Leicht und zart, dieses lebensfrohe Winken hin und her zwischen vorwiegend italienischem Barock, Jazz und Flamenco; hinreißend feinste Instrumentierung mit wunderbar einspielender Klarinette von Trovesi: Hier stimmt einfach ALLES.
Ich möchte dem nicht begegnen, der sich von diesen toskanischen Frühlingsgrüßen nicht bewegt fühlt. Zum Glück gab es bis jetzt noch niemand: Wie oft habe ich mittlerweile schon mit dem Geschenk dieser Musik meine Freunde fasziniert ...
... so sehr, dass ich von ihnen im Mai 2007 zu einem gemeinsamen Konzertbesuch im Rahmen der Musiktriennale in die Kölner Philharmonie eingeladen wurde, wo l'Arpeggiata zum größten Programmanteil genau diese Musik zum Besten gab, personell ausgetauscht nur Marco Beasley durch den genialen Countertenor Philippe Jarousky, der mit barockem Falsett zwischendurch ganz locker zum Jazz hinüberswingt. In welchem Maße der Vortrag auch visuell durch den teilweise komödiantischen Auftritt von Lucilla Galeazzi (Turlurù mit Gianluigi Trovesi) und ihre elektrisierende Mimik die Zuhörer- bzw. Zuschauerschaft belebt, lässt sich auf der CD natürlich nicht erahnen. Das Konzert gehört mit seiner sesselhebenden Wirkung zu den schönsten, die ich erlebt habe: standing ovations, endlose Begeisterung des Publikums.