunde durch Fieren und Dichtholen der Segel) bis Castellammare del Golfo, um dort die Jacht an einer Trawler-Mooring mit den Trawler-Trossen auf den Winschen zu sichern, nachdem bereits sämtliche Klampen aus dem Deck gerissen wurden (und das hinter der 6 Meter hohen Schutzmauer). Vor diesem Background habe ich mir einige Gedanken über sinnvolle Ausrüstung und Verhaltensweisen gemacht. Aber genug von mir.

Im Film scheint der (namenlose) Einhandsegler in vielen Situationen sehr besonnen vorzugehen, in anderen aber eher etwas konfus. Das sei aber der Situation geschuldet, denn eine solche Havarie ist keine Situation, die man sich wünscht oder gezielt vorbereitet (in vielen Häfen ist es ein Ereignis, wenn sich ein Skipper von seiner vor Jahren abgelaufenen Rettungsinsel verabschiedet und endlich mal das Entfalten live zu sehen ist und sich ggf. sogar noch ein paar Freizeitskipper mal die Mühe machen sich in die Gummiwurst hinein zu quälen).

Der Film selbst beeindruckt durch tolle Bilder (ja, das Meer sieht so majestätisch aus und Crews versammeln sich auch nach Wochen auf See noch beim Sonnenuntergang an der Reling), einem gut dokumentierten und ins Bild gesetzten Ablauf der Geschehnisse. Die Ausrüstung und das Boot selbst durchaus akzeptabel und gut in Szene gesetzt.

Es ist ein Robert Redford Film, denn er ist zu 99% im Bild. Die Kamera folgt überall hin, in den Mast für die Reparatur des Anschlusses der Antenne für das längst verstorbene Funkgerät und auch in die Tiefe, wenn er gurgelnd an der Lifeline mitgeschleppt wird. Das lässt einen die Situation in allen Facetten miterleben, wenn man sich auch manchmal mit den getroffenen wortlosen Entscheidungen etwas schwer tut.

*** Der Film ***
Durch eine eher ruhige Erzählweise, die etwas im Kontrast zu den eigentlich dramatischen Ereignissen steht, wird ein gleichmäßiger Spannungsverlauf erzielt, der keine extremen Spitzen, aber dafür auch keine unnötigen Längen hat. Durch die fehlenden Dialoge ist man ein wenig gezwungen, sich selbst in die Situation zu versetzen und über die nötigen Schritte nachzudenken. Das funktioniert sehr gut, ist aber nichts für Action-Junkies.

*** Das Bild ***
Zu jeder Zeit ist das Bild scharf und kontrastreich. Für einen wackeligen Joghurtbecher auf hoher See ist (dank Dreh in gigantischen Wasserbecken) das Bild äußerst ruhig und stabil. Gerade die Unterwasseraufnahmen sind verblüffend, im "Making of" sieht man die Arbeit der Kamera-Taucher, sehr beeindruckend!

*** Der Ton ***
Deutsch DD 5.1 und Englisch DD 5.1
Ohne Dialoge ist für den Toningenieur schon mal ein Problem weniger zu lösen. Die Tonmischung und -Kulisse ist extrem zurückhaltend, für meinen Geschmack deutlich zu wenig. Weder die unbeabsichtigte Kollision noch das beabsichtigte Auffahren auf den Container ist akustisch auch nur annähernd der erwartete Knall, vom Durchkentern und dem Mastbruch inklusive Bruch aller Wanten hört man nur ein sachtes Gurgeln, wo gewaltige Schläge durch den Kunststoffrumpf gehen müssten.

*** Die Extras (DVD) ***
- Featurettes:
+ Die Geschichte
+ Der Schauspieler - Robert Redford
+ Der Filmemacher - J.C. Chandor
+ Grosser Film, kleiner Film (im Grunde das "Making of", leider zu kurz!)
+ Noch ist nichts verloren: Post Produktion (auch zu kurz)
- Interviews mit Cast & Crew
- B-Roll (naja...)
- Trailer
- 6 Trailer von anderen Filmen

*** Fazit ***
Es ist ein schöner und intensiver Film, den ich sicher auch nochmal ansehen werde!
Ich vergebe fünf Sterne, weil der Film toll ist und einer der wenigen, bei denen Meer, Sturm oder auch das Boot nicht nur Beiwerk sind, sondern die zentralen Elemente und alles sehr real und eindrucksvoll dargestellt wird, nur eben die Reaktionen in der Notsituation sowie die nicht immer sinnvolle Ausstattung lassen Robert Redford nicht als Übermensch sondern als den normalen gealterten Segler erscheinen, der mit seinem Joghurtbecher leider dummes Pech hat, während andere mit noch deutlich schlechterer Ausrüstung mit weniger Problemen rund um die Welt kommen.
Dazu empfehle ich die Lektüre von Im Grenzbereich des Möglichen: Als Einhandsegler um die Welt von Norbert Sedlacek, einem österreichischen Straßenbahnfahrer, der mittlerweile viel dazu gelernt hat und deutlich weniger Pech hatte...

