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All Hope Is Gone [Vinyl LP]
 
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All Hope Is Gone [Vinyl LP]

Slipknot Vinyl
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (109 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Vinyl (24. April 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Roadrunner (Cargo Records)
  • ASIN: B001DM9GZ4
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (109 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 78.872 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. .Execute.
2. Gematria (The Killing Name)
3. Sulfur
4. Psychosocial
5. Dead Memories
6. Vendetta
7. Butcher's Hook
8. Gehenna
9. This Cold Black
10. Wherein Lies Continue
11. Snuff
12. All Hope Is Gone

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Ära geht zu Ende 11. Juli 2010
Von Polygraph
Format:Audio CD
So sehr man ihnen die Nische zugestehen muss, die sie sich in der jüngeren Musikgeschichte freigekratzt haben, man muss sich mit dem Gedanken abfinden, dass sich ein Bandkonzept wie Slipknot nicht ewig fortsetzen lässt. Ihr Verdienst lässt sich einfach zusammenfassen: Sie haben aus quasi übermenschlicher Aggressivität eine musikalische Kunstform entwickelt. In einer Zeit, als der einst so wegweisende Nu-Metal nur noch darin bestand, so zu spielen, zu singen und aufzutreten wie KoRn, schafften es neun wütende Männer aus dem finstersten amerikanischen Nirgendwo einen Sound zu kreieren, dem man tatsächlich nichts vergleichbares gegenüberstellen konnte. Image-Gehabe hin oder her, selbst ihre Gegner werden eingestehen müssen, dass die Musik von Slipknot einzigartig, ohne Vorreiter oder bekannten Einfluss bei uns ankam: Ein dominantes Schlagzeug, das sich zu jedem Tempo wie eine Dreschmaschine unter die Musik legt, krachende Gitarren (mal mehr mal weniger), Verzerrung und natürlich Corey Taylors ans Unmenschliche grenzende Gesangsleistungen, die einen Normalsterblichen bereits dreimal umgebracht hatte
Auf ihren ersten drei Alben haben sie dieses Konzept individuell verarbeitet: Das Debüt war noch etwas ungeordnet aber in seiner ungezügelten Wut bis dato ungehört, IOWA brachte (für mich zumindest) den Höhepunkt eines Gesamtkunstwerks menschlicher Extrememotionen, und in The Subliminal Verses schaffte es die Band ihr bahnbrechendes Wutpotential durch gedrosseltes Tempo und mehr Harmonien zu kleinen, nicht minder effektiven Giftgeschossen zu komprimieren. Was soll danach noch kommen?

All Hope is Gone ist ein charakteristisches Slipknot-Album, aber es zeigt drastische Ermüdungs- bzw. Verschleisserscheinungen: Der Lärm ist da, die Wut ist da, aber irgendwie zündet dieses Konzept diesmal nicht mehr. Die einzigartige Fähigkeit der Band, unmenschliche Gefühle in eine bis ins letzte Detail konzipierte Kunstform zu übertragen, ist diesmal kaum mehr zu erkennen: Die einzelnen Lieder wirken ungeschlacht, allein auf Lautstärke ausgelegt, und vor allem extrem abwechslungsarm: Tempowechsel, HipHop-Einlagen, die intensiven Hasspassagen eines "Liberate" oder der "Heretic-Anthem" fehlen komplett: Zwar kommt mit "Dead Memories" auch eine Ballade zum Zuge, sie wirkt mit starker Stone Sour-Schlagseite eher fehl am Platze - Stattdessen hat die Band mit "Psychosocial" zumindest für mich den ätzendsten Refrain ihrer Karriere erfunden
Auch die vielbeschworene Aggressivität ist hier in erster Linie nur noch Pflichtableistung: Alleine "Gematria" sowie der Titeltrack lassen vermuten, was möglich gewesen wäre - von der durchschlagenden Härte ihrer Meisterstücke sind jedoch auch diese beiden Songs weit entfernt. Zwischen diesen beiden Liedern liegt eine (im wahrsten Sinne des Wortes) eintönige, ungeordnete Krachlandschaft, bei der man niemals aufhorcht, sondern die man irgendwann nur noch hinnimmt, wie Baulärm vor dem Fenster.
Auch gesangstechnisch bewegt sich die Band weit unter ihren Möglichkeiten: Corey unterlegt die Lieder in erster Linie mit tiefer, schleimiger Bauchstimme, die weder Wut noch Angst, noch eine andere Emotion überzeugend wiedergibt: Der Gesang bleibt fast durchgehend auf Death-Metal-haftigem Gebrüll, wie man es am ehesten von Cannibal Corpse kennt: Für eine Band, die einen der stimmlich fähigsten Sänger in der Szene für sich beanspruchen kann, ist dies alles andere als rühmlich.

