Tech N9ne kommt mit dem wohl größten (was Aufsehen und Aufmerksamkeit angeht) Album seiner Karriere.
Die Scheibe trägt den Namen "All 6's & 7's". Der Titel ist eine Redewendung aus dem Englischen, die, wie der King Of Darkness erklärt, bedeutet: "A state of confusion or disarray".
Doch die 24 Tracks starke Platte steht für alles andere als für Verwirrung. Nach wie vor mit seinem eigenen Label 'Strange Music' und ohne Radio und Fernsehen bringt Tech N9ne eine Feature-Liste auf, die nur gespickt ist mit Hochkarätern. Das Beste daran ist, dass Tech N9ne mit seinen Lyrics und verschiedenen, überkrassen Flows alle in den Schatten stellt. Vor allem, das ganze Album ist immer noch Tech N9ne, nichts anderes!
Nun zu den einzelnen Songs (die Bewertung spiegeln meine Meinung wieder):
01. The Pledge (Intro)
Das Intro beinhaltet den Schwur eines Techn9cian (Fan von Tech N9ne), den Tecca Nina selber geschrieben hat. Hier wird dieser 'Pledge' von einer elektrosierten Frauenstimme gesprochen.
02. Technicians (feat. Krizz Kaliko)
Mit dem ersten Song auf dem Album erklärt Tech N9ne den Neuhörern seine Welt und unterschreibt für seine Fans nochmal was Sache ist. Ein Dubstep-Beat voll mit schnellen und aggressiven Flows, starken 'Ouh'-Ausrufen und einem singendem Krizz Kaliko im Chorus machen den Track zu einem sehr guten Einstieg.
- 8/10 Punkte
03. Military (Skit)
Der Skit ist nun der Schwur aus dem Intro von Tech N9ne und paar seiner Label-Kollegen. Während sie alle im Studio im Laufschritt auf den Boden stampfen schreien sie den Schwur ins Mikro. - eine Live-Aufnahme davon ist im Internet zu finden
04. Am I A Psycho? (feat. B.o.B & Hopsin)
Produziert von B.o.B haben wir nun den zweiten Banger, der nicht nur den Hardcore Tech N9ne Fans gefällt. 'Am I A Psycho' handelt vom 'anders sein' für das Tech N9ne eh schon bekannt ist. Z. B. rappt er darüber wie er eine Prostituierte während des Sex eine Zigarette auf seinem Arm ausdrücken lässt. B.o.B singt den Refrain, der gut ins Ohr geht und rappt auch noch den dritten Vers.
- 9/10 Punkte
05. He's A Mental Giant
Das ist die erste Single des Albums für die Strange Music das bisher teuerste Musikvideo der Label-Ära gedreht hat. Das Sample des Songs stammt aus einer alten Zeichentricksendung und der Beat hämmert nur so aus den Boxen. Der Flow hier ist so vielseitig und die Reimweise einfach nur übernatürlich.
Über den zweiten Vers sagte Tech N9ne, dass er es selber nicht glauben kann so einen Part geschrieben zu haben.
"Narcissistic, hard to grip it,
dark and wicked, arts prolific,
Mars with the stars, this is far lifted
lyrics quit the bar with it, bar scriptures are terrific"
- 9/10 Punkte
06. Worlwide Choppers (feat. Ceza, D-Loc, Uso, Yelawolf, Tista, Busta Rhymes, JL from B.Hood & Twisted Insane)
!!!!
Einfach nur !!!! Der Abschluss der Choppers-Triologie, die mit Midwest Choppers 1 und 2 begann.
Wahnsinns Instrumental produziert von 'Seven', wahnsinns Tech N9ne, wahnsinns Features, einer schneller und härter als der andere und wahnsinns von Tech N9ne gesungener Chorus. Der Song wurde nicht umsonst im Internet so riesig gehyped. Für mich der krasseste Song dieses Jahres!
- 10/10 Punkte
07. We Miss You Man Man(Skit)
Ein Skit zu dem es eigentlich nicht viel zu sagen gibt. Dauert nicht lang und es ist auch ganz amüsant anzuhören was Tech N9ne erzählt.
08. I Love Music (feat. Kendrick Lamar, Oobergeek & Krizz Kaliko)
Weniger krass, aber trotzdem gut und passt perfekt in die Vielseitigkeit von 'All 6's & 7's'. Kein düsterer oder aggressiver Beat, eher was für die gute Laune. Tech N9ne beschreibt, wie man vermuten kann, seine große Liebe zur Musik. Die Gäste sind wiederum ebenfalls gut und Krizz Kaliko trägt wieder den Gesang im Chorus bei.
- 07/10 Punkte
09. Strangeland
Das erste Mal das Justice League für Tech produziert hat und es entstand ein schöner und geheimnisvoller Beat, der perfekt für Tech ist um von einem Szenario einer anderen, eigenen Welt zu erzählen. Die einzelnen Verse werden mit sehr gutem weiblichen Gesang abgerundet.
- 08/10 Punkte
10. Call From Richie (Skit)
Der genannte Richie äußert sich erschrocken bzw. verblüfft über die Dunkelheit, die Tech N9ne aufbringen kann. Gefällt mir gut sowas zu hören.
11. The Boogieman (feat. Stokley Of Mint Condition & First Degree The D.E.)
Nochmal Justice League hinter den Reglern für einen meiner Favourites von dem Album. Ein dunkler Song auf dem Tech's Stimme tiefer gestellt wurde und die Stokley ihre kraftvolle Simme im Refrain zum Ausdruck bringt. Das Konzept des Tracks gefällt mir ebenfalls richtig gut. Tech nimmt den Boogieman als Metapher für ihn selber, da die meisten von diesem krassen MC Tech N9ne, der so unglaubliche Shows macht, hören aber gar nicht wissen wie er eig. aussieht und wer das eig. ist.