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*** Achtung, jetzt kommt der SPOILER ***
(nicht weiterlesen, wenn man den Film noch vor sich hat)

Seemännische Unklarheiten:
- ein Leck auf der Wasserlinie wird souverän durch Krängung entschärft und provisorisch geflickt, ein Loch im Deck, durch das Regenwasser dringt, führt dann aber zur Aufgabe des Bootes
- der abgetrennte Mast lässt sich durch Zerschneiden eines einzelnen Taues vom Boot trennen. Wozu habe ich immer einen Wantenschneider mitgeführt?
- gute Idee einen Sextanten auf eine nicht manövrierbare Rettungsinsel mitzunehmen. Die dann benutze Anleitung würde mich mal interessieren, mit der man durch spontane Messung des Sonnenwinkels die genaue Position ermitteln kann. Alle anderen brauchen dafür noch eine sternenklare Nacht...
- tja... und natürlich kann man, wenn einem der Sturm um die Ohren pfeift, ein nasses Segel mal eben aus dem Wasser und über die Reling ziehen. In Natur schafft es keine ganze Crew das Segel auch nur an Deck zu halten, wenn der Steuermann nicht perfekt in den Wind gefahren ist...
- warum musste ich den Pyroschein machen, wenn andere dann doch so fahrlässig mit den wenigen zur Verfügung stehen Signalmitteln umgehen?
- die Verbindungsleine zwischen untergehendem Boot und Rettungsinsel nicht zu kappen ist schon dumm fahrlässig, ermöglicht unserem Helden aber sich beinahe noch ein zweites Mal in die Tiefe reißen zu lassen
- hoffentlich lernen es jetzt einige, dass die elastischen Lifelines nur zum Leichenschleppen geeignet sind, denn mit vollgesogener Montour schafft es nur ein Robert Redford sich an Bord und über die Reling zu ziehen. Die meisten Einhandsegler verzichten sogar auf Lifelines, weil man ohne Hilfe nicht mehr an Bord kommt und an Bord sehr behindert wird. Meist wird stattdessen eine lange Schwimm-Leine am Heck nachgeschleppt, mit der man sich wieder zur Badeleiter ziehen kann, wenn das Boot gerade abhauen will.
- alleine mitten im indischen Ozean (1700sm von Sumatra entfernt) aber kein EPIRB (Notfunkbake) dabei? Hatte ich ja selbst in der Ostsee immer dabei...
- Lenzen (Abpumpen des eingedrungen Wassers) scheint eher uninteressant zu sein, wenn man sich den Hebel für die Lenzpunpe dann erst mal selbst schnitzen muss. Da hat sich wohl einer zu sehr auf die elektrische Lenzpumpe verlassen und die Manuelle nie gecheckt. Man(n) hätte übrigens gleich beim ersten Aufschwimmen der Bodenbretter die Lenzpumpe anschmeissen können, denn da war die Elektrik noch in Ordnung, statt Spaziergänge auf dem Container zu machen, bis an Bord alles abgesoffen war...
- ein Notruf wird mit "Mayday, Mayday, Mayday" eingeleitet, um sofortige Aufmerksamkeit zu erhalten und wird nicht wie ein nettes Bord-zu-Bord-Geplauder begonnen.
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am 16. August 2015
Wer sich diesen Film zulegt, sollte wissen, dass in diesem Film extrem wenig gesprochen wird - Robert Redford ist als Solo-Segler unterwegs. Der Film zeigt Schritt für Schritt wie sich das Drama langsam aufbaut. Robert Redford spielt den langsam verzweifelnden Segler, der die immer größer werdende Gefahr unweigerlich auf sich zukommen sieht, sehr gut.
Das Ende soll hier nicht verraten werden, man sollte sich den Film unbedingt selbst anschauen.
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am 26. Mai 2016
Ein ruhiger und realistischer Film ohne Hektik und Schockmomente, und das ist genau die Stärke dieser Erzählung. Man merkt dem Mann seine Mühen und das Alter echt an. Die grosse Frage stellt sich natürlich: Was will der alte Mann und das Meer? Warum alleine so weit draussen? Ein starker Schluss ins weisse Licht beendet diesen sehenswerten Film.....
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am 16. März 2016
Hier wäre es wohl doch nicht schlecht gewesen, den im Kino zu sehen. Da hat man dann wirklich nur die Leinwand vor sich, und natürlich den Surround Sound. Blöd wird es dann natürlich, wenn zu viele Leute im Saal sind, die dann Blödsinn machen, aber zu Hause kommt dieses Feeling einfach nicht mehr so gut rüber.
So oder so: Der Film ist nicht schlecht. Redfords Schauspiel ist gut, was bei so einem Film ja schonmal einen sehr großen Teil ausmacht. Man fragt sich dauernd, was man selber tun würde, aber hier und da ergeben sich dann so ein paar Fragen, an Stellen, die zumindest mir dann doch etwas unrealistisch erscheinen, Stichwort Wasser aus dem Boot holen, tagelang ohne Essen und dann noch diese Kraft... Ich weiß ja nicht. Auch ist das Potenzial der Momente, in denen Hoffnung aufkeimt, oft in meinen Augen nicht ausreichend ausgeschöpft. Und man hat dann so Stellen im Film, die nicht so recht zum Rest passen wollen. Referenzen innerhalb des Films, die sich anbieten, hat man nicht wahrgenommen und das Ende ist mir VIEL zu abrupt. Nett fand ich, dass der Film genau an der Stelle, an der ich mir gedacht habe, wie schade es ist, dass hier bei der Kulisse keine wirklich schönen Bilder eingefangen werden, wie es sich anbietet, genau damit begonnen hat - früher wäre aber auch locker gegangen, denn das war schon nach einer ganzen Weile. Vom Soundtrack habe ich bis zu einer gewissen Stelle nicht einmal gemerkt, dass es einen gibt.
Es ist natürlich schwer, so eine Geschichte über gute anderthalb Stunden gut zu inszenieren, aber so ein bisschen Potenzial ist dann doch irgendwie verschenkt worden. Und man sieht an einer Stelle recht gut, dass man hier einen Greenscreen hat. Ein paar Dinge wirken einfach zu sehr nach dem Motto "Wir brauchen jetzt mal ein paar Elemente, die man normalerweise in einem guten, Preise gewinnenden Film hat, und packen die hierein - egal, ob sie passen oder nicht", das ist etwas schade.
Unterm Strich kriegt der Film von mir im Genre des Abenteuerdramas 7,5/10, insgesamt knapp noch 7/10.
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1600 Meilen von Sumatra entfernt stellt ein Segler (Robert Redford) fest, dass ihn ein treibender Container gerammt hat. Sein Segelboot hat ein großes Leck geschlagen und läuft voll Wasser. Ruhig gelingt es ihm, den Container vom Boot wegzustoßen. Das Ausmaß der Zerstörung ist verheerend. Nicht nur das Funkgerät ist beschädigt sondern auch das Laptop. Eine Verbindung zur Außenwelt ist somit unmöglich geworden. Zwar gelingt es ihm mühsam das Leck zu stopfen und auch das Wasser auszupumpen, doch die Trockenlegung schlägt fehl. Das Meerwasser hat das Funkgerät zerstört. Als ein Sturm aufzieht und das Segelschiff mehr und mehr in ein Wrack verwandelt wird die Lage des Mannes immer auswegloser.