Damit wäre das Grundproblem dieses Albums weitgehend auf den Punkt gebracht: Es ist schlicht und ergreifend lasch. Wie eingangs erwähnt ist dies aber wohl eine natürliche Konsequenz: Man kann das Konzept, das Slipknot groß gemacht hat, nicht endlos fortführen: Irgendwann ist ein Album nicht mehr geordnet hasserfüllt, sondern nur noch Krach, irgendwann ist der Hörer vor lauter Aggressivität abgestumpft - dieser Punkt ist jetzt erreicht.
All Hope is Gone ist kein schlechtes Album, aber es ist ein überdeutlicher Warnschuss für Slipknot es nun gut sein zu lassen: Wenn die Band der Nachwelt auch weiterhin positiv im Gedächtnis bleiben will, dann kann eine weitere Neuerfindung nur schaden, und ein weiteres lasch-uninspiriertes Album wie dieses würde die Band in bedenklich in Richtung austauschbarer Krawallbrüder rücken, vor denen es in der Branche nur so wimmelt: Beides kann niemand wollen.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stefan T. TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Jetzt haben es also auch die Jungs aus Iowa geschafft - ihr neues Album polarisiert nicht nur die Fangemeinde, es wird auch schon lauthals "Ausverkauf!" gebrüllt. Wieder einmal sind alle Extreme in den Rezensionen enthalten: von völlig unkritischen und unreflektierten Lobeshymnen bis hin zu sinnentleerten Verrissen.

Fakt ist, dass sich die Band seit dem Major-Debüt ständig weiterentwickelt hat. In dieser Evolution ist "All Hope Is Gone" nur der nächste logische Schritt. Wenn man die pure Aggression sucht, die Slipknot zu Superstars machte (das sind die Herren nämlich schon längst, was das ganze "Ausverkauf"-Gequatsche ad absurdum führt), bleibt man besser bei den alten Alben - oder sucht sich andere Bands, die in deren Sog ähnliches veröffentlicht haben bzw. noch immer veröffentlichen. Dass die Musik auf der neuen Platte den aktuellen Mainstream zum Teil trifft, kann jedenfalls kaum der Band angelastet werden. Dafür klingt die CD meiner Ansicht nach nicht konstruiert genug, eine solche Anbiederung hätten die Maskenmänner auch gar nicht (mehr) nötig, um Platten zu verkaufen.

Inhaltlich ist einiges beim Alten geblieben und einiges neu. So sind in einigen Songs sehr schöne, mitunter zweistimmige Gitarrenharmonien enthalten, die unwillkürlich an Iron Maiden erinnern. Das wüste Gebrüll wird relativ oft von cleanem Gesang durchbrochen, was - und das wird jeder zugeben müssen - für Abwechslung sorgt. Insgesamt ist das Songwriting Slipknots deutlich "reifer" geworden - nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise mit jedem neuen Album.

Wie eigentlich immer bei Slipknot ist "All Hope Is Gone" ein auf und ab an guten und mäßigen Liedern. Mit "Psychosocial" ist auch der typische Hit vorhanden, der jedoch um einiges ausgefeilter klingt, als die vergleichbaren Vorgänger.

Als sehr gelungen empfinde ich außerdem den Opener "Gematria (The Killing Name)", der entfernte "People=Shit"-Ähnlichkeit aufweist, außerdem das Titelstück und vor allem "Wherein Lies Continue". Der Rest der Songs bewegt sich für meine Ohren im Mittelmaß - allerdings empfinde ich die (Halb-)Ballade "Dead Memories" im besten Fall als langweilig, eher sogar als unnotwenig und nervig. Ähnliches gilt für die Tracks "This Cold Black" und "Butcher's Hook", in denen die Band einfach nicht auf den Punkt zu kommen scheint. Das Intro ist zwar passend, aber doch mindestens eine halbe Minute zu lang. A pro pos "lang": recht außergewöhnlich und mit Sicherheit nicht jedermann's Sache dürfte das längste Stück des Albums ("Gehenna") sein. Düster, langsam, fast schon doomig und damit umso bedrohlicher wirkt dieses Lied - mir persönlich gefällt das sehr gut, auch wenn es noch mehr Durchläufe als der Rest des Materials benötigt.