- 10/10 Punkte
12. Cult Leader (feat. Liz Suwandi)
Dieser Track beruht darauf, dass Tech von manchen Leuten als Sekten-Anführer hingestellt wird. Tech rechtfertigt sich und beschreibt die wundervolle Verbindung von ihm und seinen Fans, die ihn zum erfolgreichsten Independet-Künstler aller Zeiten gemacht haben. Dennoch ist das Feeling, das der Track aufbringt wieder ein dunkles und mit Liz Suwandi ist nochmal eine Frau im Refrain zu hören.
- 8/10 Punkte
13. Call From KC Poet Camile (Skit)
Hier hört man ein Telefonaufnahme eines weiblichen Tech N9ne Fans, die ein paar Zeilen rappt.
14. Fuck Food (feat. Lil' Wayne & T-Pain)
Und wieder ein Highlight des Albums! Mit Worldwide Choppers wohl der Song, der am meisten Aufsehen erregt hat, alleine schon wegen der Gastauftritte. Dass jemals solche Mainstream-Schwergewichte wie Weezy und Pain einen Song mit Tech N9ne haben werden, hätte wohl niemand gedacht. Manche Fans kritisierten Tech als diese Meldung veröffentlicht wurde, weil er sich eig. immer von der Industrie abgewandt hatte und diese Kollabo hat manchen da einfach nicht reingepasst. ABER das ist der Beleg für die Aussage, die Tech N9ne immer wieder macht: "Tech will never go Mainstream, Mainstream will go Tech." Auf einem kraftvollen Beat, der mit etwas Kirchenchor-ähnlichem hinterlegt ist beschreiben die 3 ihre Sucht nach dem weiblichen Geschlecht. Es geht um Frauen, die einfach so gut aussehen und halt zum anbeißen sind. Deswegen der Titel 'Fuck Food'.
"Cause I'm a nasty motherf--cker, I eat that pussy like the last supper" - Wayne
Für mich hat Tech N9ne hier einen krassen Mix geschaffen und Wanye und Pain perfekt in seine Welt gebracht.
- 9/10 Punkte
15. Overtime (feat. Stevie Stone & Krizz Kaliko)
Jetzt geht es weiter mit der Zuneigung für Frauen, nur weniger düster als auf 'Fuck Food'. Mr. Kaliko singt den Chorus und Tech und sein neuestes Srange Music-Mitglied Stevie Stone rappen mit schönen Flows über den Liebesakt. Ohrwurm-Faktor.
- 9/10 Punkte
16. Pornographic (feat. E-40, Snoop Dogg & Krizz Kaliko)
Da Tech von Frauen wirklich einfach nicht genug bekommen kann...usw. ;)
Zwei Hip Hop-Legenden sind hier mit dabei und am Gesang fehlt es neben den Raps auch nicht. Schöne Mischung
- 8/10 Punkte
17. You Owe Like Pookie (feat. Kutt Calhoun & Jay Rock)
Achtung: Strange Music! Dieser Track wird wahrscheinlich größtenteils nur eingefleischten Strange Music-Fans gefallen. Schneller und krachender Beat und gewöhnungsbedürfter Refrain. Die Features (beide bei Strange Music unter Vertrag) haben trotzdem gute Parts.
- 6/10 Punkte
18. Delusional (feat. Nikkiya)
Und mal wieder ein Highlight. Das Instrumental passt perfekt zum Thema. Nikkiya singt den Refrain und Tech rappt wie immer krass. Sehr gutes Lied, das ein sehr krasses Feeling überbringt.
- 9/10 Punkte
19. So Lonely (feat. Blind Fury & Mackenzie O'Guin)
Auf diesem Track wäre eigentlich noch Eminem mit drauf gewesen, aber dies hat zeitlich nicht geklappt. Naja, dieser hätte den Track dann wahrscheinlich zu gut für diese Welt gemacht. Es geht um das 'alleine an der Spitze sein'. Der blinde Rapper Blind Fury ist zwar nicht so gut wie Tech, aber hat trotzdem zwei bemerkenswerte Parts auf diesem Lied. Die 11-jährige Mackenzie singt das sich wiederholende 'So Lonely'
- 10/10 Punkte
20. If I Could (feat. Chino Moreno & Stephen Carpenter)
Sehr schönes mit Gitarre unterlegtes Instrumental auf dem Tech N9ne zu seiner Familie spricht, die er wegen seines Berufs so selten sehen kann. Am Ende verspricht er seinen 3 Kindern mit ihnen überall auf der Welt hinzugehen wo sie nur wollen. Wenn man von Tech's Lebensgeschichte weiß, die er fast mit jedem Song weitererzählt, ist der Song noch bewegender.
- 8/10 Punkte
21. Angry Caller (Skit)
Ein Skit, der den nachfolgenden Track einleitet.
22. Love Me Tomorrow (feat. Big Scoob & Krizz Kaliko)
Auch wenn man Tech N9ne heute nicht mag, morgen wird man ihn mögen. Darum geht es hier und dass das auch so ist, sieht man dem ständigen Wachstum seiner Fanbase. Ein ruhiger Track auf den Big Scoob (Strange Music) gut draufpasst. Außerdem kommt man ein weiteres mal auf den Genuss Krizz Kaliko's tiefgehende Stimme zu hören.
- 8/10 Punkte
23. Mama Nem (feat. Krizz Kaliko)
Das wichtigste für Tech N9ne neben seinen Kindern: seine Mutter.
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