Im 21. Jahrhundert beinahe ein Stummfilm und Kammerspiel mit einem einzigen Darsteller? Klar, dass das kein Kino in der näheren Umgebung zeigen wollte. Auch hier musste ich bereits wie bei "12 Years a Slave" 50 km weit fahren um diesen Film zu sehen. Der Film ist kein Actionfilm an sich. Er hat zwar einiges an Spannung zu bieten, mehr jedoch bietet er eine dichte Atmosphäre und einen Charakter, der mehr und mehr verzweifelt. Ein 08/15-Segler, der zwar Fehler macht, aber durchaus alles versucht, was in seiner Macht steht und zunächst auch nie die Fassung verliert. Als die Lage aber immer aussichtsloser und verzweifelter wird, ändert sich das Verhalten des Mannes verständlicherweise. Es zeigt auch eindrucksvoll wie klein der Mensch im Gegensatz zur Natur ist und er leicht zum Spielball der Elemente werden kann. Robert Redford zeigt sich zu recht enttäuscht, wenn er nicht nominiert worden ist. Er trägt ganz alleine einen 106minütigen Film, bei dem man von der ersten Minute an mit dem Charakter mitfiebert. Dabei zeigt sich ein darstellerisches Können von denen sich so mancher eine Scheibe abschneiden könnte. Ich war von dem Film sehr beeindruckt, wie die Rezension zeigt und freue mich bereits jetzt auf die Veröffentlichung auf Blu-ray, die ich mir definitiv zulegen werde. Dann kann ich mich auch zu den Extras äußern.
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am 1. Februar 2015
Zur Handlung,mitten auf dem Ozean wird ein Mann(dessen Name uns allen Unbekannt bleiben wird),aus dem Schlaf gerissen.Seine Yacht hat Nachts einen Container gerammt.Seine Navigations und Funkgeräte Versagen deshalb.Dann treibt er noch in einen Sturm hinein den er gerade noch überlebt,doch dann muss er ohne das Boot noch Steuern zu können versuchen zu überleben.Der Film ist sehr spannend gemacht und auch sehr ruhig,er selbst sagt in dem Film kaum ein Wort,man hört nur das leise,Stürmische sehr laute Meer.Die Story ist einfach wurde aber sehr gut umgesetzt.Die Aufnahmen sind schön und zum großen Teil Realistisch.Der Film beinhaltet auch nur einen Schauspieler der im Film sehr überzeugend ist.Insgesamt ist es ein schöner Film,den es lohnt zu sehen.Aber zu 5 Sternen hat irgendwie noch was gefehlt.Man kann sich auch noch auf ein gutes Ende freuen,was man zum Ende kaum noch denken würde.