"All Hope Is Gone" ist meiner Meinung nach das erste Slipknot-Album, das auch eine größere Zahl traditioneller Heavy-Metal-Fans auf seine Seite ziehen könnte - zumindest bei mir haben sie es zum ersten Mal geschafft. Das ist einzig und allein dem verbesserten Songwriting geschuldet, das für mich persönlich das Wichtigste überhaupt ist. Wenn dieser Faktor stimmt, zählen auch keine Genre-Grenzen mehr... Dazu kommen bessere Fähigkeiten an den Instrumenten bzw. die Bereitschaft, diese auch hören zu lassen, wovon bei Slipknot am Anfang nicht viel zu spüren war.
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Dank des komplette Online Streams von Roadrunner gibt es bereits ein paar Tage vor erscheinen der Platte das vollständige Werk zu hören.

Vorweg muss ich sagen, das Album überzeugt nahezu von der ersten bis zur letzten Minute.

Das verzerrte Intro in Slipknot-Art kündigt an, dass jede Hoffnung vorbei ist. Und genau das beweist "Gematria". Eine fette Double-Bass und harte Metalriffs führen das Stück in die harten Strophen. Corey Taylor bleibt stimmlich dem "Vol. 3" Sound bei. Bedeutet: Die Screams sind seichter als auf dem "Selftitled" oder "Iowa". Viele Rhythmuswechsel und kaum erkennbare aber effektvolle Melodieergänzungen lassen den Song zu einem guten Opener werden.
Sulfur startet mit stampfenden Drums und Riffs. Corey hält die Strophen eher unauffällig um dann im Refrain ganz Stone Sour gemäß mit cleaner Stimme aus sich rauszukommen. Ein Slipknot untypischer Song. Einige werden mit diesem Stone Sour-Sound auf "All Hope Is Gone" vielleicht ihre Probleme haben.
Die Single "Psychosocial" dürfte mit ihren harten Riffs und dem wunderbar eingängigen Refrain schon allen bekannt sein. Der Song zählt sicherlich zu den stärksten Song auf dem vierten Werk der Maskenköpfe.
Die Überraschung der CD dürfte "Dead Memories" sein. Eine Powerballade mit wundervollen Harmonien und extrem melodischen Gitarrenklängen. Eine wahre Glanzleistung auch von Corey. Der Song bleibt sofort hängen und hat absolutes Singlepotential und dürfte bei allen Fans sehr gut ankommen.
"Vendetta" geht dann wieder auf die 12. Aber der Song kann trotz seiner Härte nicht ganz punkten. Er wirkt etwas deplaziert und vorallem einfallslos. Kaum mehr als Durchschnitt.
Ganz im Gegenteil kommt "Butchers Hook" daher, der wortwörtlich eine zerfleischend gute Hookline hat. Eingängig und dennoch mit der nötigen Slipknothärte bestückt. So muss es sein. Definitiv eines der großen Hightlights mit samt des schönen Gitarrensolos.
"Gehenna" kommt für Slipknot-Verhältnisse recht untypisch daher. Der Song ist schwer einzuordnen. Sowohl in Rhythmik als auch Melodieführung erinnert der Song schon fast an einen HIM Song. Spätestens beim 3. oder 4. Hördurchgang entfaltet der Song seine wahre Stärke.
"This Cold Black" ist der bis dato härteste Song und schreddert richtig los. Harte Shouts, schöne Spielereien und brachiale Riffs. Zieht nicht so ganz, da man auf dem Album schon weitaus bessere Melodien und Songs zuhören bekommen hat.
"Wherein Lies Continue" klingt zum größten Teil auch sehr nach Stone Sour. Nicht der stärkste Song, geht aber als Füllnummer durch. Etwas träge.
Langsam und melancholisch geht es in "Snuff" zu. Auch ein potentieller Single-Kandidat. Akkustische Gitarren begleiten Coreys schöne cleane Stimme. Der Song steigert sich melodisch zum Ende. Die Drums und auch die E-Gitarren setzen ein. Wunderbare Ballade. Kann ein zweitens "Vermilion Pt. II" werden.
Auch "All Hope Is Gone" dürfte den meisten schon bekannt sein. Ein harter, brachialer Song der sich ins Gehör bolzt. Schnelle, wütende Drums von Joey schmettern Coreys harte Lyrics zum nicht grade eingängigen Refrain. Teilweise gelungen.

Insgesamt, hält die Slipknot Platte zumindest das Niveau des Vorgängers. Die Härte der ersten 3 Alben werden wohl nicht mehr erreicht werden. Das stört mich allerdings weitgehend wenig, da die Melodien von Album zu Album mehr im Vordergrund stehen. Und diese sind teilweise fantastisch.
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Veröffentlicht am 12. April 2010 von R. Grieger
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