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am 14. Januar 2014
Seit der Film All is lost in den diversen Kulturteilen der Zeitungen das erste Mal (früher Herbst 2013) besprochen wurde, habe ich darauf gewartet, ihn zu sehen. Als Redford-Fan ohnehin für mich ein Muss.

Bevor der Film richtig losgeht, hört man eine Stimme aus dem Off, die so Einiges vorwegnimmt. "Our Man" Robert Redford, im Film ohne Namen, segelt im Indischen Ozean. Er hat geschlafen, wird von seltsamen Geräuschen und vom Wasser wach. Ein Container, der sozusagen herrenlos auf dem Meer getrieben hat, hat ein Loch in die Bootswand geschlagen. Der Container steckt nun im Boot fest. Der Segler löst ihn mit einem beweglichen Anker, steuert danach den Container nochmals an, besteigt dieses rostige rote Teil, um den Anker einzuholen und beobachtet dabei, wie sich allerhand Kindersportschuhe aus dem Containerloch ins Meer verteilen. Der Segler baut eine handgetriebene Pumpe, um das Wasser aus dem Bootsinnenraum zu pumpen, flickt das Loch außen am Boot, das alles bei schönstem Sonnenschein. Wir sehen ihm dabei zu, wie er professionell und ohne aus der Ruhe zu geraten, diese Reparaturen vornimmt, jeder Handgriff sitzt. Als alles erledigt ist, hört man den ersten Donner. Ein Sturm zieht auf.

Mehr möchte ich hier gar nicht schreiben. Mich hat der Film sehr beeindruckt. Sehr wenig Worte, eigentlich nur ein paar, wenig Musik, und wenn, dann melancholisch. Die Geräusche des Sturms, des Wassers und die der Tätigkeiten des Seglers sind bald die einzigen, die dem Zuschauer eine Hörkulisse bieten. Ist der Segler anfangs noch ganz Herr über die Dinge, hat also die Kontrolle, wird Schritt für Schritt deutlich, wie er eben diese Kontrolle verliert. Trotzdem spielt Redford so, dass man immer noch mit ihm hoffen möchte. Egal, was er tut, er tut es überlegt, kontrolliert, bis zum Schluss. Kein emotionales Drama nimmt den Zuschauer gefangen, es wird nicht gejammert, mit dem Schicksal gehadert, es werden keine verzweifelten Selbstgespräche geführt, sondern dieser Film besticht durch eine Sachlichkeit, die man dem Segler ohne weiteres abnimmt.

Ein für mich ganz empfehlenswerter Film, der die Kinoleinwand benötigt.